Wandern mit ungedrahtete Naturbau

  • Gute Tag!


    Ich heba im Moment einige Völker auf Naturbau in ungedrahtete "fastanderthalbDNMrähmchen". Fremdes Holländisches Mass, aber fast genau so... Ich traue es mir eigentlich nicht damit zu wandern, ausser... Wenn jemand von euch da schon Erfahrunge hatte!


    Schon vielen Dank,


    Elmar

  • Hallo Elmar,
    von wann ist der Wabenbau, ich meine wie alt ist er.
    Das Problem tritt auf bei großen Futterkränzen auf unbebrüteten Zellen, da entsteht dann die Sohlbruchstelle. Sind Deine Brutraumwaben allerdings bis zum Oberträger zwei bis dreimal durchgebrütet, kannst Du mit einem gut gefederten Hänger wandern. Gib ca. zwei Tage vor der Wanderung feuchte Honigräume und am Tag der Wanderung besprühst Du die Völker durch das Flugloch mit einem wirklich großen Drucksprüher mit viel Wasser, am Besten funktionieren die Dinger die man im Obstbau verwendet. Musst Du lange wandern so wiederhole es unterwegs.
     
    Es ist machbar, aber für einen Anfänger schwierig, das Verhalten und die Wärmeentwicklung der einzelnen Völker einzuschätzen.
    Naturbau und dann noch ohne Stabilisierung ist die " Hohe Kunst" des imkerns.
     
    Der
    Drohn
     
    P.S.: frag ruhig weiter, wenn Dir was unklar ist. Das ist besser als wenn die Völker verbrausen.

  • Also, wenn ich das richtig verstehe...


    Das geht. Aber, mit eine vor eine Monat vorweggenommene Schwarm, erst nächstes Jahr? Und das besprühen ist vonwegen weniger aufbrausen = weniger Wärmeentwicklung = weniger sanftes Wachs?


    Wie machen das eigentlich die grossen demeter-imker? Haben die alles gedrahtet oder nicht?
    Wie sieht euch 'Naturbautype' das eigentlich. Ändert sich da mit Drahtung etwas wesentliches im Volk oder ihrem Bau? Wer macht das ungedrahtet und warum?


    Elmar

  • Hallo Elmar,
    ich glaube, es geht um das Metall im Wabenbau, bzw. die "Antennenwirkung" der normalen Drahtung. Es wird schon einen Einfluss haben.
    Es gibt einige Imker in der wesensgemäßen Bienenhaltung, die mit unterschiedlichen "Wabenverstärkungsmethoden" arbeiten, z.Bsp. senkrecht bzw, waagerecht eingebrachte Rundhölzchen. Teilweise nicht durchgängig sondern unterbrochen.
    Gruß
    Ralph

  • Es kommt auf Dein Maß an.
    Bei einer Hochwabe die bis zum unteren Drittel angebaut ist, brauchst Du keine Drahtung.
    Bei Breitwaben, mit denen Du besser Honig ernten kannst, geht es ohne Stabilisierung nur, wenn Du die Völker kennst und Du wirklich Erfahrung hast.
    Wir haben schon alles, fast alles, ausprobiert, bis zum Kevlar.
    Nix wird so schön eingebaut wie Edelstahldraht, der auch nicht magnetisch ist:wink:
    Jedwediges andere "Naturzeug" wurde entweder umgangen oder abgenagt.
    Bin immer noch auf der Suche nach einer Alternative zum Draht.
    Holzstäbe trennen das Brutnest meistens in Arbeiterinen- und Drohnenbau.
     
    Der
    Drohn
    der, wenn er gebrauchte Rähmchen mit luddeligem Draht hat, diesen komplett entfernt.

  • Guten Abend Drohn,


    Bin immer noch auf der Suche nach einer Alternative zum Draht.


    Na, das ist doch einfach:


    - kleinere Maße :daumen:
    - Rähmchen weglassen :daumen:


    Bernhard

  • Aber Drohn,


    wo ist deine Ausgeglichenheit und Liebe geblieben?


    Bitte,
    der
    Bernhard

  • "Es kommt auf Dein Maß an."


    Deswegen habe ich ja auch das mit das "fastanderthalbDNMrähmchen" geschrieben! Weil ich da Erfahrunge suchte. (Alles was bis jetzt geschrieben wurde war schon ganz nutzvoll, aber...) Das Rähmchen ist 34 cm breit und 34,6 cm tief, Innemasse. Wäre das eine "Hochwabe"? Mit "fastDNMrähmchen" (19,8 tief) ohne draht habe ich schon gewandert. Das ging dann, ganz vorsichtig. Diese grosse quadratische Dinge scheinen mir aber eher unstabil. Deswegen.


    Elmar

  • Hallo!
    Ich hab davon keinen Plan, durfte aber mal beim einem demeter-Imker reingucken, das war mein erster Kurs um genau zu sein. Der hatte ein eigenes Maß, ziemlich lang und senkrecht in das Maganzin hineingehangen. (Die Maganzine waren schmal, lang und tief.) Und diese Waben waren auf alle Fälle größer als DNM. Er hat zwei elastische Holzstäbchen im Rähmchen verhakt um Stabilität reinzubringen, fein sah das aus! Frag ihn selbst, er heißt Reiner (oder Rainer) Schäfer und wohnt in Witzenhausen bei Göttingen.
    Viel Erfolg!!
    -die Maria