Umsetzung von Beuten auf kurze Distanz

  • Hallo Sabine, habe mit großem Interesse deinen Tipp zum Umsetzten auf kurze Distanz gelesen und auch sofort im eigenen Garten ausprobiert. Leider hatte ich nicht den beschriebenen Erfolg, im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass so gut wie alle Flugbienen den alten Platz angeflogen haben. Bestimmt habe ich einen, oder merere Fehler gemacht.
    Habe mit Haselnusszweigen gearbeitet.
    Erst sehr späht am abend verstellt (22 Uhr) weil noch fFlugbetrieb war.
    Das Flugloch morgens um sieben Uhr geöffnet.
    Vielleicht kannst du mir einen Tipp geben, was ich falsch gemacht habe, bzw. was ich das nächste Mal besser machen könnte. Denn nach wie vor ist mir Deine Methode sehr sympatisch.

  • Hi, Bienix,
    ich kann mir nur vorstellen, daß du zu früh zugemacht hast, als noch reichlich unterwegs waren :confused: Hier ist Gefliege bis 22.20-30 Uhr, also wirklich bis Dunkelwerden.
    Und es übernachten auch tatsächlich welche außerhalb des Stocks, allerdings höchstens 20-50.
    Wenn du das Flugloch so mit den Zweigen bedeckt hast, daß die Bienen nicht gradeaus losfliegen konnten, sondern erst mal krabbeln und gucken und merken, daß was anders ist, ist das völlig richtig, und müßte auch funktionieren.
    Wir haben mittlerweile wegen Baggerarbeiten schon ALLE Völker mindestens einmal, und etwa die Hälfte schon zweimal so verstellt, es gab nie eine große Wolke am alten Standort, höchstens eben winzige Wölkchen von Außen-Übernachtern und denen, die aus dem Flugloch kamen, bevor die Zweige ganz am Platz waren.
    Und der Schwarm, der unter meinem Vordach landete, hat auf diese Weise zwar ein paar Bienis verloren, aber auf dem Boden an der alten Stelle lag abends keine einzige, ich denke, die haben sich irgendwoanders eingebettelt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zu welchem Zweck müsst Ihr die Bienen so oft umstellen?


    Unter anderem, weil wir auch neue Beutenständer gebaut haben, die zwangsläufig nicht am gleichen Platz sind, wie die Palettenaufstellung :wink:
    Außerdem hilft es sehr, bei der Ablegerbildung die Flugbienen dabeizuhalten.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :lol: Reiner,
    ich geh mal davon aus! Wenn es auf 5m klappt und auf 80m auch?
    Ich hab allerdings durchaus auch Ableger weniger als 3km Luftlinie von hier, also noch innerhalb des Flugkreises, sollte man annehmen, aber auch da ist beim Fluglochaufmachen dasselbe Verhalten zu sehen: rauskommen, umdrehen, einfliegen.
    Ich glaube nicht, daß von denen eine wieder bis nach Hause fliegt.
    Letztes Jahr hab ich bei einem Stand fast eine Stunde danebengestanden und mit dem Jagdpächter palavert, die haben sich alle sehr ordentlich eingeflogen, in der ersten halben Stunde ist keine rausgekommen, die nicht Kopf-Richtung-Beute Rundflug machte.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi
    Ich hab das neulich beim Auflösen meines Schaukastens versucht.
    Ich hab sie als es Nacht war in die neue Beute getan und gleich die Zweige direkt vor das Flugloch gelegt, daß dieses ganz bedeckt war.
    Zur Kontrolle hab ich den leeren Schaukasten wieder an seinen alten Platz gestellt. Und es haben sich sehr viele Bienen wieder dort eingefunden.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Ja das hab ich mir dann schon gedacht.
    am nächsten Tag hab ich das nochmal so gemacht und den Schaukasten weggestellt. Alledings kann ich dann ja nicht sagen, ob sie wieder zurück in diesen einen Kasten sind oder in die anderen am Stand.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo,
    ich zitier mal den Imkermeister Kusche aus den Institut für Gartenbau in Weihenstephan:


    "Früh morgens werden die Fluglöcher verschlossen. Wenn die Flugtemperatur von ca. 10°C erreicht ist, lädt man Volk für Volk auf einen Schubkarren und fährt damit 5 Minuten über holpriges Gelände, damit das Volk in Aufregung versetzt wird, stellt es dann auf den neuen Platz und öffnet sofort das Flugloch. Die Bienen stürzen heraus um nachzusehen was los ist, und fliegen sich dabei sofort auf den neuen Standort ein. Bei größeren Entfernungen genügt die Aufregung durch den Transport. Man sollte aber immer darauf achten, dass die Ankunft am neuen Standort und die Fluglochfreigabe zu Beginn des Fluges erfolgt, solange die Völker noch aufgeregt sind. Mit dieser Methode verstellen wir in Weihenstephan jährlich 15 Völker aus dem Bienenhaus auf einem Bruckwagen und fahren sie 1 km zu einer Obstanlage. Obwohl der alte Standplatz bzw. das Bienenhaus sichtbar ist, ist noch keine Biene zurückgeflogen."


    Ich hab's noch nicht probiert aber es klingt auch ganz gut. Wichtig ist wohl nur, dass die Bienen merken dass sich etwas verändert hat.


    Gruß Günter

  • hallo Imkerfreunde,


    habe mein Volk auf ein Entfernug von 30m umgesetzt, nach dem Muster von Sabi(e)ne das ist mir nur zu 85% gelungen. Meine Fehler sind wahrscheinlich, das ich zuviel Konifärenzweige vor das Flugloch gehangen habe, das Flugloch war garnicht mehr richtig zu sehen und ein anderes Volk in einer ähnlichen Beute stand daneben da haben sich die erste Flugbienen dort eingebettelt. Habe dann das Flugloch etwas freier gemacht dann ging das besser. Am Abend habe ich dann noch einige Bienen vom alten Standplatz die sich auf einem Holzstück gesammelt hatten in die richtige Beute geschafft. Hat also im Großen und Ganzen geklappt.


    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • :daumen::cool:
    Hallo Sabine
    Wenn Deine Methode funktioniert, hast Du auch mir mit Deiner Mitteilung einen grossen Dienst erwiesen!
    Ich werde es nächsten Frühling so machen und mir damit viel Arbeit ersparen. Super:daumen::daumen::daumen::daumen::daumen:
    Gruss
    Jon




  • das finde ich aber die Methode von Sabiene besser weil bienenfreundlicher da weniger Aufregung...