Zanderbeute zusammenstellen - bitte um Rat

  • Hallo Zusammen,
     
    nachdem man mir gerade aufs Fahrrad hilft, wie ich einen Bienenschwarm von einer Kuntzsch- in eine Zanderbeute bekomme (gleiches Forum anderer Kanal), stellt sich dem entflammten Einsteiger die Frage: Welche Bestandteile des (variablen) Magazinsystems benötige ich denn zum Start überhaupt? Im Moment wohnen die Bienen auf einer Brut- und einer Honigzarge (eben Hinterladermäßig bescheiden).
     
    Shopmäßig habe ich mich einmal umgesehen, die Grundelemente muten immer gleich an, allerdings scheint mir der Teufel im Detail zu stecken. Über einen kurzen Kommentar zur folgenden Übersicht würde ich mich sehr freuen.
     
    Dank & Gruß , Störtebeker
     
     
    Von oben nach unten (am Beispiel einer Zanderbeute nach Liebig) ...

    • Dach bzw. Deckel (klaro)
    • Futterzarge (auch klar)
    • Honigzarge (eine oder zwei? ; wie Brutzarge oder etwas kleineres, z.B. Euroflachzarge?)
    • Absperrgitter
    • Brutzarge (zwei oder drei?)
    • Unterboden (flach oder hoch?)
  • Meine Meinung :
    Futterzarge weglassen-Honigzarge und Plastikwanne verwenden.
    2 Honigzargen-kann man nie genug haben,und sei es zum Wabentransport. im gleichen Mass wie im Brutraum (sofern Du 25 kg heben kannst).
    2 Brutzargen


    Das ganze im Zandermass oder im Deutschnormalmass (Dn/ZM).


    Am Boden scheiden sich die Geister.
    Hoher boden zum Wandern-Flacher Boden für die Standimkerei.
    Bei hohem Boden ev. Bausperre

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Öhmmm, heftiger Widerspruch!
    2 Honigzargen sind auf jeden Fall zuwenig, und um Himmelswillen keine Zanderganzzargen dafür! Die Bandscheiben werden es danken!
    Das geht solange gut, bis es einmal *knack* & *auaaaaaaa* macht.
    Frag Toyotafan.....
    Und Futterzargen mit bienenfreier Fütterung (Seitenaufstieg über volle Breite mit Gitter drüber) sind im Herbst sehr komfortabel und auch Räubereiverhindernd.
    Hoher Boden nur, wenn richtig gewandert wird, für Kurzstrecken nicht nötig.
    Bei Zander und Standardimkerei müßtest du mit 2 BR hinkommen...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich verwende das gleiche Maß bei allen Zargen. Das macht den Wabentausch einfacher. Die ausgeschleuderten Honigwagen kommen bei der Spätsommerpflege als neuer Brutraum obendrauf und fertig. Dafür wird die unterste Zarge entfernt und die Waben eingeschmolzen. Lagerfeuer hat es schon angesprochen, wiegt halt auch mal 25 kg.
     
    Zum Einfüttern nehme ich eine leere Zarge und ein Plastikgefäß, fertig.
     
    Mein Aufbau, von unten:
     
    - Gitterboden
    - zwei Brutzargen
    - Honigzarge(n)
    - Innendeckel
    - Aussendeckel
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo, Werner,
    wie viele Waben hast du denn da drin, wenn die nur 25kg haben?
    Ich hab 12 DNM, bzw. jetzt 13, und wenn die voll sind, krieg ich dicke Backen und nix bewegt sich mehr....
    Die halbhohen haben ja schon mehr als 15kg, und in über Schulterhöhe ist das schon langsam kriminell....:wink:


    edit: die Segeberger mit 11 hatten ja schon immer locker 30kg...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Ich würde jedem Anfänger empfehlen: Pro Volk drei normale Zargen. 2 für den Brutraum, einen für den Honigraum zwecks Bauerneuerung und die eigentlichen Honigräume nur Halbzargen. Der Boden ist hoch, dann sind die Bienen auch bei heißem Wetter aufgeräumt und lassen sich leicht wandern.


    Fortsetzung folgt.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Sabine,
     
    das Ganze ist ein Überschlag, der sich folgendermaßen zusammensetzt:
     
    10 Waben a 2 Kg = 20 kg + Zarge mit 3,5 kg ergiebt rein rechnerisch 23,5 kg, als rund 25 kg.
     
    Ich habe jetzt eine Paketwaage. Beim nächsten Schleudern werde ich dann mal eine Zarge wiegen. Interessiert mich auch!
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo Zusammen,
     
    es macht Spaß euch zuzuhören/lesen. Ihr glaubt gar nicht wie wertvoll eure Kontroversen für den Einsteiger sind. Selbst bei so simplen Fragen wie der meinen. Das nicht alle die gleichen Ansichten vertreten ist zweifellos normal ... wo wäre dem nicht so ... und der eigenen Meinungsfindung unterm Strich nur förderlich. Außerdem ist es so auch weniger langweilig ...
     
    Soweit ich herauslese sind die Auffassungen lediglich beim Maß der Honigzarge unterschiedlich; wobei es eher eine Geschmacks- respektive Gewichtsfrage zu sein scheint. Beim Boden scheint in meinem Falle ein flacher auszureichen, da das Wandern zunächst nicht angedacht ist.
     
    Ich danke euch, fühle mich jedenfalls ordentlich was schlauer, nun kann ich mir die entsprechende Beute im Onlineshop konfigurieren und dann endlich mein Volk umziehen lassen. Wobei ich ehrlich gesagt staune, wie ein kleines Hinterladervolk zwei bis drei Brutzargen und eben so viele Honigzargen füllen kann. Geben noch mal richtig Gas, die Mädels, wie? Die Spannung steigt ...
     
    Gruß, Störtebeker

  • :lol: Störtebeker,
    du müßtest meine CB-Völker sehen....*ggg*
    Seit dem letzten Aufsetzen brauch ich eine Leiter, wenn ich oben reingucken will....
    Deshalb ja meine Ansage, bloß keine ganzen Zargen für die HR zu nehmen, auf Dauer brichst du dir das Kreuz.
    Klar ist das aufwendiger beim Schleudern und bei der Bauerneuerung muß man auch kreativer sein, aber was ist eine kaputte Bandscheibe wert?:wink: 
    Mit 20 hätte ich auch nur gelacht, seit 37 lache ich nicht mehr....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    ich muss Sabi(e)ne "richtig" geben. Ich habe auch nie auf ältere gehört. Man hat mir damals 8er Zander empfohlen. Jetzt habe ich im Honigraum 3/4 Langstroth und möchte das kaum noch schleppen. Werner darf wiegen und wiegen und er wird feststellen, dass im Schnitt im Zehnermagazin nicht mehr als 15 kg Honig rauskommen. Das trifft auch auf meine 10 Dickwaben zu. Wenn ich mich so recht erinnere habe ich wegen des Problemes von Sabi(e)ne umgestellt. Zwei Bruträume, vier Honigräume (einen habe ich schon mitgebracht)voll im Raps und dann die Bienenflucht und noch ein Magazin dazwischen. Das war eine Stemmerei.


    Lass die Finger vom niedrigen Boden, man wandert schneller als man denkt. Was soll der Wildbau unten. Alle reden hier von Naturbau und führen ihn die Bienen auf, dann fängt das Geschrei an - Bausperre, niedriger Boden.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo zusammen,
     
    ich mag euch ja durchweg alle recht geben, dass eine normale Zarge schon schwer werden kann. Noch bin ich aber jung (46) und kräftig und kann die Zargen problemlos heben, so dass für mich die einfache Bauerneuerung noch mehr zählt als einfaches Heben.
     
    Das Gewicht von 25 kg ist ein maximales Gewicht. Mehr geht einfach nicht rein in die Kiste, dann ist sie voll. Ich würde heucheln, wenn ich behaupten würde, bei mir haben alle Kisten dieses Gewicht.
     
    Gruß
    Werner

  • Moin, Werner,
    ein klitzekleiner Bandscheibenvorfall, und du denkst plötzlich ganz anders darüber...:lol:
    Und glaub mir, einer reicht fürs ganze Leben, das muß man nicht nochmal haben, frag Toyotafan! :lol:
    Auch in diesem Fall gilt wie immer: Vorbeugung ist der beste Arbeitsschutz.
    Guck dir mal Toyotafans Vortrag dazu an, der ist sehr ergiebig.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabine, hi @all,


    aus dem Vortrag von Toyotafan geht aber auch hervor, daß das wie das entscheidende ist, nicht nur das was.
    Erstens sind meine vollen Dadant-HR zur Zeit auch kaum leichter, nur etwas "händiger" und zweitens muß Imker ja nicht da stehen wie ein Sumoringer und dicke Backen machen.
    Es gibt Technik, die einem helfen kann, es gibt Transportsysteme und es gibt ein "gewußt wie".
    Zur Nachschau können die Räume ruhig aufs Nachbarvolk geschoben werden, und wem die Zarge zu schwer wird, der hebt notfalls die Waben einzeln raus.
    Mich gruselts, Sabine, wenn ich mir Imker/in auf einer Leiter vorstelle, oben in die 6.Etage reinblinzelnd. Womöglich noch in voller Verkleidung.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Störtebeker,


    Hallo Zusammen,
     
    ... , stellt sich dem entflammten Einsteiger die Frage: Welche Bestandteile des (variablen) Magazinsystems benötige ich denn zum Start überhaupt? ).
    ... , die Grundelemente muten immer gleich an, allerdings scheint mir der Teufel im Detail zu stecken.
    ...
    Von oben nach unten (am Beispiel einer Zanderbeute nach Liebig) ...

    • Dach bzw. Deckel (klaro)
    • Futterzarge (auch klar)
    • Honigzarge (eine oder zwei? ; wie Brutzarge oder etwas kleineres, z.B. Euroflachzarge?)
    • Absperrgitter
    • Brutzarge (zwei oder drei?)
    • Unterboden (flach oder hoch?)


    Als Einsteiger kannst Du natürlich auf einiges verzichten.
    Aber für die Perspektive:


    Auf eine Futterzarge würde ich nicht verzichten. Die Fütterung kann dann auch bei Urlaub oder Krankheit von einem Laien, ohne mit den Bienen in Berührung zu kommen, durchgeführt werden.


    2 Zargen für Brutraum im Sommer und Winter ( 1/1 NM oder ZA) ist ausreichend.


    Ein hoher Unterboden natürlich mit Lüftungsgitter, Bausperre und "Varroabeobachtung" gehört heute zu einer modernen Beute. Er dient als Rückzugsraum für ein ständig sich erweiterndes Bienenvolk an kalten und nassen April-,Mai- und Junitagen. (Wenn diese dann noch vorkommen sollten). Das lästige Bauen an den unteren Brutwaben bei fehlenden MW wird verhindert und der natürliche Fall der Varroen kann entsprechend der Jahreszeit beobachtet werden.


    Ob Voll-, Halb- oder Flachzargen muss jeder für sich entscheiden. Die Anzahl der Zargen wird von der Volksstärke und den Trachtverhältnissen
    beeinflusst. Ich komme als Standimker in der Regel mit 2 Vollzargen
    (1/1 NM) aus. (Gute Tracht : Leipziger Aue, 200 Kleingärten und Linde)


    Das Absperrgitter kannst Du als Test bei einem Volk weglassen. Nach dem Abschleudern entscheide, welche Betriebsweise für Dich die bessere ist.
    Ich imkere mit Absperrgitter (Gitter längs der Rähmchen)