Schwarmvorbereitungen

  • Hallo,
    ist schon interessant. Hab grad ein Volk durchgeschaut.
    Platz ist reichlich, MW werden ausgebaut, BR ebenso. Die Königin stiftet und trotzdem schwimmen in ca. 8 Weiselnäpfchen die Maden im besten Futtersaft. Die Königin hab ich nicht gefunden, trotzdem würde ich gern etwas unternehmen, um außer Schwärmen auch etwas Honig zu ernten im Jahr 2007 :wink: 
    Zwischenbodenableger? Oder einfach Zellenbrechen, oder was tu ich nur... :confused:


    Schubst mich mal! :daumen:


    Gruß
    Ralph

  • Kommt doch drauf an Ralph,


    was Du willst! Vermehren oder Honig?
    Da mußt Du Prioritäten setzen.


    Willst Du Vermehren, dann sei froh und nutz die Chance, siehe
    Schwarmvorwegnahme und Begattungsableger.
    Kriegst Du Waldtracht? Dann bringen Dir die Ableger evtl. auch noch Honig,
    weil Du sie ja so früh gemacht hast und sie sich, so hoffe ich, gut entwickeln werden.


    Willst Du Honig, mach Deinen kleinen Zwischenablg. mit der Alten.


    Gruß Simmerl

  • Hallo Ralph,


    Zellenbrechen bringt meist sehr wenig, übersieht man eine schwärmt das Volk.
    Ich sage immer man sollte möglichst junge Königinnen in den Völker haben wo die Abstammung auch was taugt, es bringt rein gar nichts Königinnen in den Völker zu haben die älter als 2 Jahre sind, die schwärmen hundertmal lieber als eine einjährige Königin.


    Ich lege viel Wert auf schwarmträges Bienenmaterial.
    Ein Volk was in Schwarmstimmung geraden ist bekommt man nur mit einem Zwischenboden im Griff, man muss die Flugbienen vom Hauptvolk trennen weil diese für den Schwarm nötig sind.
    Die Beschreibung steht auf meiner Webseite.
    Ein Volk was in Schwarmstimmung ist baut kaum, ist faul, das sieht man am Flugloch schon, wenn die Bienen am Flugloch rum tanzen, schwacher Bienenflug macht so ein Volk immer verdächtig.


    Macht man einen Ableger von dem Volk ändert sich an dem Schwarmtrieb nichts, macht man den Ableger stärker, ist das Hauptvolk zu schwach für weitere Trachten.


    Jede Königin hat bei mir einen Flügel gestutzt, so kann mir kein Schwarm mehr abhauen, den ich nicht einfangen kann weil er ungünstig in hohe Bäume hängt.


    Ein starker Schwarm hat einen Wert von über 100 Euro, die fliegen davon wenn man nicht achtsam ist.


    Wenn bei mir ein Volk schwärmt geht nur die Königin verloren, die Bienen nicht.
    Viele Imker machen sich in Sachen Schwarmstimmung das leben viel zu schwer, kommen mit dem ganzen nicht klar.

  • Gehen die gestutzen Königinnen mit raus? Falls ja, wie verhinderst Du, dass sie sich zu Fuss verkrümeln?

  • Hallo Thyrie,


    eine Königin mit gestutztem Flügel liegt kurz vor der Beute, höchstens im Abstand von 1 m im Gras.
    Das ist der einzige Nachteil das die Königin verloren gehen kann.
    Man sollte schon ab und zu mal da nach schauen.
    Mir ist es wichtig das ich die Bienen behalte und dadurch keinen Verlust habe.
    Ein abgeschwärmtes Volk kann man für nichts mehr gebrauchen, weil es für eine weitere Tracht zu schwach ist.
    Aus dem Restvolk kann man evtl. Ableger machen, mehr ist damit kaum möglich.

  • Hallo,
    also jetzt mal ein kurzer Bericht von mir.
    Vorweg, ich finde erstaunlich, wie die in einer Nachkontrollzeit von 5-7 Tagen alles voller Schwarmzellen knallen können! :oops:


    Ich habe mich nicht entscheiden müssen. Ein Schwarm war ja schon gefallen, beim nächsten potentiellen Schwärmer hab ich 5 Brutwaben mit anhängenden Zellen rausgenommen, paar Bienen dazugeschüttelt und mit Futterwaben zur Seite gestellt. Ich habe es nicht gern so gemacht, wollte eigentlich den Vorschwarm mit Kö vorwegnehmen, habe aber auf den 30 Waben alles gefunden, nur keine Kö...
    Ich denke, dass die gewählte Methode doch zum Erfolg führt.


    Das nächste Volk ist ab, Kö ins Gras gefallen (obwohl kein Flügel geschnitten war), die Bienen haben sich unter dem Anflugbrett in einer Traube gesammelt. Da hab ich die Kö in eine Beute Dadant mit Anfangsstreifen und die Bienen dazugekehrt.
    Wird schon, denk ich.


    Da ich langsam unter Rechtfertigungsdruck gegenüber meiner besseren Hälfte gerate, muss ich jetzt unbedingt Methoden wählen, bei denen das Volk noch Honig bringt, also Zwischenboden.
    In einem Volk hat es wunderbar geklappt, ich frage mich einzig, ob ich vielleicht auf die zwei BR, die jetzt über dem Zwischenboden mit 180 Grad gedrehtem Abflugloch stehen, noch eine Zarge mit MW aufsetzen soll? Ich denke die Jungbienen wollen doch auch etwas tun, oder was machen jetzt dort oben die vielen Bienen, zu denen die nächsten Tage noch massenhaft noch schlüpfende kommen?


    Aber jetzt zum Knaller des Tages.
    Ein Volk hat, dank des Winters der keiner war, als ersten BR immer noch eine Einfachbeutenzarge von Weber, in denen 8 Waben Brut hängen, darüber der bebrütete 2/3 LS BR und darüber noch ein 2/3 LS mit 2 bebrüteten Waben, darüber der HR mit MW im Ausbau.
    Ich also den LS mit den zwei BW, dann den HR mit MW im Bau, dann den Deckel, natürlich Flugloch "nach hinten".
    So weit, so gut.


    Dann setze ich die Weber-Einfachbeute auf und merke, dass das dank dieser bescheuerten Rutschleisten nicht lückenlos geht. Also, stockmeisel angesetzt um die geklammerten Rutschleisten zu entfernen. :cool: 
    Pustekuchen! Die sitzen so fest, als wären sie mit der Beute verwachsen. Ich also mit Hamer und Stechbeitel dran. Die armen Bienen, Operation am offenen Patienten. Erstaunlicherweise habe ich bei dieser viertelstündigen (!!!) Rutschleistenentfernungsaktion nur 2 Stiche gefangen.
    Ich habe die Leistenreste mm für mm von den Unterkante abmeiseln müssen.
    Ich verspreche, auch wenn ich diese Leisten seit heute noch unmöglicher finde, ich werde _nie wieder_ sagen, die Rutschleisten fielen mangels Befestigung eh früher oder später von der Beute, nie wieder!
    Naja, dann hab ich den 2. BR drauf, Folie und Deckel drauf und hoffe jetzt, dass in 10 Tagen der Spuk vorbei ist, das Volk rückvereinigt werden kann und dann hoffentlich Robinie oder wenigstens Linde in Massen einträgt.


    Ich bin der Meinung, ich hätte es verdient.... :cool:


    Gruß
    Ralph

  • Zitat

    Da ich langsam unter Rechtfertigungsdruck gegenüber meiner besseren Hälfte gerate, muss ich jetzt unbedingt Methoden wählen, bei denen das Volk noch Honig bringt

    .
    Hallo Ralph,
    das kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Gruß Peter

  • Hallo Peter,
    na ich denke unsere Situation ist halt ähnlich. Nur: Bist du nicht "Muldentallehrling"? :cool:


    .
    Hallo Ralph,
    das kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Gruß Peter


    Fortsetzung:
    Das Hammer- und Stechbeitelvolk (s.o.) hat es trotz (oder wegen) des Stresses nicht mitbekommen, dass sie nicht schwärmen zu brauchen. Es stand gerade die herrlich schwarze und summende Wolke überm Bienenstand.
    Als sie mitbekamen, dass die Alte gar nicht mit auf Reise gegangen ist (die guckt jetzt schließlich 180 Grad gewendet :-D ), haben sie sich sterzelnd ins weisellos-Flugloch zurück begeben.
    Na ich bin gespannt, was die nächsten Tage noch bringen werden.


    Gruß
    Ralph

  • Hallo eine Frage an die Zwischenbodenspezialisten.


    Die jungen Bienen, die sich in den Bruträumen oberhalb des Zwischenbodens befinden, werden in den neun Tagen, in denen das Flugloch "nach hinten" weist, doch zum Orientierungsflug aufbrechen. Was passiert mit den Bienen, die sich auf dieses Flugloch eingeflogen habe, wenn ich die Kisten in neun Tagen wieder in die Ausgangsposition bringe?


    Gruß
    Ralph