Ableger füttern mit Zucker

  • Hallo,


    von meinem Imker-Lehrmeister habe ich noch in Erinnerung, dass er Ableger immer direkt mit festem Zucker in der Futtertasche gefüttert hat. Dies hat er mit Wasser "angegossen", damit der Zucker an der Oberfläche etwas feucht ist und die Bienen ihn aufnehmen können.


    Wer hat praktische Erfahrung mit diesem Vorgehen und kann meine Erinnerung auffrischen.


    Gruß


    Hans

  • Moin,


    Trockenzuckerfütterung funktioniert nur, wenn es den Bienen gelingt einen dichten Pelz auf dem Zucker zu bilden. Sind es zu wenig Bienen wird der Zucker in der Tasche an der Oberfläche zu Stein und ignoriert oder wird gar herausgetragen.


    Maischefütterung mit Trockenzucker und Wasser oder Honigwasser wird besser an- und aufgenommen und die Bienen können auch ohne Schwimmhilfe nicht ertrinken. Die Zuckeraufnahme ist immernoch so langsam, daß Räuberei nicht aufkommt, weil Räuberbienen nicht schnell für's eindringen belohnt werden. Dennoch sollte die Futtertasch hinter dem Brutnest hängen.


    Bei Volltracht wird Trockenzucker und auch Zucker/Wasser-Maische sofort verlassen. Nektar ist denen lieber als die harten Zuckerkristalle, die den Zahnschmelz der Bienen angreifen. Und weil die den Zahnarzt nicht mögen ... (ups, jetzt gleite ich


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    )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • hallo hans,
     
    den zucker mit warmen wasser im verhältnis 3:2 auflösen. Ich nehme eine leerzarge die ich oben aufsetze. darin stelle ich auf die oberträger der rähmchen das zuckerwassergemisch. nur kleine gaben geben (1 l), annsonsten werden alle zellen zugegleistert. die königinn hat dann keinen ausreichenden platz mehr zu legen.
     
    gruß,
    stefan

  • hallo hans,
     
    den zucker mit warmen wasser im verhältnis 3:2 auflösen. Ich nehme eine leerzarge die ich oben aufsetze. darin stelle ich auf die oberträger der rähmchen das zuckerwassergemisch. nur kleine gaben geben (1 l), annsonsten werden alle zellen zugegleistert. die königinn hat dann keinen ausreichenden platz mehr zu legen.
     
    gruß,
    stefan


    Hallo Stefan,
    das war mit bekannt (nach 25 Jahren Imkerei).
    Bei der Fütterung mit festem Zucker geht es darum, dass die Ableger einen ständigen Futterstrom haben, da sie den ja nur sehr langsam aufnehmen können. Zudem ist Zucker ja wesentlich billiger aus Apifonda oder ähnliches (Anmerkung von Drohn).


    Gruß
    Hans


  • Zudem ist Zucker ja wesentlich billiger als Apifonda oder ähnliches
     
    Gruß
    Hans


     
    Weiß nicht wieviele Ableger der Drohn erstellt, gehen wir mal von 50 aus und rechnen das durch.
     
    10 Kg Futter sollte jeder Ableger bekommen, sind ja schöne und große Ableger:cool:
     
    Gehen wir mal davon aus , dass der Drohn den Zucker um 50 Cent das Kilo kauft, zb.: bei einem Discounter. Natürlich im Papiersack, denn so wird http://de.wikipedia.org/wiki/Saccharose immer verkauft.
     
    So jetzt muss der Drohn den irgendwo lagern, die 500 Kg, na am Besten in der Garage oder Waschküche, der Heizraum ist ja im Keller und da bekommt er Rückenschmerzen der Drohn. Also die 250 € mal in die Garage gestellt, den Sack aufgemacht und in 50 Futtertaschen, die kosten so 3 € das Stück je ca 2 Kg Zucker gekippt, also 100 Kg sind mal verbraucht, die Futtertaschen können ja natürlich auch schon in den Völker hängen und er nimmt den Zucker so mit zu den Ablegern:roll:
    Nach 14 Tagen haben die Bienen mehr oder weniger die Futtertasche leer, oder er ist fest geworden:oops:
    (Der in der Garage auch.)
    Die Ableger haben aber noch nicht wesentlich zugelegt, komisch...aha..denkt der Drohn, die müssen ja die Saccharose in http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtzucker und http://de.wikipedia.org/wiki/Traubenzucker
    umwandeln, das kostet natürlich Energie (Zucker) und Bienen. Also weiter Zucker reinkippen. Den Beton aus der Garage kann er ja auflösen und den Altvölkern füttern......und und und ....könnt Euch schon vorstellen wie das weitergeht:lol:
     
    Bei Apifonda nimmt er so ein Plastikding oder auch drei schneidet das je nach Volksstärke auf und legt das in eine Flachzarge.
    Siehe da der Rest wird in der Garage oder unter dem Carport oder im Regen nicht hart oder weich.
    Die Ableger wachsen und gedeihen.
    Ja der Futterteig ist zwar doppelt so teuer wie Zucker...aber die 500 Teutonen sind gut investiert, 10 Teutonen pro Volk...2, 3 Gläser Honig, das werden die schon 10fach im nächsten Jahr vergolden.
     
     
    Der
    Drohn
    der nur noch in wirklichen Notsituationen den Bienen keinen Honig gibt.
    irgendwo mal gelesen dass Bienen auch Honig fressen sollen.:cool:

  • Guten Morgen Drohn,


    fütterst Du deine Ableger auch wenn sie eine Tracht bekommen oder ist das schon das Einfüttern für den Winter.


    Gruß Horst

  • Äh...ich habe ja nicht solche Ableger was die Allgemeinheit unter Ableger versteht.
    Habe fast nur Schwärme oder in seltenen Fällen aufgeteilte Muttervölker.
    Und die bekommen beim Einschlagen oder einziehen, einen Honigraum mit Honigwaben gleich drauf.
    Sollte dann keine Tracht mehr herrschen wie jetzt, kommt eine Futterzarge mit verdünntem Honig oben auf, dadurch kann ich eine noch einsetzende Spättracht nutzen und brauch das ganze Zuckerzeug nicht mehr.


    Wie ich die Winterfütterung mache steht unter CB.
     
    Der
    Drohn

  • Hallo Drohn,
    der Thread ist zwar nicht mehr ganz frisch aber sag mal, wo bekommt man denn den Zucker für 50 Cent das Kilo ? Da überlege ich mir doch sofort wieder ganz altmodisch 3:2 oder 1:1 einzufüttern. Verrätst du´s mir ? :o)


    lg Stefan

  • Als gelegentliche Sonderaktion bei Real und Globus für ca. 69 Cent.
    Weiß es jemand preiswerter?


    Müßte man vielleicht mal die Winzer fragen.
    Ach nee, die nehmen ja Glüh-Kohl...:cool:


    Also doch Imker fragen... :roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Scherz beiseite...
    Gleich noch `ne Frage:


    Ist es egal, ob ich an Ableger täglich z.B. 0,5L Zuckerwasser gebe oder alle 2 Tage 1L, oder alle 3 Tage 1,5L?


    Ich habe nächstes Jahr einen Außenstand und möchte so wenig wie möglich das Auto bewegen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Scherz beiseite...
    Gleich noch `ne Frage:


    Ist es egal, ob ich an Ableger täglich z.B. 0,5L Zuckerwasser gebe oder alle 2 Tage 1L, oder alle 3 Tage 1,5L?...


    ...ja, völlig egal.
    Ideal wäre es, wenn es gelingen würde, den Bienen eine kontinuierliche Tracht vorrzugauckeln.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Radix,

    Ist es egal, ob ich an Ableger täglich z.B. 0,5L Zuckerwasser gebe oder alle 2 Tage 1L, oder alle 3 Tage 1,5L?

    Wir reden von Zuckerwasser. Wasser und Zucker, das ist das was Du da zummenrührst. Keime kommen von ganz alleine dazu. Wassergehalt ist hoch genug. Haltbarkeit bei sommerlicher Hitze max. 3 Tage dann Gammel. Futterzarge mit einmal Gammel, gibt noch schneller Gammel. Ausschütten ist auch immer Mist. Deshalb für sellten gesehene Stände: Futterteig in Futterzarge und Gitter weg. Später - zum Winter hin - Gitter nachschieben und Zarge flüssig auffüllen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder