Beutenbau - Was ist zu beachten?

  • Und deshalb sag' ich der Beginner sollte mit fertigen Kisten beginnen, damit er weiss wie er es dann selber zu machen hat!


    Und wie war das noch mit dem Wiederverkaufswert von Beuten wenn man doch nich mit den Immen weitermachen möcht? Selbstgezimmerte? =0

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Hab jetzt auch mal versucht eine Zarge selbst zu verschrauben.
    19mm Mehrschichtverleimt.
    Hier hab ich schon öfters über gute Schrauben gelesen. Bei meinen spürt man keinen Widerstand wenn sie ganz drinne sind, sie drehen sich einfach durch.
    Liegt das an den Platten oder was zeichnet gute Schrauben aus?
    mfg
    willi

  • Hi Willi,


    bei Mehrschichtplatte gibts gelegentlich Probleme, wenn du in die Schnittseite schraubst (und so isses ja bei Beuten). Unbedingt vorbohren und die richtige Schraubenstärke verwenden. Schön mittig bleiben, sonst sprengst die Platte. Bei gescheitem Plattenmaterial hält das

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Hallo Jofl,
    schön aussehen tuen sie ja schon.
    Aber bei einem professionellen Händler bezogen - ich gäb sie zurück.
    Oder nehm sie erst nicht.
    Der Boden gefällt mir nicht.
    Alles was übersteht, nimmt beim Wandern unnötig Platz ein.
    Das Flugloch ist für eine Lagerbeute nicht breit genug.
    Kleine Fluglöcher erzeugen schwache Völker.
    Möchtest Du nicht so viele Brutwaben oder bist Du gierig nach den verhonigten Seitenwaben?
    Was im Brutraum ist, gehört dem Volk.
    Braucht man unbedingt solche Fluglochschieber?
    Erklär bitte, was man damit macht.
    Zur Zarge:Warum der unterschiedliche Maserungsverlauf des Holzes? (Seite)
    Zum Deckel: Der ist ja echt hoch.
    Was versteckt sich darin alles?
    Eine gute Isolierung bekommt man mit weniger Material auch hin.
    Tja Jofl, wer sich so in Szene setzt...
    Viele Grüße und frohe Pfingsten
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • 19mm Mehrschichtverleimt.
    Hier hab ich schon öfters über gute Schrauben gelesen. Bei meinen spürt man keinen Widerstand wenn sie ganz drinne sind, sie drehen sich einfach durch.
    Liegt das an den Platten oder was zeichnet gute Schrauben aus?



    Hallo Willi,

    Du schreibst ja gar nicht, was für Schrauben Du verwendest. Länge, Dicke,
    und Art der Schraube. Holzschrauben, wie man sie früher verwendet hat, sind gänzlich für diesen Zweck ungeeignet. Ich empfehle Dir für Zargen Spax (Spanplattenschrauben) mit der Größe 4,5x60 mm. Es gibt da Schrauben, wo das Gewinde direkt hinter dem Kopf beginnt, und solche, wo hinter dem Kopf erst noch 15 mm Schaft (ohne Gewinde) ist. Diese sind dafür am besten geeignet.

    Am besten ist, wenn man sich aus Hartholz eine Bohrlehre fertigt. Ein gefälzter Klotz, Länge entsprechend der Zargenhöhe. 4 oder 5 Bohrlöcher, der Durchmesser soll so dick wie der Schraubenschaft sein. Damit bohrt man seine Zargenseiten vor. Ich senke die Löcher in den Zargenseiten entsprechend der Kopfgröße der Schrauben vor. Dadurch gibt es keine vorstehenden Köpfe und es gibt auch keine Risse im Holz. (besonders Massivholz Zargen platzen an der Schraube gerne auf!)

    Es gibt auch Schrauben, die "selbstsenkend" (Kopf-Unterseite geriffelt) sind. Ich traue denen aber nicht, und die sind auch teurer.

