Zuckerwasser wird nicht angenommen

  • Hallo zusammen...


    Vor zwei Wochen hatte ich einem Ableger (abgefegte Flugbienen+neue Königin im Ausfreßkäfig+10Mittelwaben) in eine Leerzarge einen Eimer mit Zuckerwasser und Korken in einer Leerzarge aufgesetzt.


    Das Wetter war ja die vergangene Zeit mehr als bescheiden, sie kamen nicht stark raus... :-/


    Heute mach ich auf und muß feststellen: Es sitzt zwar eine handvoll Bienen im Eimer, aber es ist noch fast alles an Zuckerwasser da.


    Die Gretchenfrage:


    Warum nehmen die kleinen Zicken das Zeug nicht an? ;-)


    Ich las das eben dieses schlechtwerden kann und nach einigen Tagen aufgebraucht sein sollte - wann merk ich das der Zucker schlecht ist?



    lg
    Winni

    Momentan 3 Völker auf Langstroth in Selbstbauzargen auf Selbstbaufreiständer
    ...praktisch überzeugter Selbstbauer... ;-)


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  • Hi Winni,


    Zuckerwasser trinken wenn Nektar da ist???? NEEEE!
    Die Mädels haben auch ihren Stolz.
    Hau Futterteig auf die Oberträger!!! Puderzucker mit Honig dickpampig und rein damit, immer ne Hand voll jeden 2. Tag. Das geht in die Brut, Zuckerwasser in den Honig. Nach ner Woche müßte das Nest wachsen.


    Zuckerwasser wird schlecht??? Es blubbert, wenn´s zu dünne war.


    Ich selber Lanstroth, auch 2 Eigenbau.


    Gruß Knäcke


  •  
    Ableger füttere ich nie mit einem Eimer! Ein halber oder ein Liter Glas mit Zuckerwasser 1:1 reicht völlig aus zur Reizung, ausserdem werden ohnhin 1 - 2 Futterwaben bei der Erstellung des Ablegers verwendet. Besser ist noch ein halber Packen Apifonda, aber auch kostspieliger!
    Zuckerwasser ist nach 3 Tagen zu entsorgen.

  • Hallo Knäcke + Franz :-)


    Das mit dem Futterteig selbermachen ist ne gute Idee, werd ich machen.
    Fertiges Zeugs kriegt man hier praktisch nicht am Rande der Scheibe; gibts da nicht was in Passau, Xaver?
    War in der BayWa dort, die hatten aber nur Nektapoll...:-/


    Futterwaben konnte ich keine benutzen, da ich heuer erst angefangen habe und noch dünn bestückt bin - die beiden anderen Völker haben ein anderes Wabenmaß, erst im kommenden Jahr wirds dann einfacher hoff ich. :-)


    Danke für eure Hilfe
    Winni :-)

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  • Hallo Winni,


    ich habe bei meinen Ablegern in die Deckel von den Kisten mit dem Lochschneider
    so 5 cm grosse Löcher reingeschnitten, eine Abdeckplatte dran, kann ich dann
    immer auf oder zu machen.
    Dann hab ich die gossen Gurkengläser aufgehoben, in die Deckel mit einem
    dünnen Nagel etwa 20 Löcher reingemacht, geht genau 1 L Wasser und ein Kg
    Zucker rein.
    Ich nehme warmes Wasser, lösst sich der Zucker besser und wird schneller
    abgenommen,
    Das dreh ich dann um und stelle es genau auf das Loch im Decker, stülpe
    dann noch einen Wassereimer drüber und einen Stein drauf.
    Ist im Schnitt in 2 - 3 Tagen leer.

  • Grüß dich Winfried... ;-)


    Ein seltsames Gefühl wenn man sich selber schreibt...ggg ;-))


    Danke für den Tipp - werd gleich nach einem geeignetem Glas Ausschau halten.
    Ich hab mich bisher immer davor gescheut die Deckel wieder aufzuschneiden, aber je öfter man es liest, desto vernünftiger hört es sich an...


    Viele Grüße
    Winfried (Winni) :-)

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  • Ich habe noch einen Zusatztip :
    Fliegengitter auf die Löcher tackern (oder einfach drauflegen - die Bienen kleben die mit Propolis fest).
    So kann man völlig ohne Bienenkontakt füttern !
    Die Bienen und der Imker dankts :D
    Anstatt Eimer drauf, kann man natürlich auch eine Leerzarge daraufsetzen - dann kann man die Deckel auch aus Wasserempfindlichen Stoffen machen.
    (Ich habe, da der Baumarkt ausverkauft war, auf ein paar Völkern Pappkartons zweckentfremdet - für eine Woche kein Problem)

  • Hallo qwerty


    Fliegengitter ist nicht schlecht, aber drauftackern?
    Ich muss die ja dann wenn ich fertig bin wieder abreissen, weil die Deckel
    ja anschliesend drauf bleiben.
    Den Block den ich ausgeschnitten habe, befestige ich auf eine Platte die
    etwas grösser ist und setze die anschliesend wieder ein.
    Wenn ich die Gläser wechseln möchte, nehm ich nur den Wasserzerstäuber
    mit, stelle ihn auf etwas kräftigeren Strahl ein, kippe das Glas etwas an
    und sprühe zwei drei Spritzer Wasser rein.
    Die Bienen in dem Loch werden nass und ziehen sich etwas zurück.
    Ich wechsel dann schnell das Glas und keine Biene fliegt auf.

