Spezialpflanzgerät oder -verfahren

  • Moin Imkers und Landschaftsgärtner,


    ich habe eine sehr lange Weißdornhecke und die versperrt mehrere Wildwechsel. Das tut sie seit Jahrzehnten und das Reh- und Schwarzwild hat sich immer mal wieder durchgedrückt und Schaden angerichtet. Jetzt ist sie aber meine und ich pflege und verjünge die. Diese Wildwechselpfade aber sind nur schwer oder nicht wieder nachzupflanzen, weil die kleinen Jungpflanzen durch die uralte Hecke ringsum zuviel Konkurenz haben. Die kommen dann nicht aus dem Knick.


    Nun hab ich eine Baumschule für aufgetan, die mannshohe Weißdorne als mehrfach verpflanzte Ware zum selber bergen preiswert abgibt. Die Stämmchen könnten im Herbst je in ein Loch von etwa 5cm Durchmesser eingeschwemmt werden und dann gleich oder beim nächsten Schnitt auf Heckenhöhe runtergeschnitten.


    Nur wie krieg ich 150 solche Löcher in den Boden in meiner Hecke?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    evtl. hat die Baumschule leihweise einen Pflanzlochbohrer für Dich.
    Gibt's bei Dir keine Ausleihstation für solche Geräte ?
    Leute die viel Zäune bauen, haben auch solche Maschinen...


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Moin,


    das Problem ist Bißchen, daß die Hecke ja dennoch sehr breit ist und daß man zum drehen an Bügeln oder Hebeln kaum oder keinen Platz hat. Und es ist Weißdorn.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • wo sich Schwarzwild durchgedrückt hat, da solltest Du mit dem Bohrer auch durchkommen. An Hebeln und Bügeln brauchst Du nicht drehen. Die Dinger haben einen Motor, einfach senkrecht halten und mit dem Daumen Gas geben.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Hartmut,so einfach wie du es beschreibst geht es nicht !!!
    Ich habe schon etliche tausend Löcher mit den Motorbohrgeräten gebohrt und wenn du keinen Platz hast ist das schlimmer wie Sträflingsarbeit !!!
    BEI WEIßDORN SOWIESO !!!


    Henry meiner Meinung hilft dir nur wenn du dir Platz machst und dir dann ein Bohrgerät ausleihst !!!


    MfG
    Axel

  • Hallo Henry,
    die Hecke ist lang und breit und ist seit Jahrzehnten an einigen Stellen durch Wildwechsel durchbrochen! Soweit die Zusammenfassung richtig?
    Warum der Aufwand? Wenn hier eine so große Hecke ein paar Lücken aufweist, dann lass Sie einfach wie sie ist und pflege den Rest. Den Wildwechsel wirst Du durch Neupflanzungen nicht unterbinden. Es wird nur Arbeitszeit und Kosten verursachen und der Erfolg wird mäßig sein, man könnte auch SAUmäßig sagen.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • hab ich eine Baumschule aufgetan, die mannshohe Weißdorne als mehrfach verpflanzte Ware zum selber bergen preiswert abgibt. Die Stämmchen könnten im Herbst je in ein Loch von etwa 5cm Durchmesser eingeschwemmt werden


    Mannshohe, mehrfach verpflanzte Gehölze passen auf keinen
    Fall in ein 5 cm Pflanzloch - oder meist du 50 cm?
      Irgendwie versteh ich die Frage nicht!????

  • Wer es versucht dem Wild einen Wechsel zu nehmen, wird ziemlich sicher um eine Illusion ärmer und vermutlich um mehrere Wechsel reicher.
    Ich kann es nicht verstehen, warum die Tiere nicht in Ruhe gelassen werden. Es hängt zu oft vom egoistischen Standpunkt ab, wie jemand seine Naturfreund-lichkeit vertritt. Er kann sich einordnen. Er kann sich aber auch zum Störfaktor aufspielen.


    Manne

  • Moin Manne,


    ärger Dich nicht! Die Hecke ist meine Grundstückseinfriedung. Ich hab' keinen Zaun und keinen Maschendraht. Deshalb muß sie so dicht sein, daß sie den Zaun ersetzt. Gegen Mensch und Tier.


    Hinter der Hecke steht mehrfach im Jahr Weidezaunnetz, weil meine Schafe die Fläche kurz halten. Ich möchte nicht ständig die Netze einbüßen, nur weil ein Vieh da rein rennt. Noch lieber würde ich auf die Netze verzichten, weil meine Schafe die Hecke nicht überwinden können.


    In dem Grundstück ziehen ich Gehölze nach. Jedesmal, wenn der Rehbock eindringt war ein Großteil der Arbeit für die Katz'.


    Ich glaube nicht, daß ich als Störfaktor auftrete. Ich glaube aber, daß Du das glaubst.


    5 cm Pflanzloch: Da es eine Hecke ist, würden größere Löcher den Wurzeln der Nachbarn schaden. Die Wurzelform der Weißdornspieße läßt diesen kleinen Pflanzlochdurchmesser zu.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry,


    irgendwas stimmt nicht:
    Die Schafe können die Hecke nicht überwinden. Wozu brauchst Du dann das Weidezaunnetz?
    In dem Grundstück ziehst Du Gehölze nach, die der Rehbock beschädigt. Wie sieht der Schaden aus? Welchen Anteil haben die "Wollböcke" an den Schäden?


    Warum zäunst Du nicht einfach die Baumschule auf dem "Rittergut" ein?


    Gruß
    Manne

  • irgendwas stimmt nicht:

    Doch Manne - alles stimmt

    Zitat

    Die Schafe können die Hecke nicht überwinden.

    Wer sagt das? Im Moment sind die Löcher der Hecke groß genug, daß sie durch können.

    Zitat

    Wozu brauchst Du dann das Weidezaunnetz?

    Na weil sie sonst da auch durch gehen.

    Zitat

    In dem Grundstück ziehst Du Gehölze nach,

    Auch das stimmt.

    Zitat

    die der Rehbock beschädigt.

    Wieder richtig.

    Zitat

    Wie sieht der Schaden aus?

    traurig.

    Zitat

    Welchen Anteil haben die "Wollböcke" an den Schäden?

    Ich hab' Kameruner. Ganz ohne Wolle. Ihr Anteil an den Schäden ist gleich 0. Sie fegen nicht, sie würden eher verbeißen.

    Zitat

    Warum zäunst Du nicht einfach die Baumschule auf dem "Rittergut" ein?

    Welches Rittergut, welche Baumschule? Mein Problem sind Löcher in der Hecke.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry,


    zum einen muessten die Loecher tatsaechlich 50 cm gross sein (also Spaten, Kreuzhacke und Muskelkraft zeinsetzen), zum anderen ist es tatsaechlich fraglich, ob Du damit den Wildwechsel unterbinden kannst.
    Erfahrungsgemaess suchen die sich, wenn sie nicht die henry'sche Neupflanzung plattrampeln, einen anderen Wechsel.