Wie sieht es mit dem aktuellem Varroabefall aus ?

  • Da liegst Du falsch - zumindest wenn die Bausperre richtig verwendet wird, denn dann sind die Latten der Bausperre genau unter den Rähmchen - und die Varroas fallen natürlich in den WabenGASSEN.

  • Ich benutze größtenteils die bekannten Kunststoffbeuten. Die zugehörige Bausperre hat 7 Latten von ca. 4 cm und 6 Lücken ca 2 cm. Das stimmt dann irgendwie nicht ganz mit den Gassen überein. Natürlich kenne ich Beutensysteme, bei denen diese parallele Übereinstimmung mit den Rähmchen-Unterträgern gegeben ist (wenn die Waben nun auch richtig angeordnet sind).
    Ich wollte hier natürlich auch keine Streitdebatte vom Zaune brechen, sondern die Forum-Leser beim Milbenzählen vor möglichem Selbstbetrug warnen.


    Mfg
    Arndt

  • Moin,


    die Bausperre muß im Winter raus und auch bei der Winterbehandlung. Sie überdeckt sinnvollerweise immer eine halbe Wabengasse im Versatz. Es bleiben gerade bei AS-Anwendungen viele Milben betäubt aber noch lebensfähig auf der Sperre liegen. Sind die wieder fit sind die ruck-Zuck auch wieder auf den Bienen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bei 100 und mehr Milben im Tag heisst es: Lieber schon heute als erst morgen mit der Milbenbehandlung anfangen, sonst kommt es wahrscheinlich bald zu Völkerzusammenbrüchen. Jetzt müssen bereits gesunde Winterbienen heranwachsen können, und das wird bei einem so hohen Milbenbefall problematisch.
    Gruss
    Jon Godly

  • Moin,

    Jetzt müssen bereits gesunde Winterbienen heranwachsen können

    Jetzt, am 17. Juli 2007, müssen keine Winterbienen heranwachsen. Die müssen jetzt nicht mal gelegt werden. Würden die jetzt heranwachsen, dann wären das die ältesten Bienen aller Zeiten, so sie im März nächsten Jahres noch lebten. Aug. Sept. ... Feb. März. - 8 Monate! Das ist wirklich Unsinn.


    Es ist doch gerade das Problem, daß die Völker zuwenig Brut am Ende des Jahres haben, weil sie entweder keine Tracht oder keinen Raum mehr bekommen. Diese letzte Brut muß von gesunden Pflegebienen aufgezogen werden, dann werden daraus die Bienen, die im Frühjahr in die Kirsche fliegen. Wer meint, die Winterbienen aus dem Juli würden bis dahin warten, der irrt. Die Winterbienen aus dem Juli vergessen das Winterbienen sein sofort, wenn im Oktober paar Senfstengel zu blühen anfangen oder Phacelie erreichbar wird. Und welche Bienen überwintern dann? Keine! Denn die Juli-Winterbienen knallen das Brutnest zu und arbeiten sich ab und enden im Dezember als Totenfall.


    Genau daher rührt das Gejammer der nach-der-Linde-Voll-Einfütterer und 15.-Juli-Behandler. "Hach das Springkraut war Schuld oder der Senf.:-(! Falsch! Die fehlende Brutmenge vorm Winter war Schuld und die Schuld daran trägt der Imker. Denn der steuert Platz und Futterangebot.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Yo.
    Irgendwo stand mal, markierte Bienen, die am 1.8. geboren wurden, waren im März nicht mehr auffindbar. Markierte Bienen vom 1.9. waren noch zu 60% vorhanden.
    Sagt doch alles.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ja, ja, das stimmt schon....


    Aber, das Tautzelchen sagt auch, daß die Winterbienen bis zu 12 Monaten im Notfall alt werden können, oder hab ich das wieder geträumt?


    Richtig ist schon, was Henry sagt, wenns Arbeit gibt, werden sie nicht so alt.
    Ganz logisch. In Bayern würd man sagen: zammgrackert halt!


    Aber die Winterbienis, die faule Bande, die arbeiten ja nichts, der Trupp lungert ja nur herum und dreht Däumchen.
    Und so werden die auch so alt.


    Oder macht mich die Hitze kirre, kirre?


    Gruß Simmerl

  • Simon,
    meine Winterbienis haben letzten Winter fast bis Weihnachten gearbeitet und Pollen und Nektar aus Gelbsenf, Rübsen und Phacelia angeschleppt....und die haben teilweise nicht mehr bis März gelebt...:evil::(
    Tracht nach dem 1.10. ist echt tödlich, und ohne Tracht, aber warm = Räuberei.
    Ich wünsch mir ein Kühlhaus....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Leider sind bei mir auch die Varroen trotz aller Maßnahmen, wie Vermehrung statt 3 nun 12 Völker und sehr intensivem Drohnenbrutschneiden zu viel. Am Wochenende kommt dann der Honig raus und er wird mit ASäure behandelt, wenn nicht einer von den ganz erfahrenen mir noch einen Tipp geben kann. DIe Goldruthe steht bei mir zu toll weil es warm und feucht ist. Das gibt einen tollen Honig. Auch kommt noch Efeu in Gärten und Parks in Rauhmengen. Hat einer eine Idee ?:Biene::u_idea_bulb02:

  • Moin,
    Jetzt, am 17. Juli 2007, müssen keine Winterbienen heranwachsen. Die müssen jetzt nicht mal gelegt werden. Würden die jetzt heranwachsen, dann wären das die ältesten Bienen aller Zeiten, so sie im März nächsten Jahres noch lebten. Aug. Sept. ... Feb. März. - 8 Monate! Das ist wirklich Unsinn.


    Es ist doch gerade das Problem, daß die Völker zuwenig Brut am Ende des Jahres haben, weil sie entweder keine Tracht oder keinen Raum mehr bekommen. Diese letzte Brut muß von gesunden Pflegebienen aufgezogen werden, dann werden daraus die Bienen, die im Frühjahr in die Kirsche fliegen. Wer meint, die Winterbienen aus dem Juli würden bis dahin warten, der irrt. Die Winterbienen aus dem Juli vergessen das Winterbienen sein sofort, wenn im Oktober paar Senfstengel zu blühen anfangen oder Phacelie erreichbar wird. Und welche Bienen überwintern dann? Keine! Denn die Juli-Winterbienen knallen das Brutnest zu und arbeiten sich ab und enden im Dezember als Totenfall.


    Genau daher rührt das Gejammer der nach-der-Linde-Voll-Einfütterer und 15.-Juli-Behandler. "Hach das Springkraut war Schuld oder der Senf.:-(! Falsch! Die fehlende Brutmenge vorm Winter war Schuld und die Schuld daran trägt der Imker. Denn der steuert Platz und Futterangebot.


    Guten Abend Henry
    Ich zitiere aus den Informationen von Dr. Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle:--"Ob eine Biene Winterbiene wird, hängt von vielen äusseren Faktoren ab und wird nicht durch einen Kalendertag oder Monat bestimmt.Die Witterung, insbes. z.B. der Temperaturrückgang und die Verringerung des Trachtangebotes ------".


    Dass Sie ohne besseres Wissen Mitteilungen eines Imkerkollegen einfach als Unsinn bezeichnen, zeugt eher von mangelndem Anstand und schlechter Schreibkultur.
    Ich empfehle Ihnen, Ihr Imkerwissen mit guter und kompetenter Imkerliteratur aufzubessern, bevor Sie alles besser wissen wollen.
    Mit freundlichen Grüssen


    Jon Godly

  • Moin,
    Jetzt, am 17. Juli 2007, müssen keine Winterbienen heranwachsen. Die müssen jetzt nicht mal gelegt werden. Würden die jetzt heranwachsen, dann wären das die ältesten Bienen aller Zeiten, so sie im März nächsten Jahres noch lebten. Aug. Sept. ... Feb. März. - 8 Monate! Das ist wirklich Unsinn.


    Es ist doch gerade das Problem, daß die Völker zuwenig Brut am Ende des Jahres haben, weil sie entweder keine Tracht oder keinen Raum mehr bekommen. Diese letzte Brut muß von gesunden Pflegebienen aufgezogen werden, dann werden daraus die Bienen, die im Frühjahr in die Kirsche fliegen. Wer meint, die Winterbienen aus dem Juli würden bis dahin warten, der irrt. Die Winterbienen aus dem Juli vergessen das Winterbienen sein sofort, wenn im Oktober paar Senfstengel zu blühen anfangen oder Phacelie erreichbar wird. Und welche Bienen überwintern dann? Keine! Denn die Juli-Winterbienen knallen das Brutnest zu und arbeiten sich ab und enden im Dezember als Totenfall.


    Genau daher rührt das Gejammer der nach-der-Linde-Voll-Einfütterer und 15.-Juli-Behandler. "Hach das Springkraut war Schuld oder der Senf.:-(! Falsch! Die fehlende Brutmenge vorm Winter war Schuld und die Schuld daran trägt der Imker. Denn der steuert Platz und Futterangebot.


    Ich zitiere Dr. Werner von der Ohe noch mit ein paar Sätzen weiter, damit Sie nachher wirklich etwas mehr wissen: --" Im Juli leben einige Winterbienen neben vielen Sommerbienen. Im weiteren Jahresverlauf kehrt sich das Verhältnis immer weiter um, d.h. es gibt viele Winterbienen und wenig arbeitende Sommerbienen.-----------"

  • Im Juli leben alle Winterbienen, wenn keine mehr dazu kommen.
    Im August leben alle Winterbienen, wenn keine mehr dazu kommen.
    Im September leben alle Winterbienen, wenn keine mehr dazu kommen.


    Im Juli können die Winterbienen, die neben dem Sommerbienen leben, im August abgehen und im September ersetzt werden.
    Wie viele von denen im Juli destinierten Winterbienen können im August noch da sein, wenn das Volk bis im Oktober noch wächst (Jungvolk)?
    Man kann einem Volk konsequent die Winterbienen wegnehmen und trotzdem wintert es aus. Dann werden Sommerbienen zu Winterbienen?
    Entspricht der letzte Brutsatz den Winterbienen oder wird durch spätes Brüten die Winterbienenbesatzung jung gehalten?


    Gruß
    Simon