aggressive Bienen im Anflug - was tun?

  • Hallo liebe Bienenfreunde,


    wir und unsere Gäste werden auf unserer Terrasse von aggressiven Bienen aus der direkten Nachbarschaft angegriffen und auch gestochen! Wir freuen uns, dass hier Bienen leben, wollen aber nicht angegriffen und gestochen werden - ist ja klar.
    Kennt jemand einen Duftstoff oder anderes ökologisch vertretbares Mittel, die Bienen auf Abstand zu halten? Die empfohlene Zitruscreme hilft kaum (wenn überhaupt).
    Was tun?

  • Hallo,
    kannst du uns etwas mehr über deine Situation aufklären?
    Stehen die Bienen sehr nah an deiner Terrasse, ohne hemmende Sträucher oder Sichtschutz, oder gar mit Flugloch direkt in eure Richtung?
    Die Mädels auf Abstand halten geht mit Nelkenöl, aber das ist allergentechnisch nicht unbedenklich.
    Es gibt aber eigentlich keine Bienen, die weiter als ein paar Meter vom Flugloch wirklich aggressiv reagieren, und schon gar keine, die "einfach so" Menschen stechen, ohne jeden Grund.
    Für Wespen ist es noch viel zu früh, die können es nicht sein.
    *kratz*
    Erzähl mal bitte noch was dazu...Situationen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich würde auch sagen, daß das für Bienen recht ungewöhnlich ist. Ich nehme derzeit jedes Wochenende 20 Bienenvölker ohne Schutz auseinander und kriege in der Regel gar keinen Stich.
    Schlagt ihr (fuchtel, fuchtel) nach den Bienen? Ist es etwa die gelb/schwarze Sorte? Vielleicht hast du ein Photo? Wisst ihr wo die Ihr Nest haben?
    Also, normal ist das nicht, schon gar nicht zu dieser Zeit. Bitte mehr Details.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo liebe Bienenfreunde,
    wir und unsere Gäste werden auf unserer Terrasse von aggressiven Bienen aus der direkten Nachbarschaft angegriffen und auch gestochen!


     
    Moin ,Moin aus Hamburg ,
    Bienen eines benachbarten Imkers ? oder Freiflieger ?
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Einen schönen guten Tag den Bienenfreunden.


    Ein ähnliches Problem haben wir auch und möchten uns deshalb als Nichtimker und Bienenlaie gern von Ihnen ein paar Informationen holen.
     
    Unsere Familie hat auf dem Dorf gebaut. Der Nachbar ist Besitzer zweier Bienenvölker und wohnte schon vorher dort. Seine beiden Bienenstöcke hatte er zu der Zeit an der Außenwand der Garage in ca. 50 m Entfernung zu unserem Grundstück.
     
    Einige Zeit nachdem wir eingezogen sind, stellte er ein Gartengerätehaus mit separatem Raum für seine Bienenvölker auf. Die Kästen hängen natürlich außen, sind aber von innen zugänglich. Das Gerätehaus steht ca. 2 m von unserer Grundstücksgrenze entfernt. Was uns nicht weiter stören würde. Eine Hecke aus immergrünen Koniferen mit 3 m Höhe ist dazwischen.
     
    Seit dem sind die Biester etwas lästig. Nicht was das Schwärmen betrifft. Da geht man halt in Deckung und wartet bis die Sache vorbei ist. Als Bienlaie weiß ich immerhin, das Bienen einen nichts tun, wenn sie nicht bedroht werden. Nur die Bienen scheinen das nicht zu wissen. Öfters mal schwirren die in die Haare und wollen nicht wieder raus. Vor einiger Zeit summte es wieder bei mir um den Kopf. Eine Handbewegung war schon zuviel. Bei zweiten Anflug stach sie zu.
     
    Gut dachte ich. Werde ich also noch cooler. Letzte Woche summte es beim Garten sprengen wieder in den Haaren bei mir. Ich blieb diesmal still stehen. Gestochen wurde ich trotzdem. Meine Frau ebenfalls schon einmal. Die Kinder glücklicherweise noch nicht.
     
    Was machen wir jetzt noch falsch? Mehr als still stehenbleiben geht doch nicht. Die Kinder werden sicher Panik bekommen und nach der Biene schlagen.
     
    Auffallend ist, dass die Attacken immer gegen den Kopf und meist in die Haare gehen. Die surrt dann wie wild in den Haaren, wie wenn sie unbedingt durch ein geschlossenes Fenster will. Ab und an fliegt sie zwischendurch auch mal eine Schleife um gleich darauf wieder in den Haaren zu landen. Gehe ich weiter weg, lässt die Biene es dann irgendwann sein und fliegt weg. Gehe ich wieder zurück, ist wieder da. So ab 15 m Abstand zum Stock gibt es keine Attacken mehr.


    Sind manche Bienen halt ein bisschen "blöde im Kopf"? Oder sind 5 m Abstand zum Kasten halt zu wenig.


    @ Spendierbiene 2007
    Was ist umweiseln??


    Dank für hilfreiche Antworten.

  • Hallo ihr Leidgeprüften,


    wenn es in eurem Garten so ist, wie geschildert, solltest Du evtl. einmal (freundlich) mit dem Nachbarimker/Imkernachbarn reden.
    Oft weiß er gar nicht von den Problemen und es ist ein Leichtes, Abhilfe zu schaffen.
    Meist genügt es, den Anflug der Bienen zu verändern, sprich die Kisten in eine andere Richtung zu drhen. Oder aber in die Nähe des Ausflugs eine Vorrichtung anbringen, die die Bienen zum Hochfliegen bringt, z.B, Rohrmatten oder auch natürlicher Bewuchs etc.
    Auf jeden Fall würde ich mal mit dem Nachbar das Problem erörtern.
    PS:
    "Umweiseln" heißt auf Imkerdeutsch: Dem Volk eine andere Königin geben. Möglichst eine, die friedlicher veranlagt ist.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Wenn Du es nicht schon gemacht hast, dann stelle Dich bitte vorher Deinem Nachbarn vor.
    Er, wie wir auch, würden gerne wissen mit wem wir es zu tun haben.


    Ich bin da noch auf der Suche nach einem Herbert Mann. Kennt evtl. jemand diese Person ?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Danke erst einmal für die schnellen Antworten.


    Mit dem Nachbarn sprechen, dass haben wir schon getan. Sogar mehrmals. Er meinte auch nur, die Bienen tun nichts, wenn sie nicht gereizt werden. Auf unsere Frage, ob er nicht die Kästen wieder an die Garage umhängen könne meinte er, dass er sich das Gerätehaus extra als Bienenhaus angeschafft hat. Von der Mentalität her ist er so der Typ (Achtung Ironie) sturer alter Bauer.


    Was gibt´s da so für gesetzliche Bestimmungen, bezüglich Abstandsflächen? Ist doch sicherlich Länderrecht, wie sieht es damit in Brandenburg aus?




    Sein Bienenhaus ist das braune rechts der Koniferen. An der oberen Längsseite des Hauses hängen seine Kästen. Das gelbe links der Hecke ist unser Gartenhaus. Innerhalb des roten Bogens werden wir attackiert. Zu den Maßen: unser Gerätehaus hat die Maße 2,20 Meter (vom Bild aus links nach rechts).


    Gruß aus Brandenburg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hartmut () aus folgendem Grund: auf persönlichen Wunsch

  • Hallo Felix2000,


    das gezielte Anfliegen von Kopf mit Haaren läßt mich auf Duft schließen. Das kenne ich sonst von Spätsommer her, aber hier ist es ja zur Zeit extrem trocken, so daß sie extrem suchen und sich für alles interessieren, was interessant riecht. Mal zum Versuch auf ein unparfümiertes Shampoo wechseln.
    Der Nachbar hat sich nicht wirklich was vorzuwerfen. Zwar ist der Standort an der Grenze 'grenzwertig', aber die Hecke ist eine wirksame Maßnahme, um Bienenflug umzuleiten und "im ländlichen Bereich ist Bienenhaltung als ortsüblich zu dulden".


    Gruß Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Das gezielte Anfliegen konnten wir bisher jedenfalls nicht so recht deuten.
     
    Ich ging bisher eher von Attackieren um zu vertreiben aus. Als weitere Möglichkeiten schwebten mir auch Duft vor. Zwar nicht ganz erklärlich, da die Anflüge meist Nachmittags/Abends erfolgen, weil wir Vormittag arbeiten und demzufolge nicht da sind, und vom Duschbad/Shampoo nachmittags nicht mehr viel übrig ist. Feuchtigkeit/Schweiß war auch noch eine mögliche Variante. Da es extrem trocken ist, vielleicht stürzen die sich auf alles was auch nur ein bischen feucht ist.


    Nachtrag: Heute 18.50 wieder gestochen worden. Ich war an der Wäschespinne beschäftigt (das blaue Dings auf der Wiese). Eine der Ladys hatte es mal wieder auf mich abgesehen und umschwirrte eifrig den Kopf. Ich zog mich langsam ohne Fuchtelei zur Terrasse zurück. Die Dame kam hübsch mit. Durch die Terrassentür ging ich ins Haus. Mit Begleitung. Im Wohnzimmer ließ sie sich dann oben in den Haaren nieder und stach zu. Grrrrr.

  • Hallo,


    das scheint ja ein echt übler Fall von Stechteufeln zu sein. Ich würde mal überprüfen, ob nicht auf Euerer Seite im Bereich des Geräteschuppens sich vielleicht ein Schwarm niedergelassen hat. Daß die Bienen des Nachbars, trotz der hohen Abschirmung durch die Koniferen so aggressiv sind, ist unerklärlich. Zumal Du ja "Duft-Reize" ausschließst.


    Vielleicht leiht Dir der Nachbar ja mal seinen Schleier, damit Du selber mal um Dein Gerätehaus alles inspizieren kannst, um einen "wilden" Schwarm auf Deinem Grundstück auszuschließen.


    Grüße aus dem Hegau,
    Emil

  • Hallo Zusammen,
    ich habe da einen ganz anderen Verdacht:
    Es sindnicht die abfliegenden Bienen, sondern die heimkehrenden Bienen,
    bzw. die, die das gerne würden aber aus nachgenannten Grund nicht können.
    Schaut Euch mal Felix´Grundstück an und das Nachbargrundstück.
    Beide Seiten der Hecke sehen doch fast gleich aus.
    Für das Bienenauge ist es kaum unterscheidbar, auf welcher Seiote der Hecke sie sich befindet.
    Vor Allem wenn sie durch Abdrift nicht mehr genau weiß, wo sie sich genau befindet.
    Dann sucht sie auch auf Felix´Heckenseite in seinem Gartenhaus nach ihrem Stock.
    Und diese verzweifelte Suche schlägt irgendwann in Agressivität um.
    Das kann man auch manchmal mit den Bienen erleben, die nicht mehr,
    aus welchen Grund auch immer, in den Stock gelassen werden.
    Und wenn man sich dann noch unbeabsichtigt in Kleidung oder Haaren verfängt...
    Auf den Bild ist auch die Terasse zu erkennen,
    meistens sind die nach Süden.
    Demnach könnte der Westwind Bienen wie oben geschildert von der "Bahn bringen".
    Gegen eine Störung vor dem Flugloch spricht noch, das dann eine Verdeitigung dieses Bereiches viel häufiger wäre .
    Eine Lösung wäre, das der Nachbar den Bereich vor dem Flugloch eindeutig kennzeichnet, so das die Bienen sicher erkennn können, das sie auf der falschen Seite sind.
    Weiter könnte Felix dafür sorgen, das Teile seines Grundstückes so gestaltet werden, das der Wind darüber hinweggeht.
     
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • ....Weiter könnte Felix dafür sorgen, das Teile seines Grundstückes so gestaltet werden, das der Wind darüber hinweggeht.


    Hi Lothar
    Wie z.B. ? Die Hecke gehört dem Nachbarn.


    Die Terrasse geht exakt nach Südwest.


    Schau mal im anderen Forum da hatte ich noch was gepostet.


    hegauer
    Einen wilden Schwarm haben wir definitiv nicht. Das Gerätehaus inspiziere ich zurzeit regelmäßig um auszuschließen, dass sich Wespen dort niederlassen.


    Gruß und schönen Sonntag noch