Honigt dieses Jahr der Wald?

  • Hallo!


    Gestern war ich bei uns Am Stand, der steht mitten im Waldgebiet (Ilkahöhe bei Tutzing). Ich muß sagen, so etwas habe ich noch nicht gesehen, so ein intensiver Trachtflug ist mir noch nicht untergekommen. Bei uns hat es die letzten Wochen immer mal wieder geregnet, starke Gewitter sind aber ausgeblieben. Das Ergebnis ist, daß ich die Honigräume kaum mehr bewegen kann, so schwer sind die! Mal sehen, wie lange das noch geht, am Wochenende ist jedenfalls erst mal Ernte angesagt.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • Hallo Drohn,
    der Trachtmeldedienst in BW, befürchtet dass es Melizithose ist. Hast Du schon einmal nachgeschaut bei Deinen Völkern?
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Es ist mir eine Beruhigung, dass es so ist.


    Hallo,
    erkläre doch bitte einmal einem armen Nichtwissenden was Dich daran beruhigt?
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • So, hat es mich wieder erwischt. Melezitose auf der Schwäbischen Alb, sowas solls geben. Die Tracht hat vor etwa einer Woche eingesetzt, auch nach Regen flogen die Bienen sehr stark. Gesehen habe ich nur Massen von Pilicornis. Verantwortlich war bestimmt eine Fichtenrindenlaus Bsp.: Große Schwarze Fichtenrindenlaus.


    Bei der Ernte merkt man es noch nicht sofort, die offenen Zellen sehen unscheinbar aus.

    Wer genau hinsieht sieht, erkennt was auf ihn zukommt:
    Honig in bester Qualität.


    Wenn man schnell genug erkennt was läuft und zügig erntet, bekommt man einige Waben noch anständig leer.

    Im Schnitt konnten noch 1,3kg pro Zanderwabe geschleudert werden. Ein mühsames Geschäft, aber besser als die Waben im Keller zu lagern. Es gibt allerhand Techniken um den Honig noch zu mobilisieren, aber alles ist mit ordentlichem Aufwand verbunden. Sehr ärgerlich der Aufwand mit den halb leergeschleuderten Rähmchen. Es ist kaum möglich sie als Leerwaben bei einer Hongiernte zu verwenden. Manche Waben machen auch keinen wirklich guten Eindruck mehr.


    Viel Erfolg!


    Gruß
    Simon

  • Moin Simon,
    komme gerade rein, es ist gigantisch, von heute Morgen 5:30 bis 7:00, 250g Zunahme!!!

    :-(Was mich auch wundert ist, dass wir mit den Infos hier schneller sind, siehe Posting vom Drohn am 15. 07., als unsere Gruppe, da kam noch keine Meldung über das honigen der "Schwarze", geschweige denn, dass die "Gepuderte" die ständige Regen nicht vertrug.:evil:

    Der
    Drohn

  • Hallo Drohn,
    leider hab ich keine Waage am Standort. Mein stärkstes Volk hat eine Zarge mit ausgebauten Waben innerhalb von 4 Tagen gefüllt. Da lief mehr als fünf Kilo pro Tag rein. Viel schöner wäre es, wenn der Honig wieder rauslaufen würde und nicht hageln.


    Gruß
    Simon

  • Hi Ihr Sonntagskinder,
    servus Drohn,


    hab mir vor Jahren mal eine Presse gebaut aus Holz, eben zu diesem Zweck,
    nach alten Vorbildern. Habs gleich wieder aufgegeben, das kannst vergessen.
    Momentan denk ich über eine Spindelpresse nach aus Edelstahl, hab aber Niemand, der Erfahrung hat damit.
    Ich hab zwar den norwegischen, sauteuren Stipper, aber bei Zement, beißt sich der auch die Zähne aus, will heißen, mehr als 50% bringt der auch nicht raus.


    Bei uns läpperts bis jetzt so dahin, es geht noch nicht die Post ab, aber das könnte die nächsten Tage passieren und an manchen Standorten siehts verdammt noch mal nach Zement aus.


    Also frag ich auch nochmal:
    Wer hat Erfahrung mit Spindelpresse und Melizitose?


    Gruß Simmerl