Beutenbau - Was ist zu beachten?

  • Das hat nichts mit madig machen zu tun, soll am Ende nicht heißen - man hätte nicht auf die Gefahren verwiesen...Weil passiert ja nie etwas, deshalb haben die meisten Tischler auch keine Fingerkuppen mehr...


    Aber ich bau ja meine Beuten auch selber:


    http://eromon.de/bienen/1PICT0004.jpg


    http://eromon.de/bienen/2PICT0005.jpg


    Sind Dadant, vor 4 Jahren hatte ich davon etwa 15-20 Stück gebaut und bis heute ohne Probleme im Einsatz. Einziges Manko sind nur stumpf verleimt und verschraubt, aber solang man gute Schrauben nimmt, gutes Holz Kiefer 22 mm und dazu noch verleimt seh ich da keine Probleme...Bin mit den Kisten auch schon gewandert...


    Heute baue ich die Kisten aber mit Nut und Feder, sicher ist sicher...


    Grüße,
    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Hallo
    Sabin(e)ne schön Fotos !
    Du baust hunderte von Beuten,hast viele Völker,bist Vielschreiberin im Forum
    und und und ......
    Wie und wann machst du das alles ? (Reeeespekt)
    Deine Beuten sehen für Eigenbau gut aus.

    MfG

    Axel

  • Hi, Axel,
    danke!:p_flower01: Das Beutenbauen geht ratzfatz, wenn man einmal die Anschläge für alle Teile hat, am Anfang ist es Fummelei.
    Aber mehr als 1Std/Beute(!) haben wir auch am Anfang nicht gebraucht, jetzt liegen wir noch weit drunter.
    Rähmchen zusammentackern und Wachs reinmachen, egal ob MW oder Linie, ist viel langweiliger...:wink:


    Marco : Nut & Feder ist aber unnötig aufwendig, und was kommt an Einfachheit und Haltbarkeit gegen 4 Bretter stumpf verschraubt an? Die ganzen Zinkungen sind ja auch nett, aber nicht haltbarer.
    Und ich werde meine fetten Griffklötze nie mehr aufgeben, Griffmulden sind Mist, man hat nicht wirklich das Gewicht im Griff.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ... muß ich mich Axel anschließen...:wink:

    Bin übrigens kein wirklicher Newbie. Verfüge über etwa sieben Netto-Imkerjahre und mußte berufsbedingt vor zwei Jahren aufhören, da ich einfach keine Zeit mehr hatte.
    Bauen möchte ich 15 Beuten a 4 Zargen. Da werden wohl einige Abende im Werkraum verbracht.:daumen:

  • Hallo
    Das mit den Griffmulden ist wirklich sch...
    Klötze sind besser,gerade bei der Kippkontrolle.
    Sabin(e)ne ohne Falz, geht es dann mit der Kippkontr. oder rutschen sie auseinander ?


    MfG

    Axel

  • :-D Danke, ich hätte auch lieber gern eine komplette Tischlerwerkstatt mit Sägewand.
    Aber hier ging es darum, möglichst schnell möglichst billig brauchbare Beuten zu machen, mit einfachsten Mitteln, und ohne jeden Anspruch an Schönheit oder Dauerhaftigkeit.
    Die müssen auch nur zu mir und meiner Betriebsweise passen, es ist schön, wenn Lob kommt, aber wir haben halt nicht den Anspruch, zahlende Kunden zufriedenstellen zu müssen.
    Aktuell basteln wir gerade an einer "Damenbeute", die auch für Teenager und ältere Damen :cool: mit 8 Waben noch gut händelbar ist, auch als ganzes DN als voller Honigraum.
    Mit unseren kleinen Zellen und kleinem Wabenabstand entspricht das immer noch 10 Normalwaben, also nur minimal kleiner von der Fläche her als eine Segeberger, aber nochmal viel besser zu handhaben.
    Meine beiden Damen im Anfängerkurs sind jedenfalls voll begeistert, endlich imkern ohne auf großen Sohn oder Ehemann wegen "zu schwer" warten zu müssen.:wink:
    Die sehen echt wie Kinderbeuten aus, irgendwie niedlich, aber den Bienen scheint es ebenfalls zu gefallen, sich nach oben auszudehnen statt zur Seite...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Axel : ich mach doch keine Kippkontrollen.
    Bei den CB-ten guck ich eh nimmer rein, und bei allen anderen mach ich Königinnen-Ableger, sobald das Brutnest verhonigt.
    Kippkontrolle ist mir zu ungewiß.
    Und bei 32mm Wabenabstand siehst du da eh nicht mehr viel.
    Ich habe ziemlich entspannte Sommer...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • @ All


    wir bauen grundsätzlich alle unsere Beuten, Rähmchen ect. selbst, alles in der Größenordnung von jeweils 40 - 50 Stück. Jeder professioneller Beutenbauer würde vor Neid erblassen. Hier eine Lagerbeute mit 20 Rähmchen in ÖBW.


    LG Josef


  • Ich hab die ersten Zargen damals auch stumpf verleimt und verschraubt, wenn man die Kisten nicht wirklich bewegt sicher auch egal. Die Kisten laufen ohne Probleme.


    Nur wenn man die Kisten viel bewegt und die Gefahr besteht, dass die Kiste mal runterfallen kann, was beim wandern immer passieren könnte - ist mir doch die etwas stabilere Bauweise lieber. Mit Schablone und einer Säge mit Wanknutfunktion ist es auch nicht wirklich ein Problem.

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Moin Ralle,

    Ich weiß wirklich nicht, warum der Zargenbau zu einer Wissenschaft gemacht wird.

    Genau. Du weißt es nicht - Du fragst sogar. Und das Beste: Du weißt nicht mal wieviel Du nicht weißt.


    Ich weiß aber wieviele Selbstbauer sich gerne einreden, daß Selbstbau die bessere Lösung sei, weil sie, wenn sie zugäben, daß ihre Kisten eben doch kippeln, klemmen, quellen, reißen, platzen und aufgehen, ja ihre eigene Arbeit kritisieren würden. Niemals würden die Selbstbauer für ihre eigenen Beuten freiwillig an einenn andern den Preis bezahlen, den sie da hineingesteckt haben. Weil eine Fichten-Tannen-Baumarkt-Leimholz-Bretterbeute ungefalzt stumpf verschraubt mit liegenden Stäben eben keine 40 Euro wert ist. In die Zargen eingefräßte feste Rutschleisten würde ich mir und meinen Bienen niemals antun. Egal wie billig.


    Jedenfalls empfehle ich jedem Selbstbauer einen ordentlichen Vorrat an Panzertape, damit die Kisten wenigsten irgendwie dicht bleiben. :evil:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin, Henry,
    energischer Widerspruch!
    Die Leimholzbretter arbeiten erheblich weniger als Holz am Stück, und werden mit einer Restfeuchte von 12% ausgeliefert lt. Hersteller.
    Und dicht sind sie auch ohne Panzertape.:lol:
    Wenn du mal https://www.dadant.com/catalog/product_info.php?cPath=23_37&products_id=64 schaust, da kostet eine economy Zarge grade mal 8.95$, was aktuell keine 7€ sind.
    Warum soll ich dann, wenn ich wenig Geld habe und noch nicht mal weiß, ob ich überhaupt bei der Imkerei bleiben werde, als Anfänger sofort erst mal 1000€ für alles hinlegen?
    Es wird durchs Selberbauen auch niemand gehindert, sich irgendwann trotzdem fertige Beuten zu kaufen, wenn ihm seine nicht mehr reichen.
    Was aber eher unwahrscheinlich ist, sondern eher wird er seine Eigenkonstruktionen immer mehr verbessern.
    Und, wenn ich das Geld hätte für bessere Maschinen, sähen meine auch etwas anders aus, bloß ist das dann keine Kunst.
    Nur kann ich auch beim besten Willen keinen Sinn in mancherlei Firlefanz erkennen, weil du zum Imkern an sich wirklich nix anderes brauchst als Boden, Kiste und Deckel.
    Der Rest ist Spielerei und nicht wirklich nötig.
    Nur die Maße müssen stimmen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabi(e)ne,

    eher wird er seine Eigenkonstruktionen immer mehr verbessern.

    :liebe002: Und da haddr allen Grund dazu, denn genau das saache ich ja, nämlich daß es an den Eigenkonstrukten so einiges zu verbessern gibt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder