Ominöses Loch in der Beute

  • hallo,
     
    Ich habe seit diesem Jahr 2 Bienenvölker in Hinterbehandler Blätterstock.
    sind noch recht neuwertige Kästen mit 2x11 Waben, breiten Flugbrett unten mit variablen Flugloch, Belüftungsklappe hinzen zum Wandern. Soweit ja noch einleuchtend.:wink:
     
    Aaaaber, und nun Komm´s ich hab vorne im Honigraum ein kleines Rörchen mit nichtmal 1cm durchmesser das gerade eben durch die Beutenwand geht. Wofür iss denn das? Vielleicht zum einfüttern im Winter?
     
    Ausserdem hab ich noch ein kleines Flugloch im Honigraum. Warum das? um da 2 Völker in die sowieso zu kleinen Kästen zu halten? Die Bekommen so ja schon bald Platzangst.
     
    Werd im Winter vielleicht aus den noch übrigen Blätterstöcken mal 2 zusammenschrauben. Einfach einen oben und den anderen unten absägen und zusammen schustern wenn vati nicht hinschaut :lol:.
    Hat da vielleicht schon einer Erfahrung mit gemacht ?
     
    Dann mal sehen was passiert wenn ich da ein Volk reinsteck.
     
    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Vermutung aus der Ferne :


    Röhrchen : Abflugvorrichtung für Drohnen, die evtl. in den Honigraum gelangen.
    Flugloch im Honigraum : das ist vermutlich für Zwischenbodenableger.

  • Hallo Zusammen,
    das Röhrchen gehört zu einer Bienenflucht,
    zum Abfliegenlassen der Drohnen aus dem Honigraum, wie immer die da reinkommen, ist das zweite Flugloch da.
    Wenn man dieses lange Zeit offen hält, hat es noch dazu den Vorteil, das Zugluft in der Beute entsteht und ein höherer Futterverbrauch vorkommt.
    So ein zusätzliches Flugloch unterstützt auch noch die Räuberei.
     
    Natürlich gibt es Hinterbehandlungsbeuten auch drei- oder vieretagig.
    Zwei zu einer Beute umbauen hat man auch schon gemacht.
    Schön hat das Hölzer in seinem Buch über Brutdistanzierung beschrieben.
    So einfach Deckel ab und Boden weg und zusammen damit ist nicht.
    Da muß man Stege lassen zur Stabilität und die richtigen Abstände einhalten.
    Am Besten selber nachlesen.
     
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Also wie soll denn das loch als Bienenflucht dienen? wie soll ich denn damit die bienen aus dem Honigraum vertreiben?
    Höchstens Trennbleche rein und 2. Flugloch auf aber das wird dann wohl eher ein Ableger ohne Königin
    Und wozu soll dann der Durchzug in der Beute da sein, wenn die Bienen dann mehr futter verbrauchen? Da leuchtet mir das mit dem Ableger schon mehr ein, wenn auch nicht ganz, denn früher oder später muss der Ableger doch in seinen eigenen Kasten.
     
    Hatte auch schon gedacht das das vielleicht zum Einfüttern im Herbst für ne Art Nuckelflasche iss.
     
    Vielleicht weiss das aber auch dur der erfinder??:lol:

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  • Achja noch was, das mit dem Abstand iss schon klar. nicht mehr als 8mm +/- 2mm zwischen den Waaben auch in der senkrechten.:u_idea_bulb02:war schon immer Muttis hellster :)
     
    Aber früher oder später führt wohl kaum ein weg an Magazinen vorbei, obwohl ich auch bisschen mit Trogbeuten liebäugel.
     
    Stabilität müsste mit seitlichen Streben vielleicht zu schaffen sein. Hat ich mit so gedacht. Nur mit der auflage für die Riemchen müsst ich mir mal was überlegen. bei dem Blätterstocke haben die ka keine Ohren zum einhängen.
     
    Wenns was wird probier ich hier mal Bilder reinzustellen.

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  • Hallo Toddybaer,
    bevor Du jetzt Deine Blätterstöcke umbaust und wahrscheinlich Schiffbruch erleidest investiere lieber Zeit und Geld in neue Beuten. Die Hinterbehandlungsbeuten verlieren sehr schnell an Stabilität - noch dazu Blätterstöcke die sicherlich einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben - wenn man anfängt daran rum zusägen.
    Das zweite Flugloch war in der Betriebsweise der Hinterbehandler sehr wohl von Nutzen. Dadurch war es möglich zwei Jungvölker zu überwintern und im Frühjahr je nach Bedarf zu vereinigen oder ein Volk umzulogieren in einen freigewordenen Kasten; denn auch vor der Varro war die Überwinterungsrate nicht 100%. Für den Einvolkbetrieb wurde es nicht benötigt.
    Mein Rat an Dich, wenn es diese Jahr nichts mehr wird mit den neuen Beuten, führe dies Völker in den Blätterstöcken durch den Rest des Jahres und bring sie gut durch den Winter und gib Dir die Zeit in Ruhe Dein weiterss Vorgehen zu planen.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Zusammem,
    na da hat "Mutti´s Hellster" den Schuß Ironie nicht mitbekommen:-D.
    In dieses Röhrchen gehört eine Verlängerung, die bis zum unteren Flugloch führt.
    Vor der Honigernte sperrt man den Durchgang zum Honigraum mit Schiebern ab und die Bienen im Honigraum ziehen dadurch nach unten.
    Neben der von Eisvogel erwähnten Aufgabe als Flugloch für einen oben einquartierten Ableger lässt man durchaus zeitweilig die im Honigraum befindlichen Drohnen dadurch abfliegen.
    (übrigens weiß ich wie die dort hinkommen:wink:).
    Eine einfachere Art der Erweiterung für Zweietager wäre oben im Deckel mit Rand zu den Wänden eine rechteckige Öffnung einsägen (Stichsäge);
    und einfache Magazinzargen mit Deckel als Erweiterung geben.
    Die beiden Räume dann als Brutraum nutzen und die aufgesetzten Zargen als Honigräume nehmen.
    Setzt allerdings eine einreihige Aufstellung voraus.
    Viele Grüße
    Lothar

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  • @Lotar
    und dann müssen sich die ganzen Bienen durch dieses enge Röchen bis zum Flugloch Quälen?
    Verbrausen die da denn nicht biss die das Loch alle gefunden haben ?
    Die Trennbleche vom HR zum BR hab ich noch.
     
    Na dann sag mir doch bitte mal wie die Drohnen da hin kommen, hatte da auch schonmal einen.
     
    Eisvogel
    Achja und die Dinger haben tatsächlich so zwischen 20 und 30 Jahren auf den Buckel, standen davon aber 20 auf dem Boden meines Vaters. und ein paar sind noch älter.
    Mit ner einfachen Zarge oben auf iss wohl noch einfacher. So wie die nun sind die auf alle fälle zu klein würd ich sagen
     
    Hab auch einen Ableger im Blätterstock. Der besetzt schon über die Hälfte des Untergeschosses. muss den nachher noch bissel füttern.. :Biene:

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  • so wie Lothar es empfiehlt, Brutraum von hinten,möglichst im Blätterstock oder auf Schlitten, Honigräume oben drauf. Vor allem muß man dann die HR nur zur Ernte wieder runternehmen.


    Ich nutze die originalen Normbeuten(Warmbau) nur noch gelegentlich für Ableger bis zum nächsten Frühjahr, dann Verkauf oder in Magazine.
    Mit dem Alter ist es so eine Sache-bei uns sind die ältesten ca 1960 - doppelwandig isoliert, durch den entfernten Zwischenboden 1,15DNM im BR, auch 1zargig mit Magazin als HR, aus den 70-iger bis 1990 sind die Normbeuten, einfachwandig, mit Wandergitter.
    Man kann mit denen auch 2 zargig(2x14 DNM) imkern mit der entsprechenden Betriebsweise- Schröpfen, wöchentliche Kontrolle und bei Massentrachten auch wöchentliches Schleudern.
    Mit 3(-4) Zargen ist es einfacher, ich nutze 1x BR-Hinterbehandlung (1,0 oder 1,15 DNM, meist nur 11-12 von 14 Waben) +2-3x HR je 9-11 Waben DNM).
    Und wenn die am Haus stehen, kann man fast täglich hinten den Baurahmen durchs Glas sichten.
    Frohe Weihnacht
    Fred