Siebkübel oder Honigsumpf ?

  • Hallo,


    Ich komme gerade vom Honigschleudern und sieben - und so kann das nicht weiter gehen !
    Der Honig wollte einfach nicht durch das Doppelsieb ! Ich habe stundenlang gesiebt, Sieb durchgespült, wieder gesiebt....
    Ich hab SO n Hals !
    Ich habe ca. 3 Stunden Entdeckelt und 8 Stunden gesiebt (gefühlte 8 Stunden - vielleicht übertreibe ich ;) )


    Was ist besser - Siebkübel mit senkrechten Sieben, oder Honigsumpf ?
    Preislich ist es kaum ein Unterschied.


    Gruß


    Der genervte qwerty

  • Hallo Nervchen,
    das horizontale Sieb bringt mehr, ist aber nicht die Lösung. Zuerst wäre Wärmezufuhr eine Lösung. Ich ärgere mich nicht mehr und lasse den Honig einfach eine Nacht stehen. Die Teilchen, welche das Sieb verstopfen schwimmen auf oder sinken zu Boden. Oben schäume ich dann ab. Das Sieben geht dann mit dem Vertikalsieb ratze fatze. Hast du mehrere Kübel zu sieben, dann den Bodenrest aller Kübel erst zum Schluss sieben.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ganz einfach. Schleuderst du und lässt den Honig durch das Sieb laufen und ist es dazu nicht gerade warm, wirst du verrückt. Ich lasse den Honig eine Nacht stehen und dann läuft der Honig "schnell durch". Du kommst mit dem Eimerunterstellen kaum nach. Es sind die Schwebstoffe, welche sofort das Sieb verstopfen. Klären ist das Stichwort. Ich habe über 20 Jahre gebraucht, bis ich das kapiert habe oder über die Vorgehensweise mit meiner Frau einig war. Sie wollte gleich immer fertig sein und nicht am nächsten Tag. Ich habe 5 Abfüllkübel, sind die voll ist Feierabend. Halt, nach ein paar Stunden könnte dann das Sieben auch scho laufen. Ich meine ich habe das auch schon gemacht. Gehst du anders vor ist deine Ehe ernsthaft in Gefahr. Du weißt seine Frau darf man auch nicht im Wutanfall verprügeln. Der Sumpf, ich kann da nichts sagen nur vermuten, das überlasse ich den Theoretikern und Großimkern.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Gerade sehe ich, das habe ich oben schon einmal geschrieben

  • Nimm einen Sumpf, stelle den erhöht, befestige am Sumpfauslauf reißfest einen Kommpressionsstrumpf, durch diesen Strumpf lässt du dann den Honig laufen wenn der Sumpf fast voll ist.
    Wichtig ist, dass der Sumpf immer, solange du siebst, mindestens zu zwei drittel gefüllt ist.
    Ist dein Honigfass voll, wechsel dieses mit einem neuen Strumpf.
     
    Nähere Angaben per PN, sonst schmiert dem Drohn hier der Text ab, wie beim Rehrücken:daumen:
     
    Der
    Drohn

  • hau rein, Du hast 40 Minuten für einen Beitrag.
    Schreib am Stück und renn zwischendurch nich weg gucken ob noch Honig im Sumpf ist, dann schaffstes auch in der zeit :lol: 
    Ansonsten in einer Textverarbeitung vorschreiben ;-)


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Qwerty,


    zunächst das Entdeckeln mit dem Thermomesser vornehmen.


    (Das abgeschälte Wachs direkt in einen Wäschesack (so einen für die Waschmaschine) füllen.
    Später den Sack schleudern.
    Damit sparst Du Dir die ganze Wachskrümelei.)


    Dann schleudern und alles über ein Grobsieb direkt in Eimer (oder Hobboks) laufen lassen.


    Am nächsten Tag Schwebstoffe oben abschöpfen und den geklärten Honig noch mal Feinsieben.


    So kannst Du kontinuierlich arbeiten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Wer hat Erfahrungen mit konischen Filtersieben


    Hi,


    Ich empfehle einen Wäschesack. Kostet nur ein paar Euro.
    In einen Abfüll-Eimer stellen (Etwas hochziehen und an einem Halter Festknoten.) und Honig einfüllen.


    Über den Abfüllhahn in einen Eimer/Hobbok laufen lassen.
    Sack wieder auffüllen u.s.w.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Zusammen, hallo Gerold,

    wald&wiese schrieb:

    Weil das Honig sieben der neuralgische Punkt in meiner Imkerei ist, überlege ich, wie ich das ändern kann. Darum meine Frage: Wer hat Erfahrungen mit konischen Filtersieben, ...? Funktionieren diese Siebe wirklich besser, als die horizontalen Doppelsiebe?

    Eindeutig ja.
     

     
    Ich verwende seit vielen Jahren das Lunzer Honigsieb, allerdings ohne das innere Grobsieb. Das Feinsieb alleine reicht völlig aus und macht am Ende sogar weniger Arbeit.
    Wichtig ist der obere Ablauf im Siebbehälter. Dadurch entsteht ein Honigsumpf, in dem die feinen Teile kontinuierlich aufschwimmen und damit das Siebgewebe frei und durchgängig halten.
     
    Nach jedem Schleudertag lasse ich das Sieb leer laufen (über den unteren Auslauf) und entferne das zurückgehaltene Wachs mit einem Teigschaber. Dann kann es schon wieder weitergehen.
    Zwischenreinigungen während eines Schleudertages sind niemals erforderlich gewesen.
     
    Etwas schwieriger wird es, wenn Melezitose-Anteile im Honig sind. Aber welche Methode geht dann schon gut? Das Doppelsieb erst recht nicht!
    Ich wickele in diesen Fällen ein 60°C-Heizband um den Behälter, das genügt.
    Zum Glück ist Melezitose bei mir selten im Spiel.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Danke Rudi:p_flower01:
     
    so macht der Drohn das auch, nur mit Honigsumpf als Grobfilter.
     
    Der Feinfilter ist dann der Kompressionsstrumpf im Fass, der nach füllen des Fasses rausgezogen wird und ablaufen kann.
    Normale Seidenstrümpfe bekommen Laufmaschen, es müssen die stabilen Strümpfe sein.
     
    Der
    Drohn

  • Hallo Zusammen, hallo Markus,
    Dein Verfahren ist genau so gut. Und in Verbindung mit Deinem Bastelvorschlag aus dem anderen Thema noch preiswerter als das Lunzer Honigsieb.
    Wichtig ist nur das Wirkungsprinzip, nicht der Name des Gerätes.
    Viele Grüße,
    Rudi