  • Hallo zusammen,
     
    ein paar Anmerkungen zu dem bereits geschriebenen:
     
    Ich habe zu jeder Beuten einen Zwischenboden, der für verschiedene Zwecke dient. Gefertigt ist er aus Wasserfestem Sperrholz, 12 mm dick und Außenmaße wie meine Magazine. In der Mitte ist ein Loch, mit einem kleinen Falz, wo die Bienflucht reinpasst. Die Bienenflucht ist lose in den Falz gelegt, oben und unten bündig im Boden und funktioniert auf diese Weise bestens.
     
    Der Zwischenboden dient ohne Bienflucht als Futterdeckel: Futtereimer mit Haarsieb draufgesetzt, Leerzarge und Deckel drauf, fertig ist die Futtereinrichtung. Außerdem kann ich auf dem Zwischenboden auch mit Futterteig füttern, oder andere kleiner Fütterer draufstellen.
     
    Wenn man dem Zuckerwasser 1:1 1 bis 2 EL Honig zugibt, schmeckt es den Bienen besser. Statt Honig, nehm ich, wenns gerade verfügbar ist, auch Honigwasser vom ausgewaschenen Deckelwachs. Wenn ich so eine Reizfütterung aufsetze, lasse ich durch das Loch ein paar Tropfen Futter auf die Rähmchen tropfen; die Bienen sind dann sofort zur Stelle und leeren das Futtergeschirr ratzfatz...:Biene:
     
    Herzliche Grüße, Emil

  • Hallo Winni,
    deine Bienen haben bei dem jetzigen Wetter zuviel Platz. Bauen und Futter aufnehmen und Brut warm halten wird vielleicht zu viel. Der Tipp mit dem Futterteig ist gut der verdirbt nicht, Zuckerlösung möglichst 2 Teile Zucker zu
    3 Teilen Wasser.
    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo zusammen...


    Danke für die restlichen Antworten :-)


    Ich hab den Rat vom Drohn befolgt und das Zuckerwasser rausgeschmissen - heute hab ich mir einen 15kg Packen Apifonda besorgt, damit gehts hoffentlich besser...Wasser haben die Damen ja momentan mehr als genug hier... :-/


    Futterteig selbermachen kann ich noch nicht, da ich noch keinen eigenen Honig habe - aber das kann ich abwarten... ;-)


    Auf alle Fälle werde ich meine Deckel noch umbauen, damit ich fürs Flüssigfuttern besser gewappnet bin.


    Den Futtertrog nach Liebig hab ich favorisiert weil es sich so einfach las - aber es sind trotz Korken ein Haufen ersoffenen Bienen drin, sowas ist Mist, diese Option werd ich abhaken...


    Nochmals danke und Grüße
    Winni :-)

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  • Hallo Bienenfreunde,
    ich habe ebenfalls einen Ableger den ich wohl bis zum Winter füttern muss.
    Zur Zeit habe ich einen halben Karton Ambrosia Futterteig auf dem Absperrgitter und eine 2/3 Flachzarge obendrauf.
    Da der Hohlraum von den Bienen ja auch mitgeheizt werden muss, wollte ich wissen ob es nicht besser ist den Teig in eine Futterzarge zu legen?
    Außerdem möchte ich zum Ende sowieso Sirup füttern, aber zur Zeit sind noch nicht alle Mittelwände ausgebaut.

  • Hallo Ingola,


    bei einem Volk hab ich den Futterteig in einem leeren Rähmchen mithilfe eines Gummis fixiert und anstelle eines Mittelwandrähmchens gesteckt - kann man ja wenn sie soweit sind mit bauen wieder austauschen.


    Bei den anderen Kolleginnen hab ich es so gemacht wie du, aber das Futter unter die sich dann ausbauchende Folie auf die Oberträger der Rähmchen gelegt - die Folie dient als Kältesperre und oben auf der Leerzarge ist ja eh schon wieder der isolierte Deckel.


    Außerdem wirds Ende der Woche eh ziemlich heiß werden, laut Wettervorhersage... :-)


    Grüße
    Winni

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