Holzfutterzargen-womit bekommt man sie dicht ?

  • Hallo !


    Möchte mir ein paar Futterzargen aus Holz bauen. Womit muß ich den Futtertrog anschließend streichen, damit er bei flüssiger Fütterung dicht ist ? Bezugsquelle ?


    Beste Grüße


    Frank

  • Hallo,
     
    das mit dem Wachs soll auf längere Sicht schwierig sein, weil es mit der Zeit abblättert oder brüchig/porös wird (so sagte mir ein sehr erfahrener Imker, der das vor Jahren versucht hat). Ich mache es trotzdem, erhitze aber vorher das Holz im Backofen bis auf ca. 100 °C. Dann kann das Wachs flüssig ins Holz einziehen und erstarrt nicht vorher auf der Holzoberfläche, ohne einzudringen. Mit dieser Methode blättert bei mir nichts.
     
    Weber streicht seine Futterzargen innen mit 2-Komponenten-Lack. Der ist nach dem Aushärten lebensmittelecht.
     
    Gruß, J.


  • Hallo,


    enweder Holz erhitzen oder aber das Wachs sehr hoch erhitzen ca. 100-130° (da beginnt es zu rauchen). Dann in den Trog kippen. Es brodelt im der Kiste! Wachs zieht ganz ins Holz ein und bleibt nicht nur an der Oberfläche. Nicht aufgenommenes Wachs ablaufen lassen. Nach der Saison sauberlecken lassen um Schimmel zu vermeiden. Jetzt nach zehn Jahren mach' ich das wieder um einfach sicher zu gehen. Die Behandlung geht aber richtig schnell.


    Wenns stinken darf geht auch Bootslack. Muss aber zweimal gestrichen werden, sonst ist er nicht ganz dicht ...

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Nimm eine leere Holzzarge, stelle sie obendrauf, ziehe die Folie ein Stück zurück und stelle in diese Zarge ein Gefäß, das sowieso für Flüssigkeiten gedacht ist, und fertig. Schwimmhilfe nicht vergessen.
     
    Ich habe das mit den Holzfutterzargen auch schon versucht, irgendwann wird's undicht und dann geht die Sauerei (Räuberei) los. Holz arbeitet und du wirst es mit einem vertretbaren konstruktiven Aufwand nie auf Dauer dicht bekommen.
     
    Gruß
    Werner

  • Mit Wachs ausgießem und mit der Heißluftpistole einschmelzen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo die Kollegen,
     
    fragt mal eure Obst- oder Weinbauern nach Fassdichte. Haut super hin!
     
     
     
    Gruß
     
    Xare

    Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt (H. Hesse).

  • Mit Wachs ausgießem und mit der Heißluftpistole einschmelzen.


    Das ist doch ein Arbeitsgang zuviel! Wenn das Wachs so heiss ist, dass sich das Holz von selber vollsaugt kann man sich das Gepuste mit dem Lockenquirl sparen. Und schmelzen musst' das Wachs ja sowieso

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo


    Futterzargen vor der Wachsbehandlung wässern.


    Das geht so


    Heißes Wasser in den Trog
    alles wieder abgießen
    gut trocknen lassen
    ein paar Tage später mit Wachs behandeln.


    Durch das Wässern öffnet man die Poren des Holzes und das Wachs
    kann noch besser einziehen.


    Gruß Uwe

  • Ganz plöt ist die Puste nicht.

    Das ist doch ein Arbeitsgang zuviel!

    Mitti Puste erreicht man eine sehr dünne Schicht auch in den Ecken und das geht auch, wenn man nur wenig Wachs zum Verflüssigen und Reinschütten hat. Aber ich hab' doch sobisoho Styropor.:lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Bienenfreunde!
     
    Ich habe beim Bau meiner Fütterer die Böden (beschichtete Hartfaserplatten) nur mit Leim und Nägel, ohne weitere Abdichtungsmaßnahmen befestigt. Es gab nie Schwierigkeiten. Hartfaserplatten haben den Vorteil, dass sie keine, oder wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Daher gibt es auch betreffend der fremden Hefen, welche Gärung verursachen weniger Probleme.
     
    Aber seit einigen Jahren verwende ich zur Fütterung nur noch eine Leerzarge mit einem Futtereimer (nach Dr. Liebig). Dies hat mehrer Vorteile:
     
    1. Die Leerzarge wird so wie so zur anschließenden Varroabehandlung gebraucht.
     
    2. Die Futtereimer lassenn sich viel besser reinigen, bzw werden von den Bienen gereinigt.
     
    Die Futtereimer werden nach der Saison mit meinem Spezial-Geschirrspüler einmal durchgewaschen und fertig.
     
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=12078&highlight=geschirrsp%FCler
     
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Honigmaul,
    dann möchte ich gerne entgegenhalten:
    Das Ümstülpen auf die Deckelseite ist nicht immer einfach.
    Die Deckel sind trotz Klammern nicht so dicht, wie sie sein könnten.
    Beim Transport im Auto verkleckert gibt Schimpfe.
    Tragen zu den Völkern hin schneidet in die Hände.
    Beim Umstülpen kleckert es bestimmt, auf die Völker und -schlimmer- daneben, was leicht zu Räuberei führt.
    Dann doch lieber Futterkanister oder -zarge.
    Wobei letztere noch einen Vorteil hat:
    Wenn imker mal ausfällt, kann wegen der bienenfreien Bedienung auch mal jemand anderes das Füttern übernehmen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    das Kleckern läßt sich ganz gut verhindern, in dem man den Eimer etwas zusammendrückt. Dadurch wird ein leichter Unterdruck erzeugt, und beim Umdrehen läuft nichts aus (das ist zumindest meine Erfahrung). Futterzargen (die ich z.T. auch benutze) nehmen viel Platz weg, den ich für andere Dinge brauche.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)