Deckelwachs

  • Hallo @ alle,


    ich habe z. Zt. wieder einen Eimer voll Deckelwachs.
    Wie geht man nun zweckmäßigerweise mit diesem klebrigen Wachs um?
    Wird noch der enthaltene Honig genutzt?
    Das Ziel soll ein eingeschmolzener Wachsblock sein.
    Sonnenwachs -oder Dampfwachsschmelzer bieten sich dafür an.
    Wer kann eine Empfehlung geben?

  • Hallo Drohne,
    in einem Jahr habe ich Deckelwachs als dünne, lockere Schicht in Futterzargen gegeben. Der Honig wurde dann weitgehend ausgeleckt. Das war aber sehr aufwändig, und ich habe es deshalb nicht wiederholt. In diesem Jahr werde ich das Deckelwachs in lauwarmem Wasser 'auswaschen'. Das Waschwasser (Honigwasser) werde ich entweder verfüttern oder, angereichert mit Honig, zu Met weiterverarbeiten.
    Kleinere Mengen Deckelwachs habe ich auch schon 'mal als Kauwachs abgegeben. Der Markt dafür ist aber nach meiner Erfahrung sehr begrenzt.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hallo,


    fürs Deckelwachs gibt es so Gittertaschen, die man in die Schleuder hängen kann, zum Abschleudern des Honigs. Das abgeschleuderte Wachs kannst Du dann direkt entweder im Sonnenwachs oder Dampfwachsschmelzer verwerten. Wenn sich doch noch etwas Honig im Wachs befindet, sammelt sich das dann unter dem flüssigen Wachs in der Form.


    Von da kann es nach dem Abkühlen dann mit Wasser abgewaschen werden. Das Honigwasser sollte aber sofort verfüttert werden. Es gärt sonst sofort an. Wenn man es nicht gleich verwerten kann, ist es besser im Ausguss entsorgt. Ich verwende es in einem kleinen Futtergefäß mit 1 l Honigwasser, 1kg Zucker verrührt, auf zwei Völker verteilt. sozusagen "für den kleinen Hunger zwischendurch" ;)


    Eine weitere Möglichkeit ist, ganz dünnes Honigwasser in der Bienentränke zu verwenden, sofern man eine solche unterhält. Aber auch dort gilt: es gärt sofort (betrunkene Bienen sind leicht agressiv) :Biene: :p


    Herzliche Grüße vom Emil


    dessen Bienen absolut abstinent sind :daumen:

    • Offizieller Beitrag

    Moin Moin aus Hamburg,
    das Wachs in eine Rumtopfbehälter einfüllen und mit 2- 3 Flaschen 38% igem Doppelkorn auffüllen. 2-3 Monate ziehen lassen.

    Dann ist das Wachs sauber. Die" Reste" im Rumtopf werden dann in kleinen Mengen umweltfreundlich über die biologische Klärstufe entsorgt:cool:

    So macht Umweltschutz Spaß.

    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin,


    Deckelwachs im Eimer mit Wasser auffüllen, bis das Wachs gerade bedeckt ist. Ca. 6h warm stellen, z.B. in die Sonne. Dann die entstandene Pampe in die Futterzarge, aber mit normalem Aufstiegsgitter. Paar Tage später ist das Wachs trocken gesaugt bzw. gelaufen und kann in den Schmelzer.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    danke für die interessanten Empfehlungen.
    Aber die von Knäcke empfohlene Methode,Deckelwachs ausfressen lassen, werde ich auf gar keinen Fall beherzigen. Drohnenwaben in die Büsche hängen ist schon schlimm, aber Deckelwachs ausfressen lassen ist viel viel schlimmer. Die Faulbrut lässt grüßen.

  • Moin drohne,


    bin ich im falschen Film oder was? :confused:


    Warum sollte man Deckelwachs denn nicht ausfressen lassen? Manche gibt ja sogar honigfeuchte Waben wieder in die Völker zurück. Das wär dann ja noch viel viel schlimmererer.:confused:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Drohne,


    ein besseres (und billigeres) und wirksameres Futter -egal zu welchem Zweck- gibt's nicht.
    Vom Nachbarn würde ich es mir allerdings nicht holen.:daumen:


    Also, solange es vom eigenen Stand ist ...
    siehe oben


    mit freundlichen Grüßen aus dem verregneten Sachsen


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Schließe mich da den Vorrednern an! Deckelwachs in der Futterzarge ausfressen lassen ist weit besser als das Gären des des ausgewaschenen Honigwassers in Kauf zu nehmen. :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Moin,


    allerdings werde ich das Deckelwachs nicht mehr lose von den Bienen belaufen lassen, weil die da nämlich nicht mehr runter gehen, solange das noch duftet und man die nich abschlagen kann, weil dann ja das Wachs durch die Gegend geht. Außerdem bauen die gerne Flachwaben und dann muß man die Zarge auskratzen.


    Wie geschrieben: ich lasse die Bienen nicht direkt ans Wachs. Ich gebe denen Wachs-Wasser-Mischung und die gammelt auch nicht wenn sie bis zum nächsten WE in der Futterzarge verbleibt. Das gilt natürlich nur, wenn die Flüssigkeit innerhalb von ca. 36h weggezuhdschd ist. Zurück bleibt dann fast trockenes Wachs und die Flocken, die durch die Gitter kommen werden sogar verbaut. Zumindest teilweise.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder