Vereinigen - eingeflogene Flugbienen?

  • Hallo,
    Anfängerfrage, da ich noch nie Völker vereinigt habe, es demnächst aber machen will:
     
    Volk A soll bleiben, Volk B ist etwa 100 Meter entfernt und soll mit Volk A vereinigt werden. Absperrgitter und nasse, durchlöcherte Zeitung ist klar. Aber fliegen die Bienen aus B nicht an ihren Standort zurück, wenn die Zeitung "durchgelesen" ist?
     
    Herzlichen Dank und liebe Grüße,
    Hannes

  • Hallo Uwe,
     
    weil beide ziemlich schwach sind, da das meine Völker sind, die geschwärmt sind. Außerdem habe ich ohnehin vor, ein wenig abzuspecken, sonst wachsen mir die Bienis langsam über die Ohren. Zumindest sollten es nicht mehr werden. Also möchte ich schwächere Völker im Herbst vereinigen.
     
    Es sind noch andere Völker in der Nähe.
     
    Liebe Grüße,
    Hannes

  • Hallo Hannes,



    ja, alle Flugbienen aus B fliegen zurück. Deshalb Völker immer paarweise aufstellen. Zurückfliegende Bienen betteln sich im Nachbarvolk ein. Hat das Volk B ein Nachbarvolk?

  • Hallo


    versuche es wie hier beschrieben mit umsetzen im Flugkreis
    und stelle die beide erst mal nebeneinander.


    Wenn sie sich eingeflogen haben kannst Du dann vereinigen.


    Ich würde damit aber noch warten und sie erst einmal machen lassen
    dann kannst Du entscheiden welche neue Königin die bessere sein könnte.


    Gruß Uwe

  • Moin,


    Vereinigung über Kunstschwarm:


    Fernes Volk komplett, samt Königin in Schwarmkiste abfegen und als Kunstschwarm versorgen.


    Zarge bzw. bruthaltige Waben des fernen Volkes dem andern untersetzen oder einordnen.


    Nach 3 Tagen Kellerhaft Kunstschwarm entweder am Platz des nahen Volkes auf MW einschlagen und bauen lassen oder in Leerzarge über Absperrgitter und Zeitung einfach obenauf schütten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Herzlichen Dank!
    Ich dachte mir schon, dass sie wohl zurückfliegen werden.
    Die Methode von Henry mittels Kunstschwarm scheint mir geeignet zu sein, da Volk B keinen direkten Nachbarn hat. Das nächste Volk steht rund 10 Meter entfernt.
     
    Liebe Grüße,
    Hannes

  • Hallo,

    Zitat

    Also möchte ich schwächere Völker im Herbst vereinigen.


    Nein, das funzt nicht.
    Zwei schwache vereinigt ergeben kein starkes im Frühjahr.
    Man schlägt schwache ohne die Königin den stärkeren zu, aber nichts anderes.
    Wobei ich kein schwaches Herbstvolk opfere, wenn es irgend möglich ist, weil sich zu oft grade diese Völker im nächsten Frühjahr als Knaller erwiesen haben.
    Wenn sie den Winter nicht überleben, Pech gehabt, aber wenn doch, lohnt es sich meistens.
    Es ist viel zuviel vom Wetter abhängig, grade in diesem Monsunsommer, als daß man alles auf die Königin schieben könnte/sollte.
    Hier bei mir sind die Haupttrachten dieses Jahr entweder vertrocknet oder ersoffen, und wenn jetzt nach der Siebenschläferregel wirklich zwei Monate schlechtes Wetter kommen, dann werde ich füttern müssen, brüten tun sie nämlich gut, mit entsprechender Zehrung bei 15° und Windstärke 8...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,

    Hallo,

    Zitat

    Also möchte ich schwächere Völker im Herbst vereinigen.


    Nein, das funzt nicht.
    Zwei schwache vereinigt ergeben kein starkes im Frühjahr.

    Klar funzt das. Wennde zwei Schwache hast, die nicht aus dem Knick kommen oder vielleicht beraubt worden oder lange weisellos waren dann kriegste die nicht einzeln durch den Winter. Jedenfalls nicht sicher. Oft ist der einzige Grund, daß die sich nicht jetzt schon entwickeln, daß das Bienengemisch nicht stimmt und die Verhältnise Bienen/Brut und Altbienen/Jungbienen gestört sind. Weckt man da Schwarmgefühle und verbessert die Mischung, geht plötzlich die Post ab auch weil die Brutverstärkung ja erstmal ausschließlich Königinnenpflegende Jungbienen bringt. "Herbst" meint hier aber schon einen Zeitraum der noch mindestens anderthalb Monate gute Bienenfliegerei zuläßt und vor dem Einfüttern und Behandeln liegt. Also Mitte/Ende August, spätestens Anfang September hier in Westsachsen.


    Liebig nennt das "Spätsommerpflege". Man könnte es aber auch anders nennen: "Früherbstpflege" zum Beispiel oder ganz kurz und prägnant "Sommer/Herbstübergangseinwinterungsvorbereitsungszusammenlegungsaufräumundsortieraktion" bzw. S/HÜEVZAUSA wie man ja öfter liest. :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin, moin,
    :lol: ist tatsächlich ein Definitionsproblem, Herbst meint für mich unmittelbar vor dem Einfüttern, also Anfang Oktober, und das wäre dann doch *etwas* spät.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,


    nach dem Einfüttern ist bei mir sowieso Winter. :wink: Was das Soll-Gewicht hat, wird in Frieden gelassen. Nach dem Einfüttern passiert vereinigungmäßig nix mehr, das muß vorher passiert sein. Ab Ende Fütterung wäre jeder Eingriff nur noch Nothilfe und es hat kaum Sinn ein schönes verkittetes bequem eingerichtetes Wintervolk zu zerreißen nur um da paar Brutwaben eins Ableger dazwischenzustecken. Untersetzen ginge vielleicht, aber da erfriert die Brut unten wahrscheinlich auch bloß und man hat zwei Honigkappen ...


    Aufgefüttert, abgehakt, Wiedervorlage: Winterbehandlung ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder