Wie sieht es mit dem aktuellem Varroabefall aus ?



  • Lesen Sie bitte:
    ''Optimierung der Varroose-Behandlung bei brutfreien Völkern und bei Wirtschaftsvölkern während Zwischentrachtzeiten (EU-Projekt 2003-2006)'' http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C9510141_L20.pdf

  • Guten Abend,


    ...Herbst- und Winterbehandlung mit 4x AS und 2x OS


    Habe ich das richtig verstanden: 4 mal Ameisensäure und 2 mal Oxalsäure pro Volk und Winter? Und dann zuzüglich Sommerbehandlungen? :confused: :confused: :confused: :eek: :eek: :eek: :eek:


    Bernhard

  • High Henry
    Ob Panik oder nicht das werden die ersten Milbenzählungen bringen. Meine Platten sind immer leer.


    Behandeln auf Teufel komm raus find ich übertrieben. Aber Völker, die im Oktober / November aus der Beute stürzen sind auch kein Spaß.
    Zwei Oxalsäurebehandlungen im Abstand von 10 Tagen im Sommer würd' ich aber schon machen.
    Die Linde hat bei uns durch die Niederschläge gehonigt wie noch nie.
    Seit zwei Tagen hocken sie nu faul 'rum.
    Das Honigjahr ist damit bei uns vorbei vermute ich.
    ..


    Ab in den Süden, der Sonne hinterher...


    grüße Musikus

  • Anmerken möchte ich, dass die Herbst- und Winterbehandlung mit 4x AS und 2x OS ebenfalls bestens und überaus erfolgreich war, dennoch sah ich bereits am 8.5 die ersten geschädigten Bienen. Hier ein Bild davon


    [Blockierte Grafik: http://img224.imageshack.us/img224/2945/852007erstedrohnemitvarsk8.jpg]



    Ich hatte vor 14 Tagen eine Prinzessin mit derart zierlichen Flügeln. Alle Bienen/Drohnem vom Ableger hatten offensichtlich keine Schäden.:evil:


    :wink:Braucht die noch jemand zum Züchten, da spart sich der geneigte Imker den Flügelschnitt. Ich werde jedenfalls von Drohnenschneiden zum Weiselzellenschneiden wechseln, da meine Milben die langen Zapfen bevorzugen.:wink:


    Gruesse


    seb

  • Ich hatte vor 14 Tagen eine Prinzessin mit derart zierlichen Flügeln. Alle Bienen/Drohnem vom Ableger hatten offensichtlich keine Schäden...... Ich werde jedenfalls von Drohnenschneiden zum Weiselzellenschneiden wechseln, da meine Milben die langen Zapfen bevorzugen.



    ...."Willkommen im Club". Hatte hier schon vor einiger Zeit (es muß doch schon länger her sein), davon berichtet, dass die Milben auch in Weiselzellen gehen. Bei meiner Zuchtmethode (Eistreifen und nicht umlarven) muß ich manchmal Weiselzellen zerschneiden und die schaue ich immer nach Milben durch... auch dieses Jahr wieder: Milben in den Zellen gefunden.....


    Zwar finde ich z.Z. noch keine flügellosen Drohen oder Bienen, aber der Milbendruck dürfte, aufgrund des vergangene milden Winters und der verfrühten Entwicklung ein massiver sein. Ich wette, der nächste Winter wird für viele Bienenvölker wieder die Katastrophe bringen....... und es wird wieder die Milbe sein, die nicht richtig erkannt wird, die die Völker hinweg rafft.


    Nach der Radieschenblüte werde ich mit der Ameisensäurebehandlung beginnen (Verdunster FAM Liebefeldt).

  • Habe ich das richtig verstanden: 4 mal Ameisensäure und 2 mal Oxalsäure pro Volk und Winter? Und dann zuzüglich Sommerbehandlungen?


    Was spricht dagegen? :roll:


    Ein einziger vernachlässigter Bienenstand genügt und durch Reinvasion
    hast im Spätherbst wieder jede Menge Varroen drinnen. Ich rede mir stets die Seele aus dem Laib, um in der Ortsgruppe eine gemeinsame Bekämpfung zu machen. Ist nicht zu machen, ka Zeit, wü i net, kann i net usw.


    Wenn da die Mamis im Winter durchbrüten, sind Behandlungen nach der Sonnenblume garantiert überflüssig weil zu spät!


    @ Windmüller


    Richtig, auch mir sind einige junge Mamis nicht ganz geheuer vorgekommen. Im kommenden Zuchtjahr werden ALLE abgestorbenen Larven aufs genaueste Untersucht. Deshalb beobachten, beobachten, beobachten, ...

  • Moin Jofl,

    Was spricht dagegen?

    Der Streß der den Bienen entsteht. Die Lebenszeitverkürzung der behandelten Bienen.

    Zitat

    Ich rede mir stets die Seele aus dem Laib, um in der Ortsgruppe eine gemeinsame Bekämpfung zu machen.

    Bei uns gibt es auch so einen Imker, der meint die Milbe würde austerben, wenn nur alle am selben Tage behandelten. Das ist aber eben utopischen Unsinn denn Du schreibst ja selber:

    Zitat

    Ein einziger vernachlässigter Bienenstand genügt und durch Reinvasion

    Es kann aber auch ein einziger überwinterter Schwarm sein.

    Zitat

    Wenn da die Mamis im Winter durchbrüten, sind Behandlungen nach der Sonnenblume garantiert überflüssig weil zu spät!

    Zu spät ist das, weil die Winterbehandlung zu früh war. Es kommt darauf an, den Bienen möglichst spät vor der Sommerentwicklung die Milben zu nehmen und das möglichst wirksam. Die ganze Behandlerei im Sommer ist doch nur Folge der ungenügenden Behandlung im Winter. Die Völker müssen doch nur zur Erzeugung von vielleicht 15.000 unangegessenen Winterbienen in der Lage sein. Dazu reicht eine wirksame AS-Behandlung nach der Tracht bzw. während oder um das Einfüttern. Das Problem mit den Sommerausfällen liegt im dramatischen Brutrückgang nach der Tracht. Dagegen müßt Ihr was tun. Nach der Linde ist nämlich nicht Schluß bzw. darf nicht Schluß sein. Das Brüten muß weitergehen. Damit der Mehrfachparasitierungsknick eben gerade nicht auftritt. Da hilft es eben gerade nicht, am 15. Juli (oder dieses Jahr am 1. Juli:confused:) den Wintersitz einzuräumen, die Nassenheider reinzuhängen und die Völker innerhalb von 2 Wochen mit Zuckerwasser zuzuknallen und ab da nur noch zu hoffen. Denn das Jahr hat bekanntlich noch paar Flugmonate mehr und da wo Futter ist, kann keine Brut sein und wo keine Tracht von außen rein kommt und kein dünnes Futter gegeben wird, ist eben Schluß mit der Brutlust. Da liegt der Kern des Problems. Wer wirklich keine Tracht mehr hat nach der Linde, der muß eben dünnes uninvertiertes Futter geben. Ganz kontinuierlich (und wahrscheinlich wird er dann ganz unerwartete Zunahmen feststellen, wenn späte Trachten, die er garnicht kennt, plötzlich im September honigen, weil sien Völker zu dem Zeitpunkt nämlich ordentlich groß sind.)


    Übertrieben gesagt könnte ja jemand vor der Linde seine Völker behandeln und den ganzen Honig drin lassen und dazu schon einfüttern. Dessen Bienen würden eben auch eingehen. Ihr habt doch alle die Kurven zu Milbenentwicklung und Brutzellen gesehen. Warum akzeptiert ihr nicht, daß das beste Mittel ist, stets Brut in breiter Fläche zu haben, um die Schäden an der Einzelbiene gering zu halten? Die Milbe vermehrt sich doch in wenig Brut genauso üppig wie in viel. Nur wenn überhaupt keine Brut da wär, hätte sie ein Problem. Die Bienen aber auch.:roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo liebe Sommerbehandler!


    Hat Euch schonmal jemand gesagt, das Ameisensäurebehandlungen während dieser jahreszeit nicht viel bringen, da die Varrohen in den Brutzellen sitzt und dort die AS nicht wirkt?


    Wenn überhaupt nur sinnvoll bei abgeschwärmten Völkern, die garade eine Brutpause infolge des Könbiginnenwechsels haben.....


    Auch müsst Ihr mit AS-Rückständen im späteren Honigraum rechnen, da sehr oft der Honig vom Brutraum in die Honigräume umgetragen wird.- d. h. es nutzt nix, wenn ihr den Honigraum für die Behandlung runternehmt... Den danach geenteten Honig dürftet Ihr eigendlich nicht mehr verkaufen!



    Viel Grüsse aus der Lausitz,
    Badenimker

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  • Hallo liebe Sommerbehandler!


    Hat Euch schonmal jemand gesagt, das Ameisensäurebehandlungen während dieser jahreszeit nicht viel bringen, da die Varrohen in den Brutzellen sitzt und dort die AS nicht wirkt?


    Verwechselst du da nicht was? OS wirkt nicht in die Zellen. AS schon, bedingt durch seine Gasförmigkeit und die Durchlässigkeit der Zelldeckel.

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Verwechselst du da nicht was?

    Aber schön geschimpft hatter. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo @ all,


    na dann dürfte ja das überleben Euerer Völker gesichert sein, wenn die Ameisensäure in den BRUTZELLEN SO GUT WIRKT:


    Bei mir Im Selbstversuch lebten noch 75 % der Milben in den Drohnenzellen, nach 3 aufeinanderfolgenden Schwammtuchbehandlungen.....


    Macht doch die Deckel mal auf und holt die Milben raus und schaut unter dem Mikroskop !


    Auf der Nasseheider- Homepage wird der Wirkungsgrad in Brutzellen mit 90% beziffert - nach meinen persönlichen Erfahrungen viel zu hoch angesetzt ..(Naja, Herstellerangabe eben)

  • ... lebten noch 75 % der Milben in den Drohnenzellen, nach 3 aufeinanderfolgenden Schwammtuchbehandlungen...

    Und lebten die auch noch als die Drohnen dann schlüpften? Wieviel Zeit dürfen die bei Dir brauchen - die Milben - zum Sterben. 10 Minuten? 2 Tage? Eine Woche? :roll: Ist Dir (neben der Entdeckung der Funktion einer Großmachtaste) auch noch aufgefallen, daß bei der AS-Behandlung die Milben ab und durch den Boden durch fallen aber noch recht beweglich sind, nur eben keinen Schaden mehr anrichten?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder