Massentod: Rätselhaftes Bienensterben macht Imkern Sorgen

  • Hallo Hermann, hallo @all.


    Zitat

    Gestern auf dem Wochenmarkt musste ich wieder mehreren Kunden erklären, dass ich noch Bienen habe, diese tatsächlich noch leben und dass auch noch in Zukunft bei mir Honig gekauft werden kann. Tolle Öffentlichkeitsarbeit, die da gemacht wird!


    So ergeht es mir ebenfalls fast tagtäglich, und so langsam geht es mir -mit Verlaub- aufn Zeiger.
    Alle paar Tage bringen "Spiegel, Stern, Focus, RTL-Aktuell" und wie sie alle heißen, eine neue reißerische Überschrift.
    Danach sendet man dann zum zigsten Male das billige Filmchen mit dem ratlosen amerikanischen "Fachmann" und Herrn Hederer in seinem Bienenhaus mit den leeren Beuten.
    So langsam schleicht sich mir hier verteufelt der Verdacht ein, da soll Stimmung gemacht werden, und zwar nicht in Richtung Aufklärung der Bevölkerung, hier geht es um Größeres.
    Einige Funktionäre und Lobbyisten, hier wie drüben, scheinen unverhohlen in Richtung Subventionstöpfe zu schielen.
    Dies ist an und für sich nichts schlechtes, und verständlich noch dazu, allerdings geht mir die Mitleidsmasche, auf der da geritten wird, vollkommen gegen den Strich.
    Für Bienen und Imkerei etwas tun und das Machbare ausloten, ist okay, aber so langsam sollte man dann die Katze ausm Sack lassen.
    Immer nur auf die Tränendrüse drücken, nervt, und erinnert mich immer mehr an Herrn Sonnleitner, der weint ja schon unverholen in jede Kamera.

  • Moin Michael,


    ich bin ja nun Ossi - und das durch und durch. Und ich kann ganz gut mit so Bißchen Mitleid und Gekammer um. Auch wenn es nun eben nicht ganz genau zum Jahr paßt. Ich erkläre den Kunden und Besuchern viel lieber, daß es vor allem auch zu wenig Imker gibt und daß die Älteren den Altersdurchschnitt der Imkerschaft in aller Regel durch Ableben senken, statt durch Anlernen von Jungimkern.


    Mir ist es lieber aufzuklären und irgendwie geartetes Interesse vorzufinden und lenken zu können, als sang und klanglos dahinzusiechen.


    Und wenn ich auch wegen der allgemeinen Ningelei dann vielleicht auch noch den Sonntagsfahrverbotsausnahmegenehmigungsverweigerungswiderspruchsablehnungsprozeß gewinne, bitte, bitte. Da werd' ich doch nicht über's Heulen heulen und wegen des Klagens klagen.


    Außerdem sterben tatsächlich jeden Winter und aus Sicht der toten Völker nahzu 100% aller Bienen. :u_idea_bulb02:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Henry,


    gegen Interesse habe ch nichts, im Gegenteil.
    Ich gehe ja auch raus und mache Schulung.
    Aber dieses mitleidige auf-die-Tränendrüse-drücken- kann ich nicht ab.
    Und den Satz, den man angeblich Einstein zuschreibt, hör ich heute zum ca 34887. Mal, und von Tag zu Tag schlechter wiedergegeben.
    Also, mich nervts.
    Genau so, wie es nervt, wenn Omi Müller anruft, und sagt, sie kaufe keinen Honig mehr, weil die Bienen hätten ja "diese Seuche".
    So langsam kriege ich sie, die Seuche.

  • Hallo Zusammen,
    auch mir geht diese teilweise sehr penetrante Berichterstattung in den letzten Wochen an die Nerven. Aber vielleicht sieht der Michael (Mettlach) hier die Ursache in der richtigen Richtung.
    Man will, wer genau dahinter steht ist nicht ganz klar zu erkennen, in typischer Lobbymanier die Öffentlichkeit vorbereiten damit sie nicht überrascht ist, wenn z.B. Herbst der große Ruf nach der staatlichen Unterstützung kommt.


    Vielleicht hat der selbst ernannte PR-Berater für Erwerbsimker aus dem Rheinland in seiner Rezension zum Buch von Prof. Tautz hier einiges schon vorweggenommen. Veröffentlicht unter openpr.de.


    Ich zitiere den letzen Absatz:
    ………..Das heißt nicht, daß es möglichst viele Imker geben muß, sondern daß es mehr Bienenvölker geben muß. Und es heißt nicht, daß es wie bisher 80.000 Hobbyimker geben muß, sondern nur genug Imker, die sich um die notwendige Anzahl Bienenvölker kümmern. Ein normaler Erwerbsimkerbetrieb betreut zwischen 200 und 1000 Bienenvölker. Vielleicht zieht der Staat daraus endlich einmal die Konsequenz, in der Imkerei auch ein Arbeitsplatzpotential zu sehen und sich nicht wie bisher am Freizeitimkerverein zu orientieren.
    Zitatende.


    Ich hoffe ich habe nicht zu sehr ins Wespennest gestochen. Hartmut wenn’s zu stark war lösche denn Beitrag einfach raus.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Boahhh, Eisvogel,
    der Typ ist echt krank!!! :confused:
    So einen Text hab ich noch nicht gelesen. Vor allem diese blöde "Schießerei mit Schrot", damit man bei möglichst vielen Suchmaschinen gelistet wird ist doch nicht normal.
    Aber der Rest lässt vermuten, dass da bald der Arzt kommen muss.... :confused:


    Gruß
    Ralph

  • Hallo


    Bei uns hier im Thüringer Becken habe ich bisher von vielen Imkern gehört das sie so gut wie keine verluste zu beklagen hatten. Das kann ich auch nur bestätigen ! In einer Imkerei in der ich kurze Zeit gearbeite habe sind von 50 Völkern nur 1 Volk eingegangen da es weisellos war.Ich muß schluß machen da gerade ein Schwarm abhauen will !


    Grüße aus Thüringen

  • "Die Biene, das Geld und der Tod
    Von Hans Schuh


    Die industrielle Landwirtschaft nutzt die Biene als Bestäuberin. Die Völker werden weltweit versandt. Nun hat eine Seuche in den USA die Imker aufgeschreckt. Ist die Biene ein Opfer der Globalisierung? "


    Hier mal ein guter Artikel zum Thema:


    http://www.zeit.de/2007/22/Bienen?page=all


    In der Druckausgabe wird am Ende noch das Tautz-Buch in höchsten Tönen gelobt. Ich hab immer noch keins.

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Hallo zusammen,


    auf die letzte Sendung von Quarks & Co wurde ich von einer Bekannten aufmerksam gemacht, mit den Worten:
    "Da kommt `ne Sendung über`s Bienensterben.
    Hast Du noch welche?
    In Norddeutschland sind ja schon viele eingegangen und der Honig darf auch nicht mehr verkauft werden..."


    Macht Euch Euren Reim drauf...:evil:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • da sich das mit dem "darf nicht mehr verkauft werden"
    innerhalb der " " befindet, handelt es sich noch um ein teil des zitates,
    sprich, die hysterie geht bei dieser kundin/kunde schon soweit, das sie nicht nur denkt, die bienen würden alle sterben,
    sondern das der honig durch die "krankheit" auch verseucht sei, und nciht mehr verkauft werden dürfte,


    im gegensatz zum erfundenen deutschen bienensterben, das eher die preise hochtreiben könnte, ist das hirngespinst das der honig nicht mehr verkauft werden dürfte, Gift für den Verkauf, wenn die Kunden deswegen einfach nicht kommen

  • Hallo


    Wenn die Bieneninstitute wirklich von den Berufsimkern getragen werden, dann weiß ich nicht warum ihr Berufimker so ein wie Dr.Liebig noch weiter unterhält.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix