Golzbeuten in DNM

  • Hallo
    Ich habe eine Frage und zwar mein 12jahriger Sohn imkert seit 3 Jahren in Golzbeuten ( Kuntschhoch).
    Mit denen kommt er gut zu recht. Mein Probelm ist, daß ich in Trogbeuten in DNM imkere und wir haben jetzt also 2 Wabenmaße . Kuntschhoch und DNM. Das ist mehr als lästig.
    Ich suche jetzt also Golzbeuten im Wabenmaß DNM.
    Kann mir jemand sagen, ob es das in irgenteinem Imkerhandel gibt ( denn es ist mir bis heute nicht begegnet) oder hat jemand Baupläne dafür ?
    :Biene:
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
     
    Liebe Grüße
    Regina

    Lieben Gruß
    Regina


    Man erntet kein Reisfeld, ohne es vorher bestellt zu haben.

  • Hallo Regina,
    Normalmaß passt auch in die Golzbeute, dank des hohen Raumes zwischen Waben und Boden.
    Das machen viele auch so, allerdings beim Übergang von einem anderen Beutensystem zur Golzbeute.
    Das Problem ist allerdings, das Normalmaß niedriger ist als Kuntzsch.
    Es bleibt eine Lücke, die verbaut werden kann.
    Es gibt auch Golzbeuten für Normalmaß.
    Diese sind aber auch für die Hochwabe gedacht.
    Eine Austauschbarkeit der Waben, die ich als Grund Deiner Frage vermute,
    kommt wegen der anderen Wabenzellenstellung dann aber auch nicht in Frage.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
     
    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe schon mal DNM eingehangen und das geht so schlecht und recht aber mein Riesenproblem ist, das ich die Kuntzschwaben nicht in meine Schleuder bekomme und immer damit zu einem Imkerfreund fahren muß.
    Weißt du, wo ich vielleicht Golzbeuten in DNM bekommen oder am Geschicktesten mal anfragen kann ?
     
    :p

    Lieben Gruß
    Regina


    Man erntet kein Reisfeld, ohne es vorher bestellt zu haben.

  • ... mein Riesenproblem ist, das ich die Kuntzschwaben nicht in meine Schleuder bekomme ...


    Hallo Regina,


    von Kunesa habe ich Kuntzsch-Hoch-Rähmchen mit abnehmbaren Tragohren bezogen,
    so konnte ich meine für DNM angeschaffte Schleuder weiter verwenden.
    http://kunesa-imkerei.de



    Hier ein Rähmchen mit allen Teilen auf einer Rähmchen-Lehre:
    http://kunesa-imkerei.de/assets/images/s.jpg

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo Peter,
    das ist genau das, was ich gesucht habe. Vielen, vielen Dank.

    Lieben Gruß
    Regina


    Man erntet kein Reisfeld, ohne es vorher bestellt zu haben.

  • Hallo Frieder,
    das ist eine gute Idee, die Rähmchen für die Schleuder umzubauen, das es das gibt, habe ich nicht gewußt. Das ist natürlich günstiger als neue Beuten zu kaufen
    Aber mein Ziel ist es wieder auf ein Wabenmaß DNM am Stand zu kommen. Ich denke darüber nach. Vielen Dank für die Anregung.

    Lieben Gruß
    Regina


    Man erntet kein Reisfeld, ohne es vorher bestellt zu haben.

  • Hallo Regina,


    ich kann Dir Golzbeuten für das Deutsche Normal Maß (DNM) Hoch verkaufen.
    10 Stück im Lagerbestand. Preis Verhandlung
    Ich hoffe, Du liest noch die Beiträge. Ich bin auch im Besitz eines Original-Bauplanes für Golzbeuten Kuntsch Hoch.
    Wenn Du Interesse an den Beuten hast, dann melde Dich bitte.


    Gruß


    Uwe ( Drohne21)

  • Hallo zusammen!


    Ich imkere in Golz und DNM.
    Habe eine Golzbeute versuchsweise umgebaut in DNM.
    Ist etwas Arbeit, aber kein Problem, und man kann weiter in der Trogbeute arbeiten.


