Hallo bin neu hier und Anfänger

  • Hallo zusammen bin neu hier angemeldet und völlig neu was die Imkerei angeht. Ich bin von den Bienen und ihrer Lebensweise schon länger faziniert. Ich würde mir gerne in naher Zukunft sprich nächstes Jahr im Frühjahr selber ein paar Völker zulegen hab aber was die Bienenhaltung betrifft noch überhaupt keinen Durchblick. Wann wäre der beste Zeitpunkt mit den ersten Völkern anzufangen. Welches Beutensystem ist eurer meinung nach das beste und was sind die vorteile von Beutensystemen aus Styropor oder Holz bis auf das Gewicht. Welche Bienenrasse ist für einen Anfänger die Problemloseste. Mit wievielen Völkern sollte man in das Hobby Bienenhaltung und Imkerei einsteigen. So viele fragen ....
    Hab mir jetzt erst mal ein paar Bücher über die Imkerei besorgt aber nur Theorie ist auch nicht alles womit ich mir einen Start in die Bienenhaltung vorstellen kann. Wo gibt es im Raum Krefeld, Duisburg, Moers Imker bzw. Vereine die mir ein wenig auf die Finger schauen bzw mit rat zur seite stehen.:confused::confused::confused:


    Gruß Sven Schwanbeck

    Man kann auch ohne Natur leben, aber lohnt sich das??

  • Die Fragen werden zu den genannten Themen nicht wirklich beantwortet.
    Du wirst feststellen, dass dich die vielen Ansichten der einzelnen Imker eher verwirren als dir Klarheit zu verschaffen.
    Mir ging das jedenfalls so.
     
    Einfach Imkern, von Dr Liebig, ist ein Buch dass es dem Anfänger relativ einfach macht. Es reicht aber meiner meinung nach nicht aus, denn das Buch baut schon auf etwas Grundwissen auf...
    Ein Kurs ist meiner meinung nach Pflicht, denn kein Buch vermittelt Praxis in ausreichender Form.
     
    Liebig propagiert die Hohenheimer Einfachbeute, die habe ich auch und habe bisher keine Nachteile festgestellt, auch wenn ich keinen Vergleich habe mit anderen... Von Styropor halte ich nichts, nur Vorurteil, Plastikhäuser sind doof...
     
    Einsteigen sollte man mit mindestens einem Volk :wink: besser 2-3. und das entweder mit Jungvölkern im Juni oder im Frühjahr mit Wirtschaftsvölkern.
    Zum jetzigen zeitpunkt, ohne besuchten Kurs, würde ich bis zum Frühjahr warten, den Kurs belegen und gleichzeitig anfangen...
     
    Die Bienenrasse ist egal, für Einsteiger ist nur wichtig, dass das Volk, egal welche Rasse, ruhig ist und vor allem nicht stechlustig ist.

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Ich möchte dich aufs herzlichste begrüßen!
     
    Das mit der Theorie und mit den Imkerbüchern ist so eine Sache. Es gibt viele Imkerbücher die das Geld nicht wert sind. Ich konnte feststellen, dass so mancher Blödsinn von einem Buch abgeschrieben und ins andere Buch übernommen worden ist. Da ist jedenfalls Vorsicht geboten. Aus persönlicher Erfahrung kann ich das Buch von Pfefferle "Imkern mit dem Magazin" und das Buch von Dr. Liebig " Einfach Imkern" empfehlen, möchte aber anführen, dass ich auch nicht mit allem einverstanden bin, was da geschrieben steht. Als Grundlektüre kann man die Bücher aber schon empfehlen. Weiters sollte noch darauf geachtet werden, dass möglichst neue Bucher verwendet werden, da sich in Bezug auf Krankheiten, insbesondere Varroabekämpfung in den letzten Jahren viel getan hat.
     
