Abfüllkübel - was macht Sinn ?

  • Hallo zusammen.


    Wir haben unseren ersten Honig in den Eimern und müssen uns langsam Gedanken zum Abfüllen machen. Wir planen für die nächsten Jahre mit 4-5 Völkern und wollen den Honig dann auch vernünftig abfüllen, mit der Kelle macht das ja irgendwie keinen Spass ;-)


    Was hat sich hier für den eher kleinen Rahmen bewährt? Hab jetzt als Referenz nur die Holtermann Abfüllkübel, mit Kunststoffquetschhahn zum Beispiel. Oder lohnt es sich die paar Euro draufzulegen und einen aus Metall zu kaufen?


    danke schonmal für Eure Erfahrungen
    gruss
    Thomas

  • Oder lohnt es sich die paar Euro draufzulegen und einen aus Metall zu kaufen?Thomas



    JA !
     
    Viele Grüße aus dem dunklen Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Du kaufst Dir einfach einen Kunststoffhobock und schraubst dort einen Kunstoffquetschhahn rein. Fertig ist der Lack.

  • 3 Imker - 4 Meinungen :D


    Spass beiseite, wenn ich Geld sparen kann mach ich das gern. Kann ich in den Kunstoffbehältern den Honig dann auch über den Winter lagern wenn was über bleibt oder gibts da Probleme?


  •  
    Meine Kunststoffabfüllkübel waren nach ein paar Jahren neben dem Quetschhahn ausgerissen.
    Kauf dir welche aus Metall, die halten ein Imkerleben lang!

  • ...nach ein paar Jahren!


    Die 4,50 Euro haben dann aber ihre Schuldigkeit getan!
    Für den Anfang (die ersten Jahre) reicht eben doch der 40l-Eimer mit 10 Euro Quetschhahn. Und wenn es später mit dem Honigabsatz läuft, kaufe ich mir auch was aus Metall.

  • Abgerissener Quetschhahn während der Abfüller voll ist => 10-50kg Honig vernichtet => 50-250 EUR futsch => da ist schnell die Differenz zu einem soliden Metalleimer drinnen... Nebenbei ist Metall doch leichter sauber zu machen auf Dauer...

    Wer Linksschreibfehler findet, darf sie behalten...

  • ...nach ein paar Jahren!
    Die 4,50 Euro haben dann aber ihre Schuldigkeit getan!


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    gerade als Imker (Umweltschützer) sollte man vermeidbare Müllmengen auch nicht entstehen lassen. Edelstahl ist nicht nur langlebiger, besser zu reinigen und sicherer , sondern letztendlich auch wesentlich besser wieder zu verkaufen.
    Ich rede jetzt gar nicht mal von der Freude, mit hochwertigen Werkzeugen zu arbeiten. Das muß jeder selbst für sich endecken :wink:
     
    Viele Grüße aus dem sonnigen (wurde langsam auch mal Zeit !) Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Morgen Tombee,


    da würd ich mal nicht auf den letzten Euro schaun.


    Kauf Dir gleich einen 50 kg Edelstahl Abfüller, der ist unwesentlich teurer
    als ein 25 kg oder 30 kg.


    Denk dran vielleicht schaffst Dir mal ein Melitherm an, das dann drauf passt.
    Du kannst auch Honig drin lagern und mit Heizschlangen wiederverflüssigen.


    Also wenns Dir in den nächsten Jahren ernst ist mit der Bienenzucht, kauf Dir was Gescheites. Man kann woanders viel Schnickschnack einsparen.
    Einen gescheiten Abfüller möcht ich nicht missen.


    Gruß Simmerl

  • Also wenns Dir in den nächsten Jahren ernst ist mit der Bienenzucht, kauf Dir was Gescheites. Man kann woanders viel Schnickschnack einsparen.
    Einen gescheiten Abfüller möcht ich nicht missen.
     
    Gruß Simmerl


     
    Genau so ist es Simmerl, ausserdem ist die Imkerei ein Hobby, dass der Natur dienlich ist und deshalb sollte der sorgsame Umgang mit den Rohstoffen auch eine Rolle spielen. Deshalb habe ich meine gemachten Erfahrungen weitergegeben!

  • Hallo Thomas,
    ich hab' z.B. auch gute Erfahrungen mit großen, alten, landwirtschaftlichen Alu-Milchkannen (50 Ltr.) gemacht.
    Die haben z.T. einen strammen Spannverschluss und eine Gummidichtung, sind absolut luftdicht.
    Im eBay findet man ab und zu ganz günstige - oder beim Bauern nachfragen.
    Einen Quetschverschluss aus Metall montieren und schon hast Du auch was für's Leben.
    Gruß
    Günter

  • Moin,


    also ich lebe bereits seit einiger Zeit (17 Jahre) ganz gut mit einem Kunstoffhobbock mit Kunststoffabfüllhahn. Honig lagere ich in 14-kg-Eimern flach, damit ich sie im normalen Backofen auftauen kann. Dort paßt ein großes Abfüllgefäß nämlich nicht rein, wo auch schon das Problem liegt. Wer einmal verreckte Frühtracht aus dem Abfüller gestemmt hat, weiß wie schwer Vergessen bestraft wird. Als Großimker stellt man da einfach den Abfüller in den Auftauschrank - als Kleinimker hat man den Zonk.


    Wichtig, was sag ich, essentiell :u_idea_bulb02: ist es, beim Einbau der Quetschhähne auf die völlige Spannungsfreiheit der Hobbocks zu achten. Das geht auch problemlos, wenn man den Hobbock insgesamt mit der Heißluftpistole so weit erwärmt, bis er fast formbar wird. Man schneidet im kalten Zustand das glattrandige Loch für den Hahn mit einem einklingigen Kunststofflochschneider oder einer sehr scharfen Lochkreissäge ein. Beim Lochschneider ist dann die Öffnung bereits perfekt und schartenfrei bei der Lochkreissäge muß sie sauber gratfrei ausgeschliffen werden. Dann dreht man den Hobock um wie eine Glocke und gibt Warmluft von unten und dann montiert man dabei ganz langsam den Hahn. Dabei wird die Zylinderwand um den Hahnflansch ein wenig verformt und wenn die Verformung dauerhaft bleibt, dann ist auch die Verspannung wech. Und genau diese Verspannung führt zum Ausbeulen der Böden und schließlich zum Reißen der Hobocks am und über dem Hahn und am Übergang in den Boden. Unverspannte Gefäßte bleiben dauerhaft formstabil und ansehnlich.


    Für mich ist die Verwendung des Hobbocks als Abfüller auch Müllvermeidung. Den hatte ich nämlich. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


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    Was hat sich hier für den eher kleinen Rahmen bewährt? Hab jetzt als Referenz nur die Holtermann Abfüllkübel, mit Kunststoffquetschhahn zum Beispiel. Oder lohnt es sich die paar Euro draufzulegen und einen aus Metall zu kaufen?


     
    Kaufe einen 50kg Abfüllkübel aus Edelstahl, inlusive Quetschhahn aus Metall.
     
    Die Hobbocks mit Plastikquetschhahn halten nicht besonders lange und werden auch im Laufe der Zeit unansehnlich (zerkratzen der Oberfläche).
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)