Lohnt sich die Raps-wanderung ß

  • Servus !
    Meine 3 Völker stehen Luftlinie ca 700 Meter Von einem Rapsfeld entfernt.
    Ich hätte die Möglichkeit direkt neben ein anderes Feld anzuwandern.
    Lohnt sich die Wanderung ?
    Oder macht die Reduzierung des Abstandes zum Feld nicht so viel aus ...

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Hi, lagerfeuer,
    jeder Meter zählt.
    Je näher dran, desto besser, am allerbesten, mittendrin.
    Eine bestäubungstechnische Analyse ergab, daß sie (mittendrin stehend) im Umkreis von 200-250m am besten arbeiteten (= sehr viel Nektar mitbringen) und danach exponentiell weniger, in 750m war schon fast kein Effekt in der Bestäubung mehr meßbar.
    Hilft dir das weiter?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Lagerfeuer,
    möchtest du einen Flugling machen und 700m näher an das Rapsfeld wandern?
    Ich würde sie fliegen lassen, damit kannst du auf Flugleistung selektieren.
    Wenn du näher ranwanderst, könntest du die Völker nach der Schwarmneigung selektieren. Ich bin gestern 1,5km näher an das nächste Feld gewandert, wegen 700m würde ich nicht wandern.


    Gruß
    Simon

  • Hallo
    Ich habe mit einem Bienenfachberater gesprochen.
    Die bekommen jedes Jahr 2 Schulungen in Kirchhain und der sagte das man mind. 300m weg stehen sollte.
    Weil die Bauern spritzen und die Bienen die nahe am Feld stehen wohl sehr verseuchten Honig ein tragen.
    Haben die an der Uni getestet.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo,
    einfach mal nachdenken.
    Was die Entfernung zum gespritzen Rapsacker mit der stärke der Kondaminierung des Honigs zu tun? Oder baut sich etwa das eventuell vorhande Spritzmittel im Nektar währen der Flugphase ab????
    Unbestritten ist, dass die Entfernung zur Trachtquelle ein entscheidender Faktor zum Ertrag ist, aber nicht der Entscheidende alleine. Wenn ich 700 m zum Rapsacker habe würde ich eine weiter entfernte gleiche Trachtquelle nur anwandern, wenn sie einen größeren Ertrag erwarten lässt und der Aufwand vertretbar ist. Verstellen innerhalb der 700 m sollte man auf jeden Fall bleiben lassen.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Meine Wanderung wäre nicht über 700 meter sondern ca 1500 meter.
    Dies ist zwar etwas nach aber ich denke nicht das die Bienen bereits so weit geflogen sind.
    Dazwischen liegt ein Tal mit Flusslauf sowie zwei Ortschaften.Also genug Trachtquellen in der momentanen Nähe.
    Ausserdem möchte ich 1 Volk am alten Platz zurücklassen.

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Ich an deiner Stelle würde es probieren, das Feld die 1.5 km anzuwandern. Da stimme ich Sabi(e)ne voll zu.


    Vorher mit dem Bauern reden wegen der Spritzung gegen den Rapsglanzkäfer. Ich würde erst warten, bis er mit der Behandlung drüber ist anstatt auf einzuhaltende Mindestabstände zu vertrauen. Die ersten Tage honigt der Raps meist sowieso noch nicht so, wie man es sich wünscht. Wenn ich mir dieses Jahr die Triebe ansehe, werden nach der Hauptblüte noch viele Nebentriebe die Rapsblüte lange erhalten.


    Eine Tränke mitzunehmen wäre auch nicht verkehrt. Bei 2 Völkern tut es eine Fliese, die auf der Rückseite sternförmig mit dem Winkelschleifer eingeritzt wird und ein 5 kg Gurkenglas (aus der Gaststätte) mit leicht gesalzenem Wasser (das auch nach einer Woche in der Sonne nicht gammelt) drauf.


    Grüße aus Ostsachsen...Heiko