    Einsteigen sollte man meiner Meinung nach mit mindestens zwei Völkern, denn passieren kann immer etwas, auch wenn man selbst keinen Fehler gemacht hat. Daher empfehle ich als Einstieg mindestens zwei Völker, da ist man flexibler. Unter Anleitung eines Imkerpaten geht natürlich alles viel einfacher. Als Jungimker sollte man sich als vorrangig mit der Völkervermehrung und der Varroabekämpfung beschäftigen und diese möglicht schnell in den Griff bekommen. Die Völkervermehrung wird von so manchem Imkerpaten oft vernachlässigt. Ob man als Jungimker einen optimalen Honigertrag erzielt oder ob die Schwarmverhinderung einmal schief geht ist meiner Ansicht nach nicht so entscheidend. Ein Schwarm kommt vielleicht sogar gelegen.
     
    Betreffend Bienenrasse empfehle ich, dass die Rasse genommen wird, die auch in der dortigen Umgebung gehalten wird. Teilweise ist nur eine bestimmte Rasse gesetzlich erlaubt.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo erstmal für eure schnellen antworten wenn ich euch richtig verstehe ist jetzt also die richtige Zeit gekommen um mit der Imkerei und Ablegern zu beginnen?:Biene:


    So mein erstes Buch über die imkerei hab jetzt auch schon bekommen ist zwar ein älteres aber es kommen ja noch aktuellere.


    Habe mich mal ein wenig bei Holtermann umgeschaut und bin eigentlich von der angebotenen Vielfallt der angebotenen Beutensysteme erschlagen worden. Ich tendiere aus dem Bauch raus auf ein Deutsch normalmaß Rähmchen wobei ich mich da auch gerne eines besseren belehren lassen werde. Ich weiß aber noch nicht welches Beutensystem ich nehmen soll da diese auch auf meiner Schafweide (Böcke und Schafe) untergebracht werden sollen und müssen. Es soll natürlich schon eine gewisse abgrenzung zu den Schafen erfolgen aber die Beuten stehen halt das ganze Jahr über draussen daraus ergibt sich auch das die Beuten halt dem Wetter schon wiederstehen sollten. Ich würde mich über eure positiven und negativen erfahrungen mit den einzelnen Beutensystemen zu erfahren.


    mit freundlichem Gruß


    Sven


    P.S: Wäre auch echt nett zu erfahren was man noch so als erstes unbedingt braucht und mit 2 oder 3 Völkern anzufangen. Bienenbeuten samt bewohner sind klar aber was ist noch unbedingt für den anfang erforderlich und auf was kann ich noch warten bzw was ist nicht so brandeilig für den anfang.

    Man kann auch ohne Natur leben, aber lohnt sich das??

  • Hallo Sven,


    nach der - wie so oft "hilfreichen" Antwort vom Drohn - hier eine kleine Liste:


    Alles was Honig angeht, ist erst für`s nächste Jahr interessant.


    Für notwendig erachte ich:
    Imkerschutz, Stockmeißel, Abkehrbesen, Wassersprüher oder/und Räuchergerät mit Kraut, Spachtel, Rähmchen mit Mittelwänden, Futtergeschirr - je nach Beute, Futter, Varroa-Behandlungsmittel, ein gutes Fachbuch (oder das Forum durchstöbern über Winter :wink:).


    Im Winter dann weitere Rähmchen vorbereiten und Zargen/Beuten beschaffen.
    Vereinsbeitritt wäre gut. Mußt ja kein "Vereinsmeier" werden.


    Sonst fällt mir im Augenblick nix aktuell notwendiges ein.


    Viel Spaß und viel Erfolg.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,


    erstmal danke für die schnelle hilfe werde mich dann mal auf die suche nach dem Nächstgelegen imkerverein machen und ein Wenig shoppen gehen. damit ich die sachen zusammen bekomm.


    Gruß Sven

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  • Hallo Hobbyimker !

    Holtermann ist nicht schlecht aber bestimmt auch nicht die Bibel der Imker ! – Schau mal ob es bei Dir in der Nähe nicht einen Anbieter für Imkereibedarf gibt. Da gibt es nämlich mehr als nur die „neue Hardware fürs Hobby“ ! Erstens gibt es Infos über die Imkervereine in Deiner Gegend, da kann man dann schon mal vorab sagen an welchen man sich wendet. Zweitens erfährst Du was der da hat, gerade wenn man mit diesem Hobby anfängt braucht man manchmal doch dringend etwas. Manchmal gibt es dort auch Infos wo man was gebraucht bekommen kann oder welcher Imker gerade aufhört (Standplatz / Gerätschaften). Hier siehst Du auch welche Art von Beuten und Rähmchen bei Dir in der Gegend verbreitet ist, vielleicht kannst Du dort auch die Unterschiede zwischen Magazinen, Trog- und Lagerbeuten sehen (Hinterbehandler werden wohl keine mehr verkauft). (ACHTUNG ! – Nicht für jeden sind Magazine die Richtige Beute).
    Dann ist es sinnvoll wenn Du Dr einen Imker in der Nähe suchst (Imkerpate, Imkervater) der Dir ein wenig unter die Arme greift wenn es mal etwas eng wird.
    Wichtig noch glaube keinem Imker das das was er sagt der Weisheit letzter Schluß ist, es heißt nicht umsonst: drei Imker – vier Meinungen oder Sind drei Imker einer Meinung lügen zwei !

    Gruß Bienenknecht

    PS: Vorteilhaft ist es auf alle Fälle wenn Du Handwerklich ein wenig geschickt bist !

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Hardy,


    hab mich dann jetzt endschieden welches Beutensystem entschieden ich nehmen möchte. Ich werde so wie es jetzt aussieht mich für die Segebergerbeute entscheiden da bei dieser warm und Kaltbau möglich ist wobei ich aber noch nicht weiß was die vorteile der unterschiedlichen einbaurichtungen sind. Am Samstag wered ich mich dann mal auf den Weg zum örtlichen Imkerverein machenund versuchen dort dann auch schon mal ein paar kontakte zu knüpfen. Ich möchte dann mit 3 Völkern starten da man ja nie weiß was passiert. Ich stell euch mal meine einkaufsliste hier ein und euch bitten mal ein blick hierauf zu werfen ob ich nichts vergessen hab.


    3 Segeberger Beute mit Hochboden
    3 Fluglochverschlusskeil
    3 Ansteck-Flugbrett
    3 Holzbausperre
    3 Bodenschieber
    100 Rähmchen DNM
    Mittelwände
    Drohnenmittelwand wobei ich noch nicht weiß ob ich die dieses Jahr brauch
    1 Trafo zum einlöten der Mittelwände
    1 deutscher Stockmeißel
    1 kleiner Bienenbesen
    1 Smoker
    1 Varroa-Schale
    1 Verdunsterfilzplatte oder aber einfach ein nicht fusselndes Schwammtuch welches auch günstiger ist.
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    Ein Futtergeschirr hab ich noch keins ausgesucht da ich nicht weiß welches das richtige ist.


    Zum Thema Varoabekämpfung weiß ich das man Ameisensäure nehmen kann aber auch Thymol dieses aber nur wenn der Honig raus ist.

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  • Hallo,


    Ich würde dir empfehlen mit Zander oder Langstroth anzufangen, da man die Rähmchen an den langen Ohren viel besser packen kann.


    Kaltbau hat im Winter einen besseren "Zehrweg" - die Bienen verhungern seltener neben vollen Futterwaben.


    Falls deine komplette Imkernachbarschaft auf DN imkert, dann nimm eben DN - soo schlimm sind die kurzen Ohren auch wieder nicht.


    Drohnenmittelwand ?! Unnötig - die Bienen bauen Leerrähmchen wunderbar zu Drohnenwaben aus.

  • Hallo qwerty, danke für deine schnelle Antwort. also wenn ich dich gerade richtig verstehe einfach ein Leeres Rähmchen mit einhängen???

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