    Umbau:
    1. Boden aufsägen für Varroagitter/Belüftung. Evtl. Von der Unterseite ein 6mm Sperrholzbrettchen aufleimen/schrauben, um den Boden zu stabilisieren. Die Leimung ist - zumindest bei meinen Beuten - miserabel. Beim Aufleimen so verfahren, daß noch eine Windelschublade untergebaut werden kann.
    2. Absperrgitter von den Seiten her rausschrauben und auf DNM-Rähmchenbreite wieder einschrauben. In den Brutraum nun 2 Leisten für die Tragohren aufschrauben (Leimen geht nicht bei bereits benutzten Beuten, wegen Propolis!). Evtl. Metallwinkel dazu als Rähmchenauflage aufnageln.
    3. Der Brutraum ist nun fertig. In den Brutraum passen - je nach Beute - 17 oder mehr Rähmchen. Das ist völlig ausreichend.



    Zur Benutzung: Das Überstehende Absperrgitter über dem Brutraum mit einer dünnen Sperrholz- oder Kunststoffplatte schließen. Folie und Dämmplatte anpassen und auflegen. Es bleibt nun über den Rähmchen ein Freiraum. Ich deponiere da Notizblock und etwas Werkzeug. Ist für Bienen unzugänglich.


    3. In den Honigraum passen nun genau 2 Golz-Honigboxen! Außerdem ist noch Platz für eine Bienenflucht.



    Das Bild zeigt die Bienenflucht in einer normalen Golzbeute, nicht im Umbau.


    Zusatz: Wer noch mehr machen will, kann, wie ich, auch 2 Golz übereinander stellen:
    Die Untere auf Rollen, damit man sie zum Bearbeiten nach hinten vorziehen kann.
    Die Obere auf 4 "Beine".
    Beide Ebenen sind bequem zu bearbeiten.
    Ich habe die Deckel zum Hochklappen umgebaut. Ist praktischer als lose Deckel.


    Werkzeug für die Umbaumaßnahme: Schraubendreher, Bohrer, Stichsäge.



    Ich hoffe, es hilft weiter.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Radix () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hallo Hardy,


    sehr konstruktiver Beitrag. Das mit der Bienenflucht gefällt mir sehr gut. Was ich noch nicht richtig verstanden habe ist folgendes:


    Deutsch-Normal-Maß Hoch (DNMH) oder „Einheitsmaß“ (Bezeichnung in Österreich): Höhe 37,0 × Breite 22,3 cm = 825,0 cm² (vor allem in Mittel- und Norddeutschland)


    Kuntzsch Hoch: Höhe 33 × Breite 25 cm = 825 cm² (verstreut im deutschen Sprachraum, manchmal auch als „Kuntzsch Breit “ mit Höhe 25 × Breite 33 cm = 825 cm²)


    Unter der Vorraussetzung das dieses die richtigen Maße für beide Rahmen sind, hättes Du da nicht die Seitenteile, die Rück,- und Vorderwand sowie das Abspeergitter um ca. 50 mm erhöhen müssen. Oder wurden die Rähmchen bei Dir quer eingebaut? Bekomme ich hier etwas durcheinander?


    Ausgangssitution: 1 Original Golzbeute 2*17 Kuntsch Hoch / 10 Golzbeuten 2*12 in DNM-Hoch als Ablegerbeute


    Umbau der Original Golzbeute auf DNM-Hoch.


    Bitte kannst Du das nochmal richtig darstellen?


    Gruß


    Uwe (Drohne21)



  • Er hat die Beute von Kunsch auf DN umgebaut, darum hat die Leisten für die Rämchen nun weiter unten, damit die Bienen unten nicht alles vollbauen.
    Das ASG ist weiter nach vorne und dardurch ist hinten platz für 2 Waabenboxen, ich nehme mal an auch in DN.
    Mit den Waabenboxen kann man immer mehere Waben auf einmal entnehmen zum ernten.


    Stimmts Radix?


    Warum willst die 2x12 Golz als Ablegerbeuten nehmen? Da gehen auch ganze Völker rein.


