Bienen verschicken ?!

  • ... kann man eigentlich Bienenvölker per Post verschicken?


    Hat jemand schon einmal ein ganzes Magazin verschickt?


    Andi

  • Wenn ja, dann mit einem Spezialversender, der sich auf Tiere spezialisiert hat. Ein paar gibt es davon, die alles was lebt hin und her fahren. Dürfte sich aber für ein Volk kaum lohnen.

  • 3 - 5 Waben Ableger und Kunstschwärme kann man verschicken ...



    ... wie wird das dann verschickt (Verpackung - Belüftung - Schutz gegen Hitze ...)


    Welcher Versender macht das?


    Was kostet das?


    Geht das gut oder oft schief?


    Andi

  • Hol sie lieber selbst ab!
    Sich auf andere zu verlassen, kann arg in die Hose gehen.
    Vor allem sollte man nicht unbedingt eine Hitzeperiode dafür aussuchen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Dafür gibt es unter anderem kunstschwarmkisten mit ganz viel Luftlöchern rundrum drin. Und Futter drin. Und wenn der Transporteur gut ist, wird er den Bienen falls es warm ist auch ab und an mal einen Sprühstoß aus dem Wassersprüher geben.


    Gruß
    Ralph

  • Und wenn der Transporteur gut ist, wird er den Bienen falls es warm ist auch ab und an mal einen Sprühstoß aus dem Wassersprüher geben.


    Gruß
    Ralph


    Ja Ralph, sowas beobachte ich öfter bei Spediteuren. Manche lassen auch auf der Autobahn, wenn es zu warm wird auch mal die Schweine, Rinder oder Hühner an der Raststätte raus, damit die sich ein bischen die Beine vertreten können. Im Verkehrsfunk hört mann dann nur "Rinder auf der Fahrbahn" o.ä., weil die dann die Situation schamlos ausnutzen.:daumen:


    gruesse


    seb

  • Hallo Ralph,
    als vom Fach kommend sage ich Dir, das es verboten ist.
    Du darfst die armen Viecherl beim Transport nicht tränken.
    Aber Königinnen und nackte Völker gehen ja in der Regel schnell durch.
    Außerdem eregen diese Transporte oft viel Aufmerksamkeit.
    (Ich bekomme meist mit, wer da von den anderen Imker was sich schicken lässt)
     
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin Hopto,


    Du fragst doch sicher, weil Du Dir Bienen von weit her schicken lassen willst. Da ist es doch eher das Problem des Versenders.


    Dein Problem wird es erst, wenn die Bienen bei Dir sind. Also nicht nur Deines, auch das Deiner Nachbarn.:-(

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Irrtum, Versand geht IMMER auf Risiko des Kunden bei Bienis (und den meisten Dingen, siehe ebay...)
    Umtausch von tot angekommenen Königinnen ist reine Kulanz.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Tach Sabi(e)ne,


    Irrtum, der Versender hat eine Sorgfaltspflicht und er muß die Sendung versichern, es sei denn der Empfänger stellt ihn explizit frei. Außerdem leistet er Gewähr für die Mängelfreiheit und ist dafür auch noch 6 Monate beweisbeschwert.


    Aber so ist das eben, wenn alle im eBay es falsch machen oder falsch angehen und niemand darum streitet, dann glauben auch plötzlich alle es wäre genau so richtig wie es eben alle machen. Das Versandrisiko geht nur wenn ausdrücklich erklärt auf den Empfänger über. Erklärt wird dieser Risikoübergang, je nach Ansicht des Gerichtes, wenn der Empfänger den Versandweg und die Versandart vorschreibt. Hatt der Empfänger aber bloß die Wahl zwischen vom Versender vorgegebenen Versandarten, dann wiederum nicht. Verschickt der Versender nach eigener Entscheidung und versichert er die Sendung nicht, dann bleibt das sein Problem.


    Verstirbt die Königin oder das Bienenvolk während des Transportes an Altersschwäche oder Herzinfarkt und nicht an den Transportfolgen, dann hat leider der Verkäufer dennoch die Mängelfreiheit der Sache, also der Bienen oder Königinnen dem enttäuschten Erwerber nachzuweisen. Gelingt ihm das, was mir völlig aussichtslos erscheint, nur dann hat der Erwerber Pech.


    Nach Deiner Auffassung, die sich so erstaunlicherweise immer weiter ausbreitet, gäbe es keinen Grund für den Versender überhaupt lebende Tiere einzupacken oder intakte Sachen und ordentlich verpacken müßte er auch nicht. Das aber wäre in niemandes Interesse, außer vielleicht in dem einiger eBay-Halunken.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Tach, Henry,
    nee, dafür gibt es ja AGBs. Und in meinen steht explizit drin, ab dem Moment, wo die Dinge meine Obhut verlassen, bin ich nicht mehr zuständig.
    Ich hab dafür viel zuviel Theater mit als Warensendung verschickter Seife gehabt, die dann nicht ankam, weil der Käufer keinen versicherten Versand wollte, und es dafür wohl eine Menge jetzt wohlriechender Transporteure gibt.
    Die Alternative ist dann nur noch "zum Wiederbeschaffungswert versichert", zahlbar vom Kunden, auf alles andere lasse ich mich nicht mehr ein, ist mir einfach zu teuer.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabi(e)ne,

    dafür gibt es ja AGBs.

    AGB unterliegen dem AGB Gesetz (ein einschränkendes Verbraucher-Schutzgesetz gegen den Verwender) und der Verwender muß nachweisen, daß der Vertragspartner den Vertrag unter Kenntnis und Zustimmung zu diesen AGB abgeschlossen hat. Unerwartete, sittenwidrige oder eine der Vertragsparteien unangemessen benachteiligende Klauseln sind ohnehin rechtsunwirksam. An ihre Stelle tritt die gesetzliche Regelung. Die pauschale Überbürdung des Transportrisikos auf den Erwerber stellt solch eine unangemessene und unabgegoltene Benachteiligung dar. Eine solche Klause hat also keinen Bestand, selbst wenn der AGB-Verwender explizit und rechtswirksam die Verwendung seiner AGB vereinbart hat.


    Vertraglich können die Vertragsparteien jedoch fast alles rechtswirksam vereinbaren. Aber eben nicht so einfach als AGB.


    Und Vorsicht! heute wird jede zur mehrfachen Verwendung vorgesehene und vorformulierte Vertragsklausel als AGB angesehen. Das betrifft also jede Art von Vertragstext in Formularen, seinen es nun eBay-Angebote, Auftragszettel oder auch die immer gleiche Aussage am Telefon. Ein einfaches "Ich verschicke immer nur auf Kunden-Risiko" am Telefon dem zukünftigen Vertragspartner gegenüber ist demnach AGB und keine frei verhandelte Vertragsklausel.


    Dennoch schüchtern solche AGB-Klauseln den uninformierten Uninformierten natürlich ein und lassen ihn von der Durchsetzung seiner Rechte absehen. Aber eben nur den Uninformierten. Also keine Imkerforumsbenutzer.:daumen:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder