Schwammtuchmethode -dringend-

  • Guten abend,


    heute habe ich meine Völker abgeräumt und dann so gegen 21:00 Uhr mit der Schwammtuchmethode eine Stossbehandlung durchgeführt.


    Wie in der Literatur und hier im Forum beschrieben, habe ich die AS schön gekühlt und 30ml pro Beute (habe Dadant mod und die meiste Literatur rät zu 30ml und nicht die 2ml pro Rähmchen also 24ml) von oben angewendet.
    Die Gitterböden sind geschlossen


    Bei einigen Völkern hat sich ein riesiger Bart vorm Flugloch gebildet.
    Ist das nur die Wärme und die Masse an Bienen, da die Honigräume fehlen, oder muss ich reagieren und das Schwammtuch wieder entfernen?
    Hier haben wir ca. 22°C.


    Danke für Eure schnellen Antworten.


    Gruß,
    Helge


    Morgen abend kommen die Schwammtücher eigentlich wieder raus und dann wollte ich gleich mit Sirup füttern.

  • Hallo Helge,


    lt. Anweisung unseres "Varroaexperten" sollte man die Bienen vorher mit ca. 5 kg einfüttern - das beruhigt und dann erst mit der Behandlung beginnen.
    Die Bienen sollten sich nach Beginn der Behandlung relativ rasch wieder beruhigen. Wahrscheinlich war die erste Behandlung zu stark und sind raus geflüchtet.


    Gruß Horst

  • Danke für die schnelle Antwort.


    Mit der ersten Futtergabe habe ich früher auch gemacht.
    Allerdings bin ich jetzt zu der 1 Tages Kurzbehandlung übergegangen, da die Feuchtigkeit des Futter die Behandlung abschwächen kann. Und da es im Juli durchaus noch regnerisch sein kann und sich die Feuchtigkeiten dann addieren.


    Dann kommt die komplette Auffütterung und eine Blockbehandlung mit 2-3 Stossbehandlungen innerhalb einer Woche. Da ist es dann i.d.R. trockener.


    Wann behandelst Du?


    Gruß,
    Helge

  • Ich würde die erste Stoßbehandlung nicht so stark machen, die Bienen müssen sich auch an die Ameisensäure gewöhnen. Heute war es natürlich auch sehr warm und dadurch wird die Verdunstung/Konzentration der Ameisensäure auch stärker sein.
    Wir haben derzeit wieder eine Tracht und müssen noch abwarten. Könnte ein Problem werden, wenn es noch länger dauert.


    Gruß Horst

  • Hallo,


    um das Thema abzuschließen, die neuesten Infos.


    Die Behandlung hat gewirkt, es sind Varroen gefallen und nach Entfernen der Schwammtücher und der eingeschobenen Bodenbretter haben sich die Bärte aufgelöst.
    Es war den Mädesl also einfach nur zu heiss mit verschlossenem Boden.


    Danke nochmals für die Antworten.


    Gruß,
    Helge

  • Hallo Helge,


    ich habe auch Dadant mod. und ich lasse die Böden offen.
    Dann gibts keine Panik im Volk.
    Da Du die AS- Behandlung ja sowieso nochmal wiederholst, ist es auch völlig irrelevant, ob die erste Gabe 83 oder "nur" 79% der Varroen erwischt hat.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Frage an Helge
    Warum presst Ihr die Völker jetzt alle in eine Dadantzarge. Von der 4 Raumwohnung zur Einraumwohnung. Na Klasse.Da ist doch am der Betriebsweise etwas falsch. Ihr treibt das Bienenpotential einfach zur Türe raus. Nach drei Tagen sind die Bärte weg, jawohl in der Natur ohne Nutzen verschwunden. Warum setzt Ihr nicht einfach Zargen unter. Strenge Br. Adam Lehre ist auch nicht immer gut.
    Gruß Peter

  • Peter aus dem Erzgebirge


    hmm, wie ich schrieb, war es den Mädesl wohl zu heiss. Nach dem Öffnen der Böden sind die Bärte verschwunden und zwar in die Beute.
    Das passierte nach einigen Stunden und nicht nach 3 Tagen.


    Womit arbeitest Du? Mit 1 oder 2 Bruträumen? Ich habe lediglich den Honig abgeerntet. Bei Dadant mod habe ich nunmal nur einen BR und was soll eine weitere Zarge unter dem BR bringen?


    Gruß,
    Helge