    Gruß Toddybaer

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Er hat die Beute von Kunsch auf DN umgebaut, darum hat die Leisten für die Rämchen nun weiter unten, damit die Bienen unten nicht alles vollbauen.


    Richtig. Auf dem Foto sind die Leisten schlecht zu erkennen. Sie sind noch mit Auflagewinkel geschützt.


    Zitat

    Das ASG ist weiter nach vorne und dardurch ist hinten platz für 2 Waabenboxen, ich nehme mal an auch in DN.


    Nein, im Original ist das Absperrgitter mittig. Ich habe es nach hinten versetzt.
    Dadurch passen aber nur noch 2 statt 4 Boxen rein.
    Sie sind nicht in DN, sondern in Kuntzsch-hoch. Deshalb das Schließen des Absperrgitters über den Rähmchen des Brutraumes.


    Zitat

    Mit den Waabenboxen kann man immer mehere Waben auf einmal entnehmen zum ernten.



    Richtig. Eine Box enthält 6 Dickwaben = 8kg Honig.
    Zwei Handgriffe, und der Honigraum ist leer.
    Dafür habe ich 2 Rolladengurte als Tragschlaufen angetackert.
    Rechts und links getragen hat man ein ausgeglichens Transportgewicht.
    Gut für den Rücken... :p

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,


    eine Anmerkung zur Bienenflucht habe ich noch.


    Bei der Segeberger Beute oder auch bei anderen Magazinen legt man die Bienenflucht zwischen den Honigraum und dem Brutraum. Hierbei muss nur die obere Zarge angehoben werden, die Bienenflucht aufgelegt werden und danach kommt die abgehoben Zarge wieder drauf. Man wartet ungefähr einen Tag und die Bienen haben den Honigraum verlassen.


    Bei der Golzbeute und Deiner Umsetzung musst Du erst alle Honigwaben mit den Bienen entnehmen, die Bienenflucht einsetzen und die Honigwaben auch. Warum fegtst Du die Bienen nicht gleich in einen großen Eimer mit glatten Wänden und setzt Sie dann vor das Flugloch. Du hast bei Deiner Vorgehensweise meiner Meinung nach keinen Nutzen oder Vorteil gegenüber der von mir beschriebenen Methode. Sinn würde machen das Absperrgitter breiter zu bauen, damit die Bienenflucht in die Mitte des Absperrgitters eingeschoben werden kann. Dadurch hast Du den Vorteil. Du brauchst die Honigwaben mit den Bienen nicht herausnhemen.


    Gruß


    Uwe (Drohne21)

  • Hallo Toddybaer,


    es ist richtig was Du sagst. Es passen wirklich ganze Völker rein. Mit diese Beutengrößen wurde auch in der Vergangenheit geimkert.


    Nachteil: Entwickelte sich in dieser Beute ein starkes Volk, musste rechtzeitig geschröpft werden, damit der Schwarmtrieb verringert oder sogar verhindert wurde.


    Bei der originalen Golz-Beute habe ich 2 x 17 Waben also insgesamt 10 Waben mehr und bei der erweiterten Golz-Beute 2 x 20 gleich 16 Waben mehr zur Verfügung.


    Das verringert die Schwarmtätigkeit enorm. Die 2 x 12 wurde wegen Ihrer Kompaktheit bisher auch zum Wandern hergenommen, mit dem Nachteil, das der Honigraum bei starken Trachten relativ früh gefüllt wurde, aber bis zur Entnahme nicht richtig reif war. Aus diesem Grunde benutze ich dieses Maß als Ableger.


    Interresant wäre auch bei einer 2 x 12 Beute auf den Boden zu verzichten, diesen auf eine bestehende 2 Beute aufzusetzen. Damit wären wir dann wieder bei der Betriebsweise mit den Magazinen. Leider ist diese Betriebsweise aufgrund der schweren Golzbeute nicht für Leute mit Rückenproblemen geeignet. Sollte ich ein Material finden, welches sehr leicht und trotzdem Stabil genug ist und den gleichen Dämmwert wie Holz aufweist liese sich auch diese Konstruktion umsetzen.


    Gruß


    Uwe (Drohne21)