    Wenn nun alles vorbereitet ist, wird die Zarge mit Schraubzwingen zusammen gespannt. Die Schraublöcher werden dann nochmal 35 mm tief ins Stirnholz mit demselben Bohrer (Schaftstärke) vorgebohrt. Dadurch wird vermieden, daß die Stirnbretter aufplatzen. Ohne Vorbohren würde der Schraubenkern so großen Druck erzeugen, daß das Holz aufplatzt. Der Durchmesser des Schraubenkerns gewährleistet, daß die Schraube trotzdem Halt hat. Die 15mm Schaft (ohne Gewinde) gewähleisten, daß die Teile dicht zusammen gepreßt werden. Bei Schrauben, wo das Gewinde bis zum Kopf geht, muß die Seite mit Schrauben-Außendurchmesser gebohrt werden, weil sonst die Seite nicht an das Stirnbrett gepreßt wird.

    Achso noch eins: Die Schrauben möglist mit einem Schrauber eindrehen, der ein einstellbares Drehmoment hat. Normale Schrauber, egal, ob Akku oder Netz, überdrehen leicht. Und wenn überdreht, nix halten Schraube :p

    Ohne Drehmoment Einrichtung am besten den letzten Millimeteter von Hand (mit Gefühl) anziehen. Dann halten die Schrauben auch im Stirnholz 100%.

    So nun reichts fürs erste mit der kleinen Schrauben-Kunde.

    Herzlich Grüße vom Screwdriver :wink:
    Emil

  • Hallo Simon,
    die Weymouthkiefer wäre auch meine erste Wahl, jedoch habe ich bisher im Eifeler Umfeld kein Sägewerk gefunden, das diese Holzsorte vertreibt.
    Deshalb würde ich mich auch über Händler-/Produzentenadressen im Raum Aachen, Mönchengladbach, Köln und Großraum Eifel freuen.

    Beste Grüße,
    Ralf


    Hallo Ralf,
    also ich habe vor zwei Monaten beim Sägewerk Gebr. Thiel GmbH, Gebr. Thiel GmbH, 54647 Dudeldorf-Ordorf (Nähe Bitburg) nach "Bienenkasten-Holz" nachgefragt, ohne das Wort Weymouthskiefer zu erwähren.
    Dort wusste man auf Anhieb genau, was ich wollte und führte mich zu einem großen Stapel mit 4 x 30 x 400 cm Bohlen getrockneter Weymouthskiefer. Und da meine beiden Jungs (als Jungimker) das Holz aus ihrer Tasche zahlen mussten, haben wir gegen das Versprechen, ein Glas Honig kostenlos zu bringen, auch einen guten Preis erhalten.
    Nähere Infos zu dieser Firma findest Du unter dem Link http://zimmereiguide.com/gebr_thiel/page=start_page

  • @ Lothar


    Wenn Du diese Lagerbeute kritisiest, hast offenbar weder eine Ahnung von der Königinzucht, noch von Beutenbau.


    Übrigens in dein Stammbuch, mit Lagerbeuten wandert man nicht!


    Bei Gelegenheit gehe ich doch noch mehr ins Detail, denn ich mache im Moment nur eine kurze Pause und bin dann sofort wieder bei den Bienen. :daumen:

  • Stapel mit 4 x 30 x 400 cm Bohlen getrockneter Weymouthskiefer



    Hallo Jupp,

    was willst Du denn mit 40 mm starken Bohlen? Da hast Du ja 50% Abfall. Bienenkästen macht man doch nicht so dick!?

    Ich hab mal auf die Seite gesehen, aber da steht nichts von Preisen. Was habt Ihr denn für das Holz bezahl? m2 oder m3 Preis?

