Unbegattete Königin "parken"

  • begattet oder unbegattet?

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • :eek:He Markus,


    das deckt sich mit meiner ungenauen Zufallsbeobachtung dieses Jahr !


    Ich hatte in der Mitte der Woche ca. 20 gerade schlüpfende Zellen in Schlupfkäfigen zur Versorgung in ein Volk, diesjähriger aus 5 BW gebildeten Ableger mit legender Kö aus NZ, gehängt, dann 1 Woche Urlaub gemacht und den nochmal ne Woche verlängert:roll:. Danach dann wieder zur Mitte der Woche Ableger gebildet mit NZ, gerade schlüpfenden Zuchtzellen und diesen ca. 3 Wochen alten Jungfern (machte mir bei diesen allerdings nicht mehr viel Hoffnung).
    Was soll ich sagen, diese Ableger sind die besten geworden ! Vielleicht sind diese Kös langfristig dann nicht so toll ?
    Ich vermute mal, dass diese gut gefütterten Jungfern einfach den Zeitvorsprung hatten, sofort ausfliegen konnten und schnell ein Brutnest aufbauen konnten.


    Vielleicht macht es sogar Sinn immer oder zumindest für späte Ableger so vorzugehen, da die Kös gemästet und mit Vermehrungsdruck:cool: fix nen Volk aufbauen...
    Achso, ich arbeite ohne Begattungskisten (ist mir einfach zu zeit- und materialaufwändig), sollte ich dazu sagen, sondern direkt Zelle/Kö in Ableger.


    :p_flower01: & :liebe002: Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo molle.
    Gute imkerliche Praxis ist das aber nicht.
    Das müsste nicht sein, oder?

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo,


    ich würde niemals eine Kö 2 Wochen unbegattet halten. Bruder Adam geht sogar so weit, das er behauptet, das ein Unterschied zwischen im Käfig geschlüpften und sofort ins Volk geschlüpften Kö bestünde.


    Ob das so ist kann ich nicht sagen, auf jeden Fall würde ich persönlich keine Minute Arbeit in die Erstellung eines Volkes investieren, das eine Kö bekommt, die schon 2 Wochen "geparkt" war.


    Selbst Versand soll nicht förderlich sein. :confused:

  • Hallo,


    ich würde niemals eine Kö 2 Wochen unbegattet halten. Bruder Adam geht sogar so weit, das er behauptet, das ein Unterschied zwischen im Käfig geschlüpften und sofort ins Volk geschlüpften Kö bestünde.
    ...
    Selbst Versand soll nicht förderlich sein. :confused:


    Hi Günther!


    Ja, das sehe ich genauso. Wenn Das die Natur so macht wie heuer, dass die Königinnen wegen des schlechten Wetters nicht zur Begattung ausfliegen können, dann soll mir das Recht sein.
    In der Literatur findet man dazu auch immer weider Hinweise drauf, dass diese Königinnen nicht so gut sein sollen.
    Auch liest man, dass man von alten Königinnen nicht mehr nachziehen soll, weil die Nachkommenschaft dann schlechter wäre.
    Ich weiß es nicht, ob das so ist?


    Bisher konnte ich keinen Unterschied feststellen. Ob versendet oder spät begattet. Vielleicht fehlt mir dazu auch die ausreichende Grundgesamtheit von mindestens 300 Völkern und noch mehr Kleineinheiten, wie dies Bruder Adam hatte.


    Vielleicht sollte man die Sache so angehen:


    Wenn es nicht sein muss, versende ich keine Königinnen.
    Wenn es nicht sein muss, dann sperre ich unbegattete Königinnen nicht so lange ein.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)


  • Gute imkerliche Praxis ist das aber nicht.

    Wie sieht gute imkerliche Praxis beim belassen von gekäfigten, unbegatteten Königinnen denn aus ?



    Das müsste nicht sein, oder?

    Falls Du das ca. 3wöchige Belassen im Käfig meinst, stimme ich Dir zu, dass hätte nicht sein müssen und wird so normal auch nicht von mir gemacht, wie schon oben geschrieben ein Gedächtnisloch.
    Ich weiß, wir sind in Deutschland, im Vergleich zu anderen Orten auf der Welt, keine fehlertolerante Kultur, andererseits gelangt mensch durch Fehler oder Ausprobieren manchmal zu erstaunlichen Erkenntnissen. Sonst würdest Du jetzt nicht vor einem Rechner sitzen :cool:




    Vielleicht sollte man die Sache so angehen:

    Ist für mich vollkommen ok, wenn Du es so machst :daumen: Zu den heutigen Carnis und Buckis wäre es so natürlich nicht gekommen...


    schöne Grüße aus Brandenburg
    "Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben, das keine der andern abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden!"

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo,


    zum Thema "gute imkerliche Praxis" und "was muß nicht sein", könnte man überlegen, dass es womöglich einfach darum geht, eine Königin überhaupt so lange zu käfigen. Stopp ist immer, die Frage ist, was und mit welchen Konsequenzen.
    Dann kommt noch hinzu, dass der natürliche Ablauf nun mal zu Stande gekommen ist, vermtulich ist er biologisch sinnvoll, und die Natur sieht eigentlich vor, dass in einem bestimmten Zeitfenster die Jungfern zum Begattungsflug kommen.
    Dann geht`s los: Mache legen sehr schnell und andere brauchen, bis es losgeht.
    Gibt es dazu eigentlich konkrete Erkenntnisse? Zum Thema "Reife" der Jungkönigin?


    Also mach eine zögert herum und legt erst deutlich später, obwohl sie schon begattet ist. Da scheint es ja nicht am gelungenen Hochzeitsflug zu hapern, sondern an anderen Prozessen, die parallel zur Brünftigkeit ablaufen und womöglich da noch hinein spielen.


    Was wir wissen, ist doch, dass die Reihenfolge eben normalerweise die ist: erst Brünftig, dann Begattung, dann Reifezeit kurz oder länger, dann Legestart.
    Die vom Markus und Molle angegebenen 21 Tage scheinen ja ein maximales Herauszögern des Hochzeitsfluges zu bezeichnen, dass dann schnell gelegt wird, erscheint fast schon logisch.


    Eine andere Frage war einmal, schenkt man vermenschlicht der Königin eine Sonderstellung bei den Bienen. Wegen der Frage der langen Käfigung etc.
    Sicherlich einerseits ja aber versuchen wir das außen vor zu lassen: Eine Königin ist ein Individuum im Volk mit ganz besonderer Bedeutung und spezialisierter Funktion.
    Normalerweise schlüpft sie ins Volk, sie wird dort als "Ovar" des Biens aufgefangen, umsorgt und bewegt sich herum, schwimmt durch ihr Volk, inwieweit sie das frei oder gelenkt tut, das wissen wir wohl kaum.


    In der Gesamtheit dieser Überlegungen und sicher ganz vielen offenen Fragen ist es sehr interessant von solchen gefundenen Zahlen und Ergebnissen zu lesen.
    Ich für meinen Teil würde ungern eine Langkäfigzeit akzeptieren, beim erzwungenen Herausschieben des Hochzeitsfluges wird mir mulmig, und ebenso ist mir die Bremse Versand eigentlich zuwider.


    Grübelgrüße


    Marion


    (die "terminierte Sectio" für ein Unding in der menschlichen Geburthilfe ansieht)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper