Imkerhobby: Zeitaufwand und Urlaub?

  • Hallo Sabi(e)ne,


    Du hast gestoppte!!!! Zeiten und damit natürlich völlig recht ;-) Wer wagt Deine Meinung noch zu bezweifeln? Du hast Recht. Ende der Diskussion. ;-)

    Bei mir?
    3 Std 47min/Volk, gestoppte Zeiten vom letzten Jahr, allerdings ohne Beutenbau, aber mit Rähmchenrecycling.


    Viel Spaß weiterhin,
    Stefan

  • Stefan,
    ich wollte nicht nur schätzen, sondern Zahlen WISSEN, deshalb die Nummer mit der Stoppuhr.
    Kein Produktionsbetrieb "schätzt" seine Zeiten, dafür sind die für die Kalkulation einfach zu wichtig, und darum hab ich mir das angetan, Spaß gemacht hat es übrigens nicht.
    Aber ich hab es hier immer und wieder betont: ich muß meine Kosten kennen, um einen angemessenen Preis finden zu können, und dazu gehört zu einem ganz wesentlichen Teil die reine Arbeitszeit.
    Du kannst das gern in einem EinFrauBetrieb für überkandidelt halten, bloß wird es nicht immer dabei bleiben, und es ist sehr gut, aus eigener Erfahrung zu wissen, was machbar ist und was nicht.
    Sprich, ich kann jemandem vorgeben, mit unserer Methode pro Stunde 60 Rähmchen zu drahten und MWs einzulöten, und ich weiß genau, daß das recht gut zu schaffen ist, weil ich es selbst schon gemacht habe, und nicht nur als Spitzen-, sondern als Dauerleistung.
    Solche Zahlen kann ich im Gegensatz zu anderen Richtwerten nicht irgendwo einkaufen, und für eine Ausdehnung des Betriebs sind sie unerläßlich.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • SaBiene
    damit man mal wieder auf den ausgangspost kommt,


    ein ANFÄNGER fragt wieviel zeit die Imkerei als HOBBY einnimmt.
    Das heist, man muss ihm auhc Zahlen geben, die für nen Anfänger realistisch zu erreichen sind.
    Es ist ja erstaunlich für mich, das sabiene das mit knapp 4 stunden schafft,
    aber ein anfänger hat erstens nciht so hohe technologie (keine 30 waben selbstwendeschleuder), nutzt nicht unbedingt bienenfluchten,
    und wenn er nen imkerpaten hat, wird er wohl auch dessen methoden wählen,
    und das ist bei 70% immer noch das Schröpfen und Weiselzellen brechen, die für dich wie du ja sagst, zeitraubend und veraltet sind (so ist es aber eben bei mir im verein, und der ist so ziemlich durchschnittlich würde ich sagen)


    Anfänger brauchen für die ganz normalen arbeiten auch viel länger, da er manchmal übervorsichtig ist (kenn i´ch von mir am anfang) oder sachen eben nicht hinkriegt (königin finden)


    wenn wir ihm eine zahl geben die zu hoch ist (arbeitsstunden), macht das nichts, als wenn wir ihm eine zahl geben, und er dann merkt, das sie viel zu gering war, und er das zeitlich nicht schafft und die Imkerei wieder aufgibt.


    Wie gesagt, mein Tipp, such dir nen Imkerpaten, und arbeite erstmal ein Jahr nur so mit.


    Zur Imkerei als Hobby
    man kann gut mit einer Stunde in der Woche auskommen (wobei das im sommer auch mal 2-3 sind, die dafür im winter wegfallen),
    aber es sind nunmal lebewesen.
    Das heist, man kann nciht sagen, ich arbeite daran nur montags, manchmal wird man einfach gezwungen auch unter der woche was zu machen.
    Imkerei ist nunmal nicht Modellbau, wo ich die Modelle in den Schrank stellen kann.

  • ...kann mich den Gedanken meines Vorredners nur anschließen.
    Wenn auch die Zahlen für Sabiene stimmig und logisch sind, so geht es doch um die Zeiten, die ein Anfänger benötigt...


    Nur von einem Imkerpaten an sich bin ich nicht begeistert...geht in die Richtung gebranntes Kind scheut das Feuer..ich frage oft und reichlich in der Gegend rum und mache mir dann selber ein Bild, was meiner Meinung nach richtig und falsch ist.
    Ist vielleicht nicht die üblichste Variante und birgt eventuell auch das Risiko auf mehr Fehler (eventuell, wie gesagt !) - aber wenn einer "Murks" an meinen Völkern macht, dann möchte ich das schon selbst sein..habe ich mit meiner fast nicht vorhandenen Erfahrung festgestellt...


    ...was nicht heißen soll, dass man mit Imkerpaten keine gute Erfahrungen haben kann...nur weiß man vorher, was gut und böse ist?!?

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

  • :roll: Matthias, ich hab keine 30WSelbstwendeschleuder...:roll:
    Die 10 Std/Volk sind ein seit Jahrzehnten erprobter Mittelwert, ein Durchschnitt.
    Und im Winter ist Rähmchen- und Beutenreparatur und Verkauf auf Weihnachtsmärkten angesagt; manche Imker haben im Winter mehr Streß als im Sommer.
    Du kannst wie bei jedem Hobby Zeit ohne Ende damit verbraten, es gibt Imkerfrauen, die ihren Mann im Sommer nur morgens und abends sehen, da ist das Hobby dann eher Flucht (und im Winter sitzt der Gatte im Keller und bastelt an Beuten und Rähmchen...:roll:)
    Ich versuche nur klarzumachen, daß Imkerei ein Hobby ist, das sich rechnen kann, wenn man es vernünftig und betriebswirtschaftlich anfängt.
    Nur gehört da eben nicht dazu, jeder Biene das GuteNachtKüßchen zu geben und die Einschlafgeschichte vorzulesen...(die Abenteuer von Biene Maja regen sie eher auf als sie einzuschläfern...:cool:)
    Und die Stundenzahl hängt nicht nur am Anfang direkt an der Völkerzahl.
    Wenn ich von Anfang an einen vernünftigen Umgang mit den Bienen beigebracht bekomme, ohne unnötiges Öffnen, arbeite ich doch viel effizienter als anders.
    Und was ist an betriebswirtschaftlichem Denken falsch?
    Es bleibt doch bei keinem Jungimker bei einem oder zwei Völkern zur Eigenversorgung, letztlich wollen doch alle Honig verkaufen.
    Dann kann man es ihnen aber auch sofort richtig beibringen.
    Und meine Meinung über Imkerpaten aus Hinterbehandlerzeiten, die Magazine genauso händeln, hab ich schon oft genug kundgetan...:roll:
    Es gibt überall genug Kurse, die zeitgemäßes Imkern anbieten.:roll:

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    Bruce Springsteen