Unbegattete Königin "parken"

  • Hallo, ich habe bis morgen unbegattete Königinnen außerhalb ihrer Völker aufzubewahren. Futterteig und Wasser haben sie im Käfig.


    Soll ich denen einige Begleitbienen zuteilen, die sie versorgen, oder sind die 24 Stunden unempfindlich genug, das schadlos ohne zusätzliche Pfleger zu überstehen?


    Gruß
    Ralph
    der sich vorstellen kann, dass diese Aufbewahrung für die Prinzessinnen nicht grad gut ist...

  • Hallo Ralph,


    dein letzter Satz trifft es auf den Punkt.
    Aber dennoch:
    Du kannst unbegattete Königinnen im Lockenwickler/Schlupfkäfig problemlos über 1-2 Tage aufbewahren.
    Gib ihnen 4-5 Begleitbienen mit, etwas Futterteig (kein Honig) dazu und stelle sie in einen dunklen, kühlen Schrank.
    Aber vergiss sie nicht!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Danke Michael,
    leider schüttets grad, da möchte ich nicht die Kisten auf machen und Bienen klauen. Aber wenn´s denn mal nachlässt...
    Ich möchte Begattungsableger erstellen. Zur Verfügung habe ich 3er Böden mit Trennschieden.
    Kann mir jemand Tipps geben, wie ich deie am besten erstelle? Eine Wabe verd. Brut mit Bienen, eine Futterwaabe und? Leerwabe, wie bekannt - aussichtslos!


    Gruß
    Ralph

  • Der Drohn nimmt solche an sein Herz, oder auch Brust, und nimmt die sogar mit ins Bett und gibt ihnen Honig!
    Bis jetzt haben alle überlebt!
    Wer jetzt an Frauen denkt ist falsch gewickelt, der Drohn redet von Bienen(könn)iginen!:wink:
     
    Der
    Drohn

  • das machen meine alten Imker auch heut noch.Die Queen kommt an die Brust und die WZ stehend ebenso.


    Hallo Simon,
     
    wie stellt man sich das präzise vor? Kö im Lockenwickler mit Wabendraht am Nippel befestigt? Oder gibt es einen Spezialkäfig, zum direkt Auftackern auf die Brust? Oder bleibt die gar ungekäfigt freiwillig an Imkers Brust?
     
    Ich glaub, ich muß meinen Imker-BH mit integriertem Kö-Käfig mit Futterdepot patentieren lassen!:p
     
    Ne... im Ernst, wie geht das?
     
    Herzliche Grüße vom See.
    Emil

  • Hiermal eine leichte Abänderung des Inhaltes, aber passend zum Thema:


    Wie lange kann man unbegattete Kös in Völkern parken, bevor sie eingeweiselt werden ?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Nicht lange, es gibt doch ein Zeitfenster, nach dessen Verstreichen keine ausreichende Begattung mehr möglich ist.

  • Moin Josef,


    also, ich verstehe Dich so: Du hast leider keine Erfahrungen zu der Frage.


    Danke trotzdem :p_flower01:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hiermal eine leichte Abänderung des Inhaltes, aber passend zum Thema:


    Wie lange kann man unbegattete Kös in Völkern parken, bevor sie eingeweiselt werden ?


    Hallo Molle!


    Theoretisch so lange bis diese von den Bienen im Pflegevolk um die Ecke gebracht werden?


    Habe ich selbst noch nicht probiert, wie lange man das kann. Eigil Holm schreibt dazu in seinem Buch "Die Veredelung von Bienen" (Ehrenwirth-Verlag, München 1997):


    Seite 21/22:


    "Ausbrüten:
    Nachdem die Königinnen in die Schlupfkäfige gebracht worden sind, kann man folgendermaßen weiter verfahren:


    1. Die Königinnen können im Pflege- oder Ammenvolk verbleiben und in den Schlupfkäfigen schlüpfen... Nach dem Schlüpfen müssen die Königinnen so schnell wie möglich aus dem Volk entfernt werden, da sie häufig von den Arbeiterinnen in die Füße gebissen und verletzt werden. Nur unversehrte Königinnen werden angenommen.


    2. Brutschrank... Die Königinnen schlüpfen im Brutschrank in die Schlupfkäfige... Da die Königinnen nach dem Schlüpfen sofort Nahrung benötigen, bringt man einen Tropfen Honig von der Größe eines Streichholzkopfes an... er darf jedoch nicht zu groß sein, damit die Königin darin nicht ertrinkt. Wenn die Königinnen ausreichend Nahrung haben, können sie einige Stunden im Brutschrank überleben (nach Poul Erik Sörensen zwischen 12 und 24 Stunden). Nach Hans Roy können die Königinnen nachts, wenn sie ruhen, höchstens 6 Stunden darin verbleiben; während des Tages verkürzt sich diese Zeit sogar. Nach einigen Stunden müssen sämtliche Königinnen zusammen mit je 6 bis 10 Begleitbienen, die sie pflegen, in einen Versandkäfig gebracht werden..."


    Ich habe das mal für mich selbst so gedeutet:


    Königinnen lasse ich wenn es geht immer im Volk schlüpfen.


    Geht das mal nicht, weil die mit Apidea oder Kirchhainer und Minischwarm auf eine Belegstelle kommen, dann mache ich das so, dass ich die Zelle mit Begleitbienen in den Schlupfkäfig gebe (Nicot) und auf dem Boden ist da dann ein Tropfen Honig. Die Königin schlüpft im Brutapparat im Schlupfkäfig und hat gleich eine ordentliche Versorgung durch Begleitbienen.


    Im Brutapparat werden diese Königinnen dann bis zur Erstellung der Begattungseinheit/Minischwarm geparkt. Bei mir sind das in der Regel max. 1 Tag. Zur Not geht das auch länger im Brutapparat, weil wenn du diese unbegattete Königin jetzt verschickst, dann dauert das ja auch noch unter Umständen Tage, bis diese in ein Volk kommt. Die Einweiselung sollte halt bis zur Erreichung der Geschlechtsreife der Königin nach so ca. einer Woche auf jeden Fall vollzogen sein.


    Aber im Volk würde ich da nicht eine unbegrenzte Anzahl an Königinnen zwischenparken. Weder begattet noch unbegattet. Die Qualität der Königinnen leidet doch sehr darunter.


    Und daher: Lieber weniger aber gute Königinnen in Kleinvölkern.
    Das Apidea hat schon seine Berechtigung. Auch das Einwabenkästchen wenn Du willst.


    Immer noch besser als viele Königinnen im Volk parken oder überwintern.
    Ich halte es schlichtweg für problematisch.


    Ein VOLK wird sich in 99,9 % der Fälle für EINE Königin entscheiden.
    Nur zur Umweiselung oder beim Schwarmakt laufen da mehr als eine drin rum in so nem Bien...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)