Vermarktung - oder: Besseren Honig statt Gejammer über Honigpreise!

  • :lol: Moin, Peter,
    sorry, da würde ich mich nicht auf Zeitungen verlassen, sondern ausschließlich auf Auskunft vom Finanzamt, und das war die Aussage meines Steuerprüfers.:Biene:


    edit: du darfst reinschreiben: enthält 9% MwSt, aber nicht den Einzelbetrag.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,


    ihr müsst unterscheiden zwischen MwSt und Umsatzsteuer. Die 10,7% sind USt und ab einem Rechnungsbetrag von 100EUR muss diese auf der Rechnung ausgewiesen werden.
    Da ich bis zu einer bestimmten Völkerzahl Hobbyimker bin (ca 30 Völker, ist etwas Auslegungssache des Finanzamtes), muss ich die USt ausweisen, muss diese aber nicht abführen. Dies ist keine Steuerhinterziehung, wurde von meinem Steuerberater bestätigt und bei dem besagten Artikel im "Deutschen Bienenjounal" auch genauso von einem Steuerberater beschrieben.


    Und ich glaube nicht, das sich die beiden Steuerberater abgesprochen haben, um kollektiv zu betrügen...


    Betreibe ich dies aber nicht mehr als Hobby, oder kaufe mehr als einen bestimmten Prozentsatz meiner Waren zu (ich meine 30%), dann muss ich die USt abführen.


    Viele Grüße,
    Helge

  • Zitat

    Imkerei zählt nämlich zu den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, und dort wird die Umsatzsteuer von anfallenden Umsätzen nach Durchschnittssätzen berechnet – es sei denn, der Unternehmer verzichtet darauf.


    Das ist die Version mit dem "optieren", d.h., keine Buchführungspflicht, kein Vorsteuerabzug und keine Entrichtung von MwSt.
    Das setzt aber voraus, daß die Imkerei auch beim FA angemeldet ist, als landwirtschaftlicher Nebenerwerb.
    Da das aber wohl kein Hobbyist mit ein paar Völkern tun wird, sollte man sich dringend davor hüten, die MwSt explizit auszuweisen, sondern nur eben die Formel: "enthält x% MwSt" benutzen, an dieser Stelle ist der Artikel falsch.
    Wer MwSt als Betrag ausweist, verzichtet damit auf das Optieren! Böse Falle!
    Da gibt es bei einer Steuerprüfung richtig Freude....


    Außerdem gehört in eine Rechnung nicht nur das Rechnungsdatum, sondern auch explizit das Lieferdatum (ich durfte Rechnungen ändern lassen, die zwei Jahre alt waren, weil das Lieferdatum fehlte und mir diese Beträge deshalb aus der zu erstattenden Vorsteuer gestrichen wurden...:evil: war eine schöne Rennerei.....)


    Der normale deutsche Steuerberater ist nicht unbedingt der Fuchs, was diese landwirtschaftlichen Gegebenheiten angeht, mein Steuermensch mußte sich da auch erst einarbeiten.

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  • Hallo,

    ich habe gerade gelesen, dass „Ladner“ normalerweise 100% bis 150% Aufschlag erheben (Autor Drohn). Vorher hat Vorgebirge geschrieben, dass der EDEKA-Markt 0,99 EUR pro Glas verdient. Mit dem Hinweis, für Lebensmittel sind solche Margen allerdings vergleichsweise groß. Wer hat denn nun den richtigen Einblick? Meine persönlichen Erfahrungen liegen nahe bei Vorgebirge. Also weit unter 100%, bei ca.25 – 30 %. Vielleicht ist das regional sehr stark unterschiedlich?

    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Seb,
    nein, meine Etiketten haben keine EAN Codes.


    Hallo Sabi(e)ne und ihr anderen: Der Betreiber des EDEKA-Supermarktes hat um die Rechnungen gebeten. Ich habe mich an den Erläuterungen in 'Die Biene' orientiert (wurden ja hier bereits zitiert). Ich werde mich aber noch einmal kundig machen bei meiner Steuerberaterin.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Tag zusammen,

    ich muss hier eben noch einmal nachfragen. Bezüglich der Rechnung hab ich soweit alles verstanden.
    Wie sieht es aber mit der Umsatzsteuernummer aus.

    Mein Fall ist folgender:
    Ich betreibe die Imkerei in der Freizeit, bin jetzt auf einen Bäcker gestoßen der meinen Honig in seinen Geschäften verkaufen möchte, dieser will allerdings eine Rechnung mit Umsatzsteuernr. von mir haben.

    Nun meine Frage wie trete ich dem Finanzamt gegenüber, um eine Steuernummer zubekommen, ohne das ich dann Steuer abführen muss?

    Danke.

    Der Richard

    Der Richard


    Wenn Du wirklich an Dich glaubst, bekommst Du alles, was Du brauchst!

  • Hallo, Richard,
    du nimmst deine ganz normale Steuernummer von der Lohn/Einkommensteuererklärung, das reicht. Eine Umsatzsteuernummer bekommst du normalerweise nur, wenn du gewerblich wirst.
    Und du mußt auch nichts abführen, solange du keine Vorsteuer ziehst oder über 17.500€ Umsatz mit den Bienen machst.
    Du mußt dann allerdings eine Einnahme-Ausgabe-Aufstellung zur Steuererklärung beifügen, wo du dann trotz Honigeinnahmen Verluste hast.:cool::wink:
    Gewinne wären natürlich anzugeben und voll zu versteuern.

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    Bruce Springsteen

  • He Sab(e)ine,

    danke für die flotte Antwort!

    Ich habe bisher keine Steuererklärung gemacht.
    Aus deinem Beitrag entnehme ich das es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder ein Gewerbe anmelden oder aber eine private Steuererklärung einreichen mit der ich eine Steuernr. bekomm. Richtig?

    Der Richard


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  • Yepp, aber Gewerbe anmelden würde ich bleiben lassen, als Imker bist du von vorneherein Landwirt und hast dann doch einige Vorteile.
    Ruf doch einfach beim Finanzamt an und laß dir eine Steuernummer zuteilen, ist auch kein Problem.

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