Gibt es die perfekte Beute?

  • Hallo Allerseits!
     
    Ich bin ganz neu hier und auch in punkto imkern:roll: ! Komme aus dem Herzen von Österreich und habe in der letzten Woche angeregt div. Beiträge mitgelesen.
     
    Ich möchte mir die Beuten selber bauen und habe darüber schon die heiß diskutierten Threads gelesen.
     
    Als Material möchte ich Schalungstafeln nehmen und als Beutenmaß habe ich Zander gewählt. Als Brutraum möchte ich den Zander (=Länge der Rahmen)-Dadant (= Höhe der Rahmen) Verschnitt realisieren.
     
    Bezüglich Rahmen, habe ich bei Weber vorbeigeschaut. Was für Rahmen sind besser? Die modifizierten mit geraden Seitenteilen oder die modifzierten nach Hoffmann?
     
    Welche Maschenweite sollte das Gitter für den Beutenboden haben? Konnte dies nirgendwo finden!:confused: 
     
    Das die moderne Beute unten ohne ist, ist ja scheinbar klar.
     
    Wäre sehr für eure Ratschläge dankbar bzw. eine Diskussion anregen bzgl. "Der perfekten Beute"
     
    lg schlumpf

  • Kopf einziehen und ducken, denn es bricht gleich ein Sturm los. *g*
    Wenn du die anderen Threads schon (mit)gelesen hast, wirst du bemerkt haben, dass auf zwei Imker drei Beutenmaße kommen. :-) Is' halt so (im deutschen Sprachraum).
    Du schreibst, du hättest für dich schon ein Maß gefunden. Na dann, passt doch eh, oder? Bienen kann man in beinahe jeder Behausung halten - sogar in Bananenschachteln. Also was soll's.
    Bloß Schaltafeln? Sind die nicht mit irgendwas behandelt? Und ob das dann den Bienen und dem Honig (und dem der den Honig isst) gut bekommt?


    lg, Stefan


  • Die perfekte Beute giebt es denke ich mal nicht, da jede vor und nachteile hat. Das ist meinen Meinung


    Mann Mathias, solche Antworten könntest du dir wirklich sparen, hilft doch keinem - ausser deinem Beitragszähler! :evil:


    schlumpf
    - bei geraden Seitenteilen musst du einen Abstandshalter anbringen. Weber hat da Pilzköpfe in der passenden Höhe; Vorteil: weniger verpappen durch Propolis, Nachteil: eine Arbeit mehr
    -Hoffmannseiten werden mehr propolisiert, machen eben weniger Arbeit
    - Maschenweite 2,2mm, wie das Plaste- und Edelstahlgitter von Weber, hatten wir aber schon ein paar Mal hier
    - Schaltafeln halt unbehandelt nehmen, im Zweifelsfall nach wetterfest verleimten Tischlerplatten fragen
    ZaDant schimpft sich dieses Mass übrigens im allgemeinen Sprachgebrauch :daumen:

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space


  • Bloß Schaltafeln? Sind die nicht mit irgendwas behandelt? Und ob das dann den Bienen und dem Honig (und dem der den Honig isst) gut bekommt?


    Keine Sorge deswegen, Schalungstafeln sind nicht mit bedenklicher Farbe eingelassen. Ich bin seit vielen Jahren BIO Imker und verwende diese seit mindestens 25 Jahren für sämtliche Außenteile der Beuten. Die Auflage lautet lediglich die Farbe etwas abzuschleifen, was mit einer Bandschleifmaschine sehr leicht geht.


    @ Schlumpf


    hast Du auch die ÖBW in Erwägung gezogen? Dieses Maß ist in unserer Region am meist verbreitet und echt Sinnvoll. Zander ist um 3cm niedriger, was natürlich nicht unbedeutend ist. Langstroth wäre eventuell auch in Erwägung zu ziehen.


    @ Pttb


    warum schreibst Du solch einen Quatsch? Es gibt nämlich die perfekte Beute, behaupte ich nun einmal.


    LG Josef

  • Ich *denke*, es gibt immer nur DIE perfekte Beute für den jeweiligen Imker, die jeweilige Biene und die jeweilige Gegend.
    Obwohl man sich dann schon fragen sollte, weshalb Langstroth längs und quer durch Amerika funktioniert...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ...welche ist die perfekte Beute?


    Reden wir zuerst einmal von der Region in der der Betrieb beheimatet ist und welche Betriebsweise vorherrscht.


    In meiner Ostösterreichischen Region wird überwiegend im ÖBW Maß geimkert. Diese Beute hat echt die weitaus günstigsten Eigenschaften in sich vereint. Sehr leicht und billig zum selber machen, sehr günstiges Rähmchenmaß und sehr leicht zum Wandern.


    Man kann mit mit zehn Waben in einem Raum locker überwintern, am Wanderstand genügen drei Zargen vollkommen, wobei hier sehr Variabel gearbeitet werden kann, eben je nach Bedarf und Tracht entweder mit einem BR und zwei HR, oder eben mit zwei BR und einen HR.


    Warum ich dies behaupte: als Wanderimker seit mehr als dreißig Jahren ist mir bisher keine bessere Beute untergekommen.

  • Ich *denke*, es gibt immer nur DIE perfekte Beute für den jeweiligen Imker, die jeweilige Biene und die jeweilige Gegend.


    Genau das isses Sabine was ich vorhin erwähnt habe. Es wäre absoluter Humbug
    in meiner Region mit sagen wir einmal mit Kuntsch zu imkern. Hier hätte ich in der gleichen Beute 14 (!) Rähmchen zu manipulieren, im ÖBW Maß lediglich 10 Waben. Nicht viel anders bei Zander. Allenfalls käme Langstroth oder Dadant infrage.


    LG JOsef

  • Hallo Sabine,
    warum gibt es in Amerika (USA) denn (fast) nur Langstrothbeuten?
    Weil der Markt bereinigt ist und sich nur eine Marke durchgesetzt hat.
    Ähnlich wie bei Motorrädern.
    Meines Wissens ist es aber durchaus nicht so, das nun dort alle das Langstrothmaß in Original haben.
    Über wieviel verschiedene Rähmchenhöhen wird dort diskutiert?
     
    Hallo Josef,
    die Unterteilung/Anzahl des Brutraumes oder der Zargen ist nicht unbedingt an die ÖBW gebunden.
    Das bekommt man mit jedem Rähmchenmaß in Magazinbeuten so hin.
     
    Hallo Zusammen.
    Die perfekte Beute gibt es nicht.
    Jede hat Vor- und Nachteile.
    Wie man letztere ausgleichen kann und ob man diese in kauf nimmt,
    das entscheidet für den einzelnen , ob das nun eine gute oder schlechte Beute ist.
    Aufschlussreich wäre eine Diskussion darüber, was für positive Eigenschaften in einer guten Beute vereint sein müsste.
     
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Langstroth (und Dadant) hat den Vorteil daß es das "internationale" Maß ist.
    Dadurch kann man u.U. viel Geld sparen (In "Billiglohnländern" sind die Beuten und Rähmchen um einiges billiger, obwohl Deutschland so langsam auch zum Billiglohnland wird ;) )
    Bei einem Neuanfang würde ich auf Langstroth setzen.
    (Ich habe zwar keine praktische Erfahrung mit Langstroth, aber wie schon mehrfach beschrieben, ist das Rähmchenmaß für das Wohl und den Fleiß der Bienen zweitrangig)

  • Zitat

    ist das Rähmchenmaß für das Wohl und den Fleiß der Bienen zweitrangig


    Nein, das stimmt SO nicht.Die Biene an sich bevorzugt wenige, aber lange Waben, der Imker will aber kürzere wegen des Handlings.
    Die Bienen leben eben nicht auf Waben, sondern IN Wabengassen, und da ist es einleuchtend, daß wenige lange einen engeren Volkszusammenhalt bieten als viele kurze.
    Da braucht es dann bei Kälteeinbrüchen auch weniger Bienen zum Verschließen der Wabengassen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen