Spargelhonig

  • Da ich in der Nähe eines größeren Spargelanbaugebietes meinen Bienstand habe, bin ich auf die Idee gekommen versuchsweise mit ein bis zwei Völkern in den Spargel zu gehen. Ich habe bereits ältere und efahrene Imkerkollegen befragt. Ergebnis: Keiner hatte je etwas von Spargelhonig gehört und der Geschmack war völlig unbekannt.
    Nach den Handbücher über Bienweide ist der Nektarertrag wohl 3, also vergleichbar mit Lavendel und das fliegen meine Bienen richtig darauf.
    Wer kennt Spargelhonig ?

  • **nochmalnachobenschubs**


    Da mich das Thema auch interessiert möchte ich den Ludwig nochmal nach vorn bringen.
    Sind die Sparkelfelder zur Anwanderung interessant oder nehmen die Bienen einen zu großen Schaden, wenn z.B. gegen die Sparelfliege gespritzt wird. Ich vermute dass die chemische Belastung der Pflanze nicht zu knapp ist.


    Gruesse
    seb

  • hallo,
    also: Spargel würde ungestochen im Mai blühen, was auch auf alle Junganpflanzungen zutrifft.
    Zu dieser Zeit werden die Junganpflanzungen massiv gespritzt, aber das ist noch nicht weiter schlimm, weil im Mai genügend andere Trachtquellen zur Verfügung stehen.
    Der gestochene Spargel blüht im August, da sind die Schädlinge aber zu 70% bereits nicht mehr fortpflanzungsfähig, ergo wird da ziemlich wenig gespritzt.
    Ich weiß nur, daß davon viel Pollen reinkommt, Schäden bislang keine, und Honig gibt es auch nicht, weil der August hier immer sehr trocken ist.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Auf www.imkerblog.de ist heute ein neuer Eintrag hinzugekommen. Dort wurde vor 5 Wochen in ein Spargelfeld gewandert. Die Honigräume platzen nicht gerade vor Honig, aber lest Euch den Artikel doch bitte selber durch.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hi, Christian,
    wenn er vor 5 Wochen dahingewandert ist, handelt es sich um eine Jungpflanzung, bis 24.6. wurde doch noch gestochen....
    Von daher würde ich nicht gleich auf "lohnt nicht" gehen, der später blühende ist auf jeden Fall hochinteressant wegen des Pollens, nach Honig habe ich hier noch nicht geguckt, weil ich noch nie direkt am Acker stand.:wink:

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  • Hi, Christian,
    wenn er vor 5 Wochen dahingewandert ist, handelt es sich um eine Jungpflanzung, bis 24.6. wurde doch noch gestochen....
    Von daher würde ich nicht gleich auf "lohnt nicht" gehen, der später blühende ist auf jeden Fall hochinteressant wegen des Pollens, nach Honig habe ich hier noch nicht geguckt, weil ich noch nie direkt am Acker stand.:wink:


    Jap, hast recht. In dem Blog, den er vor 5 Wochen gepostet hatte meinte er auch, dass es Jungpflanzen seien und da der Bauer Biobauer sei, bräuchte er auch keine Angst vor Pestizide haben.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"


  • Der gestochene Spargel blüht im August, da sind die Schädlinge aber zu 70% bereits nicht mehr fortpflanzungsfähig, ergo wird da ziemlich wenig gespritzt.


    Hab' heute mit einem großen Spargelanbauer gesprochen. Die spritzen regelmäßig Fungizide UND Insektizide, und das bis in den November:evil:
    gruesse
    seb

  • Hallo!
    Bei Spargel gibt es ja weibliche und männliche Pflanzen. Spargel wird sowohl bei Pollen und bei Nektar als sehr gut angegeben. Wäre eigentlich ganz intressant zu wissen, ob die Bauern vor allem männliche oder weibliche Pflanzen anbauen oder ob sie darauf überhaupt nicht achten.
    Wenn der Imker auf Pollen im Spätsommer aus ist , dann wäre ja ein Feld mit vorwiegend weiblichen Spargelpflanzen nicht so intressant. Könnte da jemand hier mit einem Spargelanbauer sprechen?


    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

  • :-D Hallo, Hans,
    genau das hab ich vor en paar Tagen getan, wenn auch unabsichtlich.
    Außer bei Züchtern ist 100% des Spargels ausschließlich männlich, weil weibliche Pflanzen viel zuviel Energie in Samenansätzen verballern würden, statt gefälligst die Reserven fürs nächste Jahr anzulegen.
    Pollen zu produzieren schlaucht die Pflanzen nicht so stark, von daher ist es also höchstens eine Pollentracht.
    Und er hat recht, die Beeren hab ich bislang höchstens mal in Privatgärten gesehen, aber seltenst auf einem Acker im Herbst.:wink:

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