Abstossen der Bienen vom Rähmchen

  • Hi,
    Das allseits Bekannte abstossen der Bienen vom rähmchen,
    (greifer in der mitte des oberteils , und mit der einen hand auf die andere schlagen)
    klappt eigentlich auch ganz gut,
    allerdings, bie den schweren ´2-3 kilo honig und pollen (viel zu viel im brutraum) rähmchen, klappt das nicht,


    gibt es da spezielle techniken ;)
    oder warum klappt das da nicht?

  • aber eigentlich heisst es ja, das abstossen die bessere technik ist,
    sagt man dann einfach, bei den schweren geht das nicht, und man nimmt den besen?
    (so mache ich es eben dann, geht ja nicht anders,)
    so nen gänsekiel wäre bei mri schnell verklebt und zersaust,
    da bleibe ich doch dann bei besen

  • Hallo, Matthias,
    nein, abstoßen ist NICHt die bessere Technik, weder bei Brut- noch bei Honigwaben.
    Bei Honigwaben schleuderst du Nektar überall hin damit, Räuberei läßt grüßen, und bei Brutwaben können die Larven vom Futtersaft rutschen.....
    Und klar, mit einer Gänsefeder kommt man nicht weit, aber in jeder Geflügelschlachterei gibt es ab Oktober die Flügelspitzen mit den schönen großen Federn säckeweise.
    Kurz brühen, mit der Zange die Federn ziehen (die sitzen nämlich im Knochen) und mottengeschützt aufbewahren.
    Pro Flügelspitze = 5 Federn.
    Wer schlau ist, macht einen Nebenverdienst für den nächsten Bogenverein daraus, und nimmt noch Putenfedern dazu....aber immer schön sortieren nach rechten und linken...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Na, ich mein doch ganze Gänseschwingen und nicht nur eine Feder :mad: 
    Und verkleben tut dabei gar nichts. Meine aller erste ist jetzt seit 4 Jahren im Einsatz und fegt genauso gut wie neue Federn, ist nur grau und nicht mehr weiß.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo, Christian,
    versuch mal einzelne Federn, das geht noch besser.
    Eine ganze Schwinge ist noch zu klotzig, mit einer allein kannst du viel zarter abfegen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • *seufz* weil man es ihnen so beigebracht hat und sie nicht drüber nachdenken?
    Und überleg mal, was du einer verdeckelten Brutwabe unter Umständen mit sowas antust, an manchen Tagen sind die Puppen sehr empfindlich, was Stöße angeht.
    Ich versuch ja immer, alles was ich tue, aus Bienensicht zu sehen, und abstoßen ist da eher ungesund.
    Und, mit Verlaub, sowas machst du auch nur ein paar mal hintereinander, ab einer gewissen Völkerzahl geht das einfach nicht mehr, weder mit der oberen noch der unteren Hand.
    Und das Risiko, dabei die Königin unentdeckt ins Gras zu befördern, ist auch nicht ohne.
    Dann schon eher in einen Kehrfix investieren...wenn mal Geld da ist.:wink:

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    Bruce Springsteen

  • Hallo Ihr zwei Disputierenden,


    ich geb auch mal meinen Senf dazu ...


    Sabine hat völlig recht, dass es mit einer einzelnen Feder viel sanfter geht. Wenn Du, Matthias, ganze Schwingen hast, kann man die etwas kräftigeren Federn bequem rauslösen.
    Abschlagen hab ich, ehrlich gesagt, früher auch gemacht, immer so mit der Faust auf die die Wabe haltende Hand. Nach einer gewissen Zeit tat das nicht nur den Maden oder Puppen weh, sondern auch dem Imker ...


    Was ich aber sagen wollte, ich persönlich wechsle jährlich aus hygienischen Gründen die Schwingen (oder Federn) in den Völkern.
    Ganz einfach, wir holen unsere Weihnachtsgans und dabei kann man kostenlos auch gleich noch Schwingen "ordern". Mittlerweile sind wir bei dem Bauern so bekannt, dass ungefragt die Dinger schon bereitliegen.
    Dann noch am "Knochenrest" (weiss nicht genau wie das heißt) mit dem Feuerzeug etwas abgebrannt (wg. evtl. Ungeziefer) und Du kannst sie verwenden.


    mit freundlichen Grüßen
    aus dem Sachsenlande


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Hallo, Wolfgang,
    was wir brauchen, ist die Flügelspitze, und die wird, weil da null Fleisch dran ist, (es sind die "Finger" der Gans), direkt nach dem Schlachten abgekniffen.
    Das sind aber die Federn, die das meiste beim Fliegen aushalten müssen, die haben immer den weitesten Bewegungsweg, und sind deshalb auch am stabilsten.
    Deswegen ja auch so schön zum Befiedern von Pfeilen, im Handel gibt es meist nur amerikanischen Truthahn, weil höhere Stückzahlen und längere Federn, aber Gans fliegt echt schöner (ich bin ja immer noch auf einen Satz linker Eulenfedern scharf, weil die angeblich auch auf dem Pfeil kein Geräusch machen. Der Aberglaube besagt, sie bringen Unglück, aber wohl nur dem Opfer...:wink:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabiene,


    stimmt, aber bei meinen ist immer noch so'n Rest Knochen dran ...


    mit freundlichen Grüßen


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • :confused: Ich kriege immer die ganze Spitze, müllsackweise, und brühe dann kurz und ziehe die Federn.
    Kriegst du sie gezogen oder gesägt oder wie?
    Gegen Federmilben hilft übrigens die 85%ige Essigsäure im Müllsack für zwei Wochen, ansonsten besteht die Gefahr, daß der Kiel ausgefressen wird, und man nach ein paar Monaten nur noch Brösel hat...:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabine,


    mal zum Abschluss ...
    Offensichtlich ist bei mir genauso, nur nicht müllsack- sondern für meine paar Völker stückweise ...
    Da bin ich mit dem Feuerzeug, auch als Nichtraucher, in 5 Minuten fertsch (für Nichtsachsen - fertig).


    Diesen Brösel hab ich schon mal erlebt und anschließend den Tip von einem Dritten befolgt -siehe oben-
    Seitdem ist nichts mehr, außer dass es mal ein bißchen stinkt ...


    mit freundlichen Grüßen


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • kleiner Anhang:^^
    Wenn verdeckelte Brutwaben abgestoßen werden, wird die Körperflüssigkeit in den Maden durcheinandergewirbelt (die "zellen" die grade Ihren richtigen Platz gefunden haben)... hab ich zumindest mal gehört^^.

    Die modernste Form der Armut ist das "Keine Zeit haben".