Ab wann stirbt eine Biene?

  • Heute sah ich in einer pfütze in der einflugschneise (nah am flugloch) einige scheinbar tote bienen schwimmen. flügel seitlich ausgestreckt, beinchen angezogen. kein lebenszeichen.


    das wasser war eiskalt und ich fischte die wasserleichen raus. eine biene hab ich mal näher betrachtet und angehaucht. da wackelte sie mit einem fühler. dann hab ich natürlich gleich sämtliche wiederbelebungsversuche gestartet: weiter anhauchen in der holen hand und als sie dann etwas zu bewusstsein gekommen war, ein tropfen honig auf den finger


    biene nuckelt am honig und mit jedem schluck kamen die lebensgeister zurück. nach 3 minuten begann sie schon wieder mit den flügeln zu schlagen :eek:


    aber nachdem alle anderen bienen schon schlafen, schläft sie jetzt in einem großen leeren honigglas mit angelehntem deckel und einem tropfen honig als nachtmahl.


    frage nun: ab wann geht eine biene denn nun wirklich ex? welche umstände müssten da eintreffen (natürlich mal abgesehen von varroa, sonstigen krankheiten und altersschwäche)

  • Wenn der Tank leer ist und die Reserven verbraucht sind, genau wie bei uns auch....
    Auch Menschen können an Erschöpfung sterben, spätestens wenn das Gehirn nicht mehr genug Glucose kriegt, geht das Licht aus.
    Oder Unterkühlung, da läuft es auf dasselbe hinaus.
    Bei normaler Lebensspanne einer Biene wird wohl ähnliches passieren: Betriebsstundenzahl erreicht, zunehmendes Organversagen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sagen wir mal so, ich hab öfters Bienen hier in der Halle, die dann an den Glaswänden rauf- und runtersausen, und nicht rauskommen.
    So nach 10 Min werden sie merklich langsamer, und machen öfter mal eine Pause.
    So nach 20 min sitzen sie dann plötzlich ganz still an den Scheiben, das ist der Moment zum Eingreifen und Auftanken mit verdünntem Honig.
    Fallen sie runter, sind sie schon tot, das dauert selten länger als eine halbe Stunde.
    Hummeln sind zu schwer oder haben die falschen Füße, sich zwischendurch zu setzen, die muß ich erwischen, wenn sie in Griffhöhe sind; eiern sie kurz vor Bodenniveau rum, ist es schon fast zu spät.
    Bei Libellen hab ich keine Chance, die klemmen sich oben unter die First, und fallen erst runter, wenn sie tot sind....:-?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • naja, offensichtlich. :lol: 
    wie lange hätte sie es da drin wohl ausgehalten?


     
    8-) Das schreit ja förmlich nach einer wissenschaflichen Studie. Ist wie bei den Indianern : Da Du sie gerettet hast, bist Du auch befugt , Ihrem Leben durch Deine Hand ein erneutes Ende zu setzen.
    Also, Stopuhr zur Hand und das Mädel wieder in die Pfütze. Natürlich alles im Dienste der Wissenschaft. Versuch macht Klug. 8-) Freue mich auf das Ergebnis8-)
     
    Bis bald
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • neeeee, so brutal kann ich gar nicht sein :lol:


    die gerettete wurde am nächsten mittag vor ein flugloch gesetzt und sogleich von anderen bienen abgenuckelt. sie war nämlich etwas honigverklebt. wie es ihr jetzt geht kann ich aber leider nicht sagen. eigentlich traurig :cry:

  • Tja, Marie,
    ruf den Prof. Tautz an und frag ihn, wo es die süßen kleinen RFID-Chipse gibt, die er seinen Mädels auf den Rücken geklebt hat. Dann noch die passende Anlage dazu, und du weißt immer, wo sie gerade ist und was sie tut....8-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen