Drehbeuten? dreh ich denn durch?

  • habe hier einen Link zu Drehbeuten gefunden.
     
    www.primorski.de 
     
    Was hat es damit denn nun genau auf sich?
     
    Rückenschonend bestimmt und in den sechseckigen Waaben können die Bienen auch schön ein Kugelförmiges Brutnest anlegen.
     
    Aber wo lassen die denn da den Honig? Flugloch ist ja zwischen den Riemchen. Wie bekomm ich den da raus? Wie füttert mann zum Winter ein? Wie Behandel ich gegen Milben?
     
    Hat schon jemand Erfahrungen mit solchen Beuten?
     
    soll sogar welche geben, die sich automatisch drehen, damit die Maden die Milben durch ihr Gewicht erdrücken..
     
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • mann, sind die hässlich. Und viel zu viel Tüdelüt. Einfach imkern ist doch schöner.
     
    Gruß Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Moin zusammen,


    ich hab`mir die Dreher bei Kunesa angesehen. Der Herr Scherer experimentiert damit und möchte sie in Kunststoff bauen...


    Vergeßt es - es sei denn, Papa hat viel Geld.


    Ist nix für "selber bauen", außer Du bist Schreiner.
    ...Oder der Spieltrieb bricht aus.


    Bleibt beim Bewährten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,
    nach Hohenheimer Versuchen bringt das Drehen (hier Purzeln) nichts. Weder wird das Schwärmen verhindert noch die Varroen vermindert. Es gibt Leute die wollen von den Bienen leben und solche, die können von den Imkern leben.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Christian,


    ich kenne nur einen Anbieter, der Drehrahmenbeuten verkauft, in Ungarn: www.anivet.hu - Entwicklungskosten 1 Mio. EURO - Herstellung mit ungarischen Niedriglöhnen. Preis pro Beute: 400 - 500 EURO. Das lockt doch mit Sicherheit Nachahmer an.


    Vielleicht bist du so nett und quatscht mal aus, wie Die Drehbeute aussieht, die du meinst und welcher Anbieter mit dieser Drehbeute das Geld mit den Imkern verdient?


    Ich bin immer noch auf der Suche nach jemandem, der eine hölzerne Drehkiste mit 26 Zander- oder Langstroth-Waben, die in Längsstellung gewendet werden sollen, überhaupt zu einem echten Imkerpreis herstellen will.


    Bei deinem Know-how kannst du doch sicher einen passenden Hersteller oder Anbieter vermittteln!


    Für Leute wie dich eine Info: durch das Drehen kann bereits im Herbst eine große Volksstärke erzielt werden und im zeitigen Frühjahr früher Honig geschleudert werden.


    MfG


    Romuald

  • Bitte, wer davon überzeugt ist, kauft die Beute und probiert es als neutraler Interessent aus. Dann hat er einmal etwas gewagt und ist dem Rest der Imkerschaft um eine Erfahrung voraus. Ob er darüber berichtet, bleibt unbenommen seine Entscheidung.
    Ob das Blasen in diese oder in jene Richtung einen überzeugen wird, den Test für alle zu finanzieren und zu riskieren, darf aber bezweifelt werden. Darin sind sich die Imker dann doch wieder zu ähnlich.


    Gruß


    Manne

  • wie meint er das?


    Hi Toddybaer,


    "Gut gebrüllt Löwe" bedeutet "Da haste wat wahres jesacht..." :wink:
    und bezog sich auf den Spruch vom Remstalimker, von wegen an Bienen oder Imkern verdienen...


    Ich glaube, unsere alten "Sprüche" verstehen die Jungen nicht mehr. :-(
    Aber umgekehrt wird auch ein Schuh draus... (heißt: Die "Alten" verstehen oft auch nicht mehr die "Jungen"). :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,
    das hätte ich und andere gerne mal verklickert, warum man mit solch einer Beute im "zeitigen Frühjahr" schon viel Honig schleudern kann. Viel Honig im Frühjahr kann frau und mann nur schleudern bei guter Tracht, gutem Wetter und starken Völkern.Warum hier im Herbst das Drehen nützt ist nicht klar. Ich war seither immer der Meinung es wird nur gedreht so lange Schwarmzeit ist. Es ist merkwürdig, dass schon seit Jahren bei allen Erfindungen sofort auch die Varroaelimination versprochen wird. Jungimker, was wurde gehalten? Nichts. Alle Wundermittel haben sich in Rauch aufgelöst.


    Allerdings meine ich, dass früher bei der Behandlung mehr Varroen gefallen sind. So 3000 - 4000. Ich kann mich aber auch täuschen.


    Radix, deine Worte waren Balsam für meine Seele.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Manne,


    nach meiner Erfahrung mit ausgiebigen Vitalitätstests ist jeder, der behauptet seit einem Jahrzehnt Bienen zu halten ohne irgendetwas gegen die Varroa zu unternehmen entweder ein ausgesprochener Glückspinsel, ein Scharlatan oder Selbstbetrüger. Aus diesem Grund gestehe ich dir auch ein hohes Maß an Erkenntniswerten zu, die du aber irgendwie selbst nicht richtig offenbarst.


    Zur ungarischen Drehrahmenbeute:
    Deren Funktion habe ich mit einer andersartigen Drehvorrichtung nachgebaut und mit unterschiedlichen Wabenformen mit einem großen Kosten- und Zeitaufwand ausgetestet.
     
    Das Ergebnis dieser Tests in pauschaler Form:


    Von einem in etwa runden Brutraum gehen die Bienen nicht gerne nach oben in den Honigaufsatz, sodaß der Schwarmdruck sogar erhöht sein kann. Dieser Brutraum mit andersartigen Waben kann nur recht schwer gemanagt werden.


    Beim Drehen der Waben in der vertikalen Ebene wie bei der ungarischen Beute ist die Varroavermehrung zwar reduziert, führt aber dennoch zum Untergang, weil der Schlupf der Milben immer nur zu 50 % der Zeit verhindert wird, noch dazu wenn das Drehen nur wenige Monate im Jahr erfolgt.


    Bei einer neuartigen Anordnung von unterschiedlich hohen Waben in Längsstellung innerhalb des zylinderförmigen Brutraums werden die Waben nicht axial gedreht sondern überkopf gewendet. Der Effekt hierbei war überraschend ein nachhaltig gesundes Volk ohne Varroaschäden. Die Frage warum ist für diesen Fall noch nicht wissenschaftlich geklärt, nicht von Dr.Liebig und auch nicht von der von ihm beuftragten Ruhruni. Wissenschaft und Kreativität vereint sich oft nicht in einer Person


    In Folge habe ich dann eine neue patentierte Drehmagazinbeute entworfen, in der stinknormale Zanderrähmchen oder besser noch 26 Stück Langstrothrähmchen längs oder quer zweilagig gedreht werden können, wobei zwei Deckel jeweils die Lagen festhalten und je nach Drehlage mal als Deckel und mal als Boden dienen. In die Deckel sind Kunststoffrohre integriert durch die beim Drehen das Gemüll fällt und die der Belüftung dienen.


    Das Ausflugloch ist immer gleichbleibend inmitten einer auf zwei Kugellagern gelagerten Kreisscheibe.


    Der immense Vorteil dieser neuen Drehmagazin-Beute ist sein Handling: man kann quasi vom Rollstuhl aus Imkern ohne Zargen auseinanderreißen zu müssen. Der Schwärmvorgang läßt sich hinauszögern, jedoch bei entsprechender Schwarmneigung nicht durch Drehen alleine verhindern. Allerdings hebt sich durch Drehen schnell wieder der Schwarmdusel auf.


    Gedreht werden kann von Anfang April bis Ende Oktober. Ein zwischenzeitliches Aufsetzen von Honighalbzargen oder Futterzargen ist möglich.


    Durch den Drehvorgang wird das Bienenvolk zu einer starken Bruttätigkeit angeregt. Ende Oktober nach Beendigung des Drehvorgangs wird die Bruttätigkeit dann komplett eingestellt, weil das Volk bereits überstark ist.
    Anfang April oder noch früher bereits vor Saisonbeginn wird die Bruttätigkeit durch Drehen wieder angereizt und die den Winter über angesammelten Varroen dadurch wieder entsorgt.


    Mir liegt eine Angebot der Bergwinkelstätten vor für eine solche Drehmagazinbeute in Massivholzausführung über ca. 130.-- EURO , aber ohne die Dreheinrichtung und ohne automatischen Drehantrieb.


    Nachdem ich selbst die Geräte nicht für einen Putzfrauenlohn herstellen möchte überlasse ich es anderen befähigten Leuten etwas draus zu machen.


    Bei großer Stückzahl könnten Styropor-Drehmagazine sehr preisgünstig hergestellt werden und wären dann ein echter Hit.


    Gruß


    Romuald