Schwarze Biene aus Verandadecke bergen

  • Hallo Zusammen !


    Unsere Nachbarn sprachen mich an, ob ich nicht was "gegen" ihre Bienen in der Verandadecke machen kann. Als ich mir diese heute anscheute sah ich, für mich ungewöhnlich schwarze Bienen mir regem Flugverkehr. Die Veranda hat eine abgehängte Decke mit Panelverkleidung. Sie ist ca. 2,5 x 2,5m.
    Werde morgen die Decke abnehmen und hoffe die Bienen in eine Zarge zu "kratzen". Brauchbare Waben wollte ich in Rähmchen binden, den Rest (möglichen Bruch) erst einmal im Boden der Zarge lassen.
    So meine geplante Aktion erfolgreich ist, d.h. ich die Königin und alle vorhandene Brut in meine Kiste kriege sollten die Mädels doch dort sesshaft werden. Da die Holzdecke dann fehlt, ein Schutz nicht mehr vorhanden ist, fliegen sich die Bienen dann in meine Kiste, die ich unter die Decke stellen wollte ein, oder soll ich alle reinkehren, Deckel zu und 3km abdampfen?
    Ich hoffe, die nehmen auch meine halb-mittelwändigen Rähmchen an.
    Alternativ könnte man doch auch einen Kunstschwarm machen, bzw. die Kiste samt Waben und Wabenbruch für 3-5 Tage Kellerhaft (sollten ja Futter haben) stellen.
    Gibt es Anregunden, Ideen; Habe ich was nicht bedacht??


    Das Auffällige für mich ist vor allem, dass es sich um gänzlich schwarze ohne Ringe), scheinbar auch friedliche Bienen handelt, die völlig anders als Carnica aussehen und im Ort schon Jahrzehnte über Schwärme leben.


    Gibt es andere staatenbildende Bienen, die keine Honigbienen sind und um diese Jahreszeit einen Population entwickeln die einen beträchtlichen Flugverkehr (ca.10-15 Zu- und Abgänge pro Minute) entwickeln. Der Flugverkehr bei meinen Carnica ist deutlich höher zur gleichen Tageszeit). Auch habe ich gesehen, dass sie durch die Ritzen Dreck schmeissen, der eher wie getrockneter Regenwurmkot aussicht. Möglicherweise ist dies aber Hausbaubedingt.


    Ich bitte um rasche Wortmeldungen, da ich schon morgen früh ans Werk soll.


    Gruesse


    seb

  • Hallo,
    sei nicht entäuscht wenn Du morgen beim öffnen der Deckenverkleidung eine schöne Baukolonie Mauer-(Solitär)-Bienen vorfindest.
    Da Solitärbienen in der Regel sehr friedliche Tiere sind, sollte man ihnen den Platz hinter der Verkleidung lassen und ihnen ihre Kinderstuben.
    Bin gespannt, was bei der Aktion heraus kommt.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Das Problem ist, dass über die Veranda der einzige Zugang des Wohnahuses ist. Bei jedem Türdurchgang kommen einzelne Bienen ins Haus, zum Leidwesen meiner Nachbarn.


    Meinst du, die mauern sich da oben was?

  • Hallo,
    wenn meine Vermutung stimmt, dann baut jede einzelne Biene z.Zt. in Ritzen oder Löchern (Röhreren) eine eigene Kinderstube, meist mehrere hintereinander liegende Zellen gefüllt mit Pollen und einem Ei und jeweils durch eine Mörteldeckel von der dahinter liegenden Zelle getrennt. Das können durchaus 5-6 Zellen pro Röhre sein. Daher auch der Wurmkotartige "Abfall".
    Wenn nach der Entwicklung der Jungbienen diese dann alle nahezu zeitgleich schlüpfen, kann das einem Schwarm durchaus ähnlich sehn.
    Ich wurde schon zweimal zu solch einem Ereigniss gerufen, weil die Anwohner glaubten ein Honigbienenscharm befinde sich in der Luft.
    Ich kann mich natürlich auch täuschen - Augenschein ist besser.
    Wenn es Solitärbienen sind, dann versuche bitte auf jeden Fall die Hausbesitzer von der Nützlichkeit und der Harmlosigkeit der zeitweiligen Mitbewohner zu überzeugen.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Die Nachbarn sind zwar meine besten Honigkunden, haben jedoch vor Bienen und Wespen eine panische Angst.
    Wie wehrhaft sind denn die Mauerbienen? Gibts es kein Nest zu verteidigen, ist doch ein Stachel nicht von Nöten.

  • Hallo,
    Solitärbienen haben keine Nest im Sinne von Honigbienen oder Hummeln, da sie nach dem die Zellen angelegt sind sich nicht weiter darum kümmern (z.B. wärmen) haben sie auch nichts zu verteidigen und sie sind stachelos.
    Wurden Deine Nachbarn von ihren Hausbewohnern schon einmal gestochen?
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel,
    gestochen wurde bisher niemand. Nur die Angst ist da.
    Vielen Dank für den smaltalk. Ich werde berichten was ich fand.


    Achso, sollten sich die Nachbarn nicht umstimmen lassen, könnte man denn Mauerbienen, so es welche sind, umsiedeln (retten)?


    Gruesse


    seb

  • Hallo Eisvogel,
    gestochen wurde bisher niemand. Nur die Angst ist da.
    seb


     
    Moin , Moin aus Hamburg
    z.b mehr Info unter
    http://www.wildbienen.de/wbarten.htm
     
    Ich denke , damit sollte sich jeder Imker auch auseinandersetzen.Die Tiere sind total friedlich und eigentlich nur nützlich.Sehr schön zu beobachten !!!
     


    Achso, sollten sich die Nachbarn nicht umstimmen lassen, könnte man denn Mauerbienen, so es welche sind, umsiedeln (retten)?
    seb


     
    Da weiß mann nie , wie es ausgeht. In Deinem speziellen Fall würde ich sogar behaupten , das das bestimmt schief geht. Am Besten da lassen, wo sie sich
    aus eigenem Entschluß angesiedelt haben. Hier stimmt das Umfeld für die Tiere. Der Mensch als " intelligentes" Wesen sollte Wege finden ,sich nicht daran zu stören. Kannst Du nicht eine Art Ableiter bauen , der die Bienen beim abfliegen in eine bestimmte Richtung führt ?
    Ich habe gerade eine Kolonie Wildbienen vor einem Hausmeister in der Schule "gerettet". Als Hausmeister und Lehrer erkannt haben (auf den Finger nehmen) das die Tiere total ungefährlich sind, war das OK. Ich habe mir den Biolehrer gegriffen und jetzt gibt es das Thema Wildbienen für die Kinder praxisnah im Unterricht.So macht Schule Sinn (und Spaß).
     
    Daniel
     
    Viele Grüße
     
    Daniel
     
    http://www.wildbienen.de/wbarten.htm

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,


    was soll ich sagen, Eisvogel hatte sowas von Recht !
    Eine Riesige Kolonie von Solitärbienen, jede Ritze war voller Brut. Wahnsinn, sowas habe ich noch nicht gesehen.
    Ich konnte dennoch die Nachbarn übereden, diese dort zu belassen, wegen Nützlichkeit und Stachellosigkeit.


    Gruesse


    seb