• Moin


    Um mal wirkliche Werte von diesem Jahr zu liefern:
    ich habe 5 Wirtschaftsvölker in diesem Jahr abgeerntet.
    Alle Bienen stehen bei mir zu Hause am Standplatz.
    Ich wandere nicht (mehr).
    Die Rapsernte diese Jahr war sehr früh dieses Jahr und brachte im Durchschnitt 12 kg pro Volk ein.
    Desweiteren habe ich 3 Wochen später noch einmal abgeerntet mit einem Durchnittlichen Ertrag von 10 kg. pro Volk.


    Eine weitere Ernte steht noch an, und ich erwate noch einmal ca. 8 - 10 Kg pro Volk.


    Also dieses Jahr ca. 30 - 32 kg Honig pro Volk, am Heimatstandort.


    Vor ein paar Jahren bin ich immer nach der Rapsernte gewandert, in die Linde, Thymian, Heide.
    Da kamen (für die Völker die gewandert sind) minimum 50 kg pro Volk bei raus.


    Eine ehrliche Frage sollte ehrlich beantwortet werden.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Patrick,
    das sind mal Werte, die ich unbesehen glauben kann. :daumen:


    So ungefähr hätte es bei mir auch sein können, wenn ich meine Völker richtig geführt hätte...
    Dann könnte ich bestimmt auch 2 oder 3 Völker mehr als Wirtschaftsvölker bezeichnen.


    Auch Standimkerei. Ich bekomme immer die Krise, wenn ich allgemein 30kg pro Volk bei der ersten Schleuderung höre... :oops:


    Gruß
    Ralph

  • Moin Patrick,
    danke dir für deine Antwort. Endlich mal jemand der Zahlen nennt und nicht auf Statistiken verweist;-)
    15 bis 20 kg hatten wir auch pro Volk bei der ersten Schleuderung.
    Mal gespannt was jetzt nochmal rauskommt.
    Gruß

  • Die Zahlen sind wie bei mir auch irgendwo zwischen 20 und 30 kg durchschnittlich pro Jahr - aber wie wird gezählt ???


    Klar zählen neue Ableger aus diesem Jahr und gefangene Schwärme nicht in die Berechnung rein (wenngleich beim Betriebsmittelwert schon), aber was ist mit den gewollt oder ungewollt abgeschwärmten Völkern ???
    Diese haben ja bereits Frühtrachthonig gegeben und fallen nur für die Sommertracht aus, doch das verhagelt den Mittelwert.
    Zählt Ihr nun diese abgefallenen Völker mit, oder nur die Vollvölker, welche ohne Störung alle Schleuderungen auch realisiert haben - dann sind natürlich die Werte um 50kg durchaus realistisch, aber eben kein Mittelwert mehr.


    Der absolute Knaller waren dieses Jahr von einem ganz normalen Carnica Landbienenvolk welches mir im Winter bereits dauernd die Nachfütterung wegfutterte (und ohne Vorrat in den April ging) eine Frühtrachternte von 43kg.


    Generell nehme ich einfach dankbar was die Natur gibt und strebe nicht nach
    Rekorderträgen, dies sorgt für ein entspanntes Verhältnis zum Hobby.


    Siggi

    Jedes Volk ist ein Unikat - behandle es auch so !

  • Das ist ne geschlossene Benutzergruppe, und das wahrscheinlich nicht ohne Grund....:roll:




    Logisch! Jeder kann mitmachen, aber dieses Mitmachen ist mit Einsatz und Arbeit verbunden. Als Resultat bekomt man die Information wo der Wald wann honigt. Das funktioniert nur in "Teamwork". Warum sollten die Mitglieder diese Netzwerkes arbeiten (und auch Aufwendungen ,wie z.B. Stockwaagen, die automatisch täglich die Waagstockveränderungen melden bzw. täglich zur Stockwaage laufen und "per Hand" ablesen und die Daten übermitteln!) und durch öffentlichmachen ihrer Informationen auch die belohnen, die keinerlei Aufwand da mit reingesteckt haben?
    Die Idee diese Netzwerkes finde ich gut & richtig.

    (PS: Ich mache da nicht mit, hatte mich nur vor längerer Zeit mal danach erkundigt)

    Herr Walt nimmt ja auch Geld für sein CB-Manuskript.


    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • :lol: Hi, Alfred,
    da hast du mich falsch verstanden.
    Toyotafan hat es beim Forumstreffen ja lang und breit erklärt, wie das funktioniert, und ich finde das auch völlig in Ordnung so. Leider werd ich hier oben nie Waldhonig haben....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,
    um noch einmal darauf zurückzukommen:
    Durchschnittsertrag des Standes ist die Gesamterntemenge durch Anzahl der eingewinterten Völker.
    Bei angewanderten Trachten Erntemenge durch Anzahl der dorthin verbrachten Völker.
    Bei verschiedenen Trachten die Erntemenge durch die beteiligten Völker.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,




    ich als Standimker berechne den Durchschnittsertrag meines Standes durch die Anzahl der Völker, die mit einem Honigraum erweitert werden können. Vorher sind alle zweifelhaften Völker elimentiert worden. Was aus diesen Startvölkern wird, das entscheidet die Betriebsweise des jeweiligen Imkers. Viele Schwärme, Ableger,Zucht o.a. beeinflussen den Honigertrag. Abgerechnet wird der Honigertrag bei Wegnahme der Honigräume. Sollten einige Ableger auch noch einen bescheidenen Honigertrag bringen, dann wird er natürlich mitgezählt.


    Ich bin in diesem Jahr mit vier Völkern gestartet und habe am 1.6. ca. 60 kg
    geschleudert. Bis heute keine Schwärme, 5 Ableger (begattet), 2 Ableger (noch unbegattet). Die 4 Vollvölker haben z.Zt. 3 gefüllte Honigräume und die Krimlinde liegt in den letzten Zügen. Bevor ich schleudern kann, müssen die Honigwaben bei mir gut verdeckelt sein ( min. 2/3 besser mehr). Auch bei der bevorstehenden 2.Schleuderung werden wieder nur die Waben mit den genannten Kriterien ausgesucht. Der an meinem Standort immer zu erwartende erhöhte Wassergehalt im Honig zwingt mich zu einer zeitlich verzögerten Schleuderung. Wenn andere Imker im Verein von ihrer zweiten Schleuderung berichten, dann habe ich oftmals meine 1. Schleuderung noch nicht durchgeführt.


    Auf jeden Fall wird es für mich wieder ein erfolgreiches Honigjahr werden.
    Viel zu viel Bienen und Honig. Abgerechnet wird aber am Ende.

  • Hallo Drohne,
    die zweifelhaften, vorher elimeniet wordenen Völker haben bis dahin keine Kosten und keine Arbeit verursacht ?
    Die Deckung dieser Kosten, wie erfolgt die?
    Doch durch den Honig.
    Viele Grüße
    LOthar

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