Vereinigen: Starkes Volk/Ableger mit beiden Königinnen

  • Hi,


    momentan bin ich noch am planen. Mir geht es schlicht darum, die Anzahl der Völker gering zu halten. Wir haben einen starken Bucki-Ableger und ein starkes Carnica-Volk. Beide mit diesjährigen Königinnen. Ich denke drauf rum, diese beiden im Spätsommer zu vereinigen und ich liebäugele da mit der Methode mit dem Zeitungspapier. Das Problem ist, das mein Sohn und ich bei der Königinnensuche Tomaten auf den Augen haben. Die Königinnen sind nicht gekennzeichnet und gehen wir mal davon aus, dass wir sie nicht finden. Wir möchten gerne, dass die Bucki-Königin sich durchsetzt. Wie stellt man diese Vereinigung am besten an? Oder bin ich mit dem Vorhaben am rumphantasieren?

  • Damit kannst du mit königinnenlosem Volk & Ableger rechnen.
    Ich würd das nicht machen, dann lieber die Carni-Königin suchen, und nicht nur einmal.
    Die dann abdrücken, und sofort den Ableger über Zeitungspapier aufsetzen, feucht und gelocht (stell dich auf Sauerei ein in der Beute).
    Die Carni-Königin hat die Hausmacht, das geht in die Hose, wenn sie drinbleibt.
    Ihre Töchter werden die andere schon killen, allein durch schiere Überzahl.
    Die *Alte* muß dafür raus, und anschließend 6 Wochen nicht aufmachen, bis die Mehrheit des Volkes aus den Töchtern der anderen besteht.


    Ich würde das aber überhaupt nicht machen, sondern den Ableger durchlaufen lassen bis zum Frühjahr, und erst dann entscheiden. Die Verluste sind nicht vorhersagbar, und du kannst dich u.U. freuen, diesen Ableger noch zu haben...:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo freibad,


    ich würde auch sabi(e)nes Rat befolgen und erst im Frühjahr vereinigen,da die
    Carnicabienen dir ganz schnell die B.-Königin abstechen und eine eigene nachziehen. Habe dieses Jahr schon 2 Jungköniginnen beim vereinigen eingebüßt, weil ich auch eine Königin übersehen habe und meistens überleben beide nicht.
    Habe vor kurzem mal eine Wabe mit Bienen aus einem Ableger ohne Königin zum verstärken
    in ein Volk gehagen, die Hälfte der Bienen wurde abgestochen obwohl ich die Bienen mit Klosterfraumelissewasser besprüht habe. Die restlichen Waben vom Ableger habe ich vor dem Stand abgeschlagen, die betteln sich beim darunterliegenden Volk ein. Das klappt besser.Ein Volk und einen Ableger im Frühjahr sind besser, als ein Volk im Herbst mit gestörter Harmonie.


    Beste Wünsche Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • :roll: Yepp, Bienis sind Anti-Alkoholiker....:roll:
    Wer's nicht glaubt, gehe mal mit "Bierfahne" ran...:cool:


    ...weil's Frauen sind, lieben sie keinen Biergeruch.... :wink:


    ..aber mit Schnaps kann man sehr gut Königinnen zusetzen. Ist irgendwie aus der Mode gekommen (weil die Imker ihn lieber selber trinken? :wink: )
    (Methode zum Zusetzen nach Prof. Hüsing: einen Doppelten in das Volk, danach Königin einfach einlaufen lassen.....)

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ..einen Doppelten in das Volk, danach Königin einfach einlaufen lassen.....)


    Hi,


    hab ich ja noch nie gehört mit dem Doppelten. Wie funktioniert das? Bin allem unbekanntem erstmal gegenüber aufgeschlossen - sonst hätte ich heute keine Bienen

  • Wer das "Lexikon der Bienenkunde" hat (hallo Rainer), kann bei Zusetzen von Weiseln unter C) nachlesen: Alkoholmethode.


    Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Schönen guten Abend.


    muß auch noch kurz was dazu sagen, ich habe natürlich die Bienen des Stammvolkes auch mit Melissengeistwasser besprüht.Es waren höchswahrscheinlich zuviel alte Bienen auf der Wabe. In der Regel klappt es bei mir auf diese Art immer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)