    Herzliche Grüße, Emil

  • Hallo Jofl,
    zugegeben, von der Königinnenzucht habe ich nicht so viel Ahnung.
    Ich bin halt "nur" Gebrauchszüchter.
    Dem natürlichem Vorbild entsprechend "züchte" ich nur Kleinserien von einem halben Dutzend.
    Zuchtserien von zwanzig oder mehr Königinnen kommen in der Natur nicht vor.
    Da gibt es ja auch nur "Kleinserien" von zwei oder drei Nachschwarmköniginnen und vielleicht einer Umweiselungskönigin im Altvolk.
    Aber Zucht ist hier nicht das Thema.
    Thema ist Beutenbau.
    Da habe ich schon einiges gesehen und schon ausprobiert.
    Selbstbau empfehle ich nur von vorgefertigten Teilen.
    Einige Anbieter verkaufen auch in Teilen.
    Das ist von den Versandkosten her viel günstiger.
    Da kommt dann auch ein anständiges Ergebnis heraus.
    Lagerbeuten kenne ich als Trogbeuten ( Eigenbau vom Imkervater) und als Golzbeuten.(gibt es auch als Bausatz)
    Trogbeuten auch als "Magazine" mit gleicher Anzahl Waben unten und oben.
    Also, mit Lagerbeuten habe ich einige Erfahrung.
    Damit kann man auch wandern - zu zweit.
    Aber wie sagte doch Bruder Adam (der mit der ver:evil: Biene):
    "Wer seine Beute alleine tragen kann, taugt nichts als Imker", oder so ähnlich.
    Das man mit Deiner Beute nicht wandern kann, wundert mich nicht.
    Außer zwei kleinen Griffmulden sehe ich da nichts, wo man anpacken kann.
    Trotzdem bin ich auf Deine angekündigten weiteren Beiträge zu diesem Thema gespannt.
    Kritik muß man sich schon gefallen lassen, sonst ist man fehl in einem Forum.
    Bin schon gespannt, waszu meiner Äußerung über Zuchtserien auf mich herniedergeht.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat

    Bin schon gespannt, waszu meiner Äußerung über Zuchtserien auf mich herniedergeht.


    Nur Zustimmung von meiner Seite!:p_flower01::liebe002:
    Ich bin auch erst vor drei Jahren schlau geworden: was wäre bienengemäß?
    Seitdem mach ich nur noch kleine Serien, und das Pflegevolk wird komplett auf die Begattungsableger aufgeteilt, und oh Wunder, seitdem hab ich fast keine Ausfälle mehr.
    Und durch den Umsetzungstrick mit Grünzeug vorm Flugloch brauche ich die Kisten nicht mal mehr verfahren, alles hier im Garten....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    weil das hier nicht hingehört,
    mache ich unter Zucht ein entsprechendes Unterthema.
    Darf ich auf gleichlautende Antwort hoffen?

    Hallo Zusammen,
    für Anfänger, die bauen wollen, kann ich wie oben geschrieben, wirklich nur fertige Bausätze empfehlen.
    Man merkt an den Details, das da oft Überlegungen drinstecken, die auf jahrelangen Erfahrungen beruhen; das fehlt einem.
    Auch der Preis macht sich bemerkbar:
    In einem Katalog habe ich nachgerechnet:
    ungefähr vier Beuten statt drei fertige.
    Da kann man zum Beginn gleich eine Nummer größer planen.
    Aber Achtung: Manchmal weicht der Bausatz etwas in der Ausführung von der fertigen Beute ab: bei mir waren es die Ansatzstellen der Seitenteile
    (quatratische Grundfläche). Diese haben nicht die verzinkte Ausführung gehabt, sondern eine einfachere Eckverbindung.
    Wahrscheinlich günstiger herzustellen.
    Aber warum dann nicht bei der anderen Version?
    Am schwierigsten war der Boden.
    Beim ersten mussten wir ganz schön puzzeln.
    Zargen waren für die Hobbywerkstatt meines Vaters kein Problem.
    Der Deckel ein Kinderspiel:
    Isolierschicht in Außendeckel einfügen und festdrücken.
    Nochmals Achtung: einige Teile gibt es nicht als Bausatz.
    Futterzarge und Zwischenboden.
    Aber man kommt auch ohne aus.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ... für Anfänger, die bauen wollen, kann ich wie oben geschrieben, wirklich nur fertige Bausätze empfehlen.
    Man merkt an den Details, das da oft Überlegungen drinstecken, die auf jahrelangen Erfahrungen beruhen; das fehlt einem.


    Klingt Reizvoll so eine Beute in Einzelteilen in den Händen zu halten.


    So hast Du dann praktisch die Vorlage für die eigenen Nachbauten!


    Andi

  • Hallo Andi,
    nimm lieber Pläne als Vorlage.
    Bei Mustern kann es zu minimalen Abweichungen kommen, die in der Summierung zum Chaos führen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ... bei allen Plänen, die ich bisher gefunden habe sind keine Einzelteile aufgezeichnet, sondern nur Schnitte durch die fertige Beute - ich denke da kann es schnell zu Mißverständnissen und somit zu Fehlern kommen...


    Oder hast Du da einen ausführlicheren Plan, den auch ein unerfahrener Anfänger fehlerfrei lesen kann?


    Andi