Kaufhilfe für die richtige Beute!

  • Hallo zusammen,
     
    ich bin neu hier und möchte mir in Kürze einige Carnica Völker zulegen.
    Ich komme aus dem Osten v Österreich und bin nun auf der Suche nach der richtigen Beute für mich.
    In meiner Umbgebung wird mit den Unterschiedlichsten Beuten geimkert, und keiner will sich so recht festlegen wenn ich um Rat frage.
    Nachdem ich hier einiges gelesen habe dachte ich Langstroth oder Dadant (diese sind bei uns zwar offensichtlich wenig verbreitet) wäre gut weil Brutraum in einer Zarge u somit übersichtlicher - allerdings auch schwerer und vielleicht im Winter zu groß - das Klima bei uns kann durchaus etwas rauh sein.
    Kann mir vielleicht jemand ein paar Tips geben bzw Vor u Nachteile der einzelnen Maße?
    Besten Dank im Voraus
    mfg
    willi

  • Hallo Bienenwilhelm,
    herzlich willkommen im Club.
    Ich erlaube mir die Lagerbeute zu empfehlen.
    Kuxx du hier: www.imker-euskirchen.de


    viele Grüße
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
    ----------------------------------
    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo,
     
    Informier dich auch mal unter
     
    http://www.uni-hohenheim.de/bi…de/populationsdynamik.htm
     
    dort habe ich folgendes gefunden
     
     
    Man kann in jeder Beute imkern. Die Vielfalt der auf dem Markt angebotenen Systeme beweist es. Doch sind auch noch andere Ansprüche an eine Bienenbeute zu stellen. Sie sollte wenig kosten und dennoch zweckmäßig sein.
    Folgende Punkte sollten bei der Beutenbeschaffung unbedingt beachtet werden:

    • Magazin
    • aus Holz (Weymouthkiefer)
    • 2 cm dicke Wände
    • Zargen ohne Falz
    • Griffleisten statt Griffmulden
    • keine Beschläge
    • Gitterboden
    • mit Absperrgitter
    • ein Rähmchenmaß für Brut- und Honigraum mit
    • langen Ohren (Zandermaß)
    • Platz für 10 Waben
    • Kaltbau

    einen Bauplan gibts unter
     
    http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/einfachbeute.htm
     
    Grüßle vom
    Honigräuber
    aus dem Schwäbischen Wald
    Einer der auch erst das Imkern anfängt und bereits 10 Magaziene selber gebaut hat.

    Grüßle vom Honigräuber aus dem Schwäbischen Wald-Bienen seit 05/2007 auf Zander

  • Hallo,


    damit hast du eigentlich eine der schwierigsten Fragen in der ganzen Imkerei angeschnitten.


    Zu jeder Beute gehört eine eigene Betriebsweise, d.h. du legst mit der Beute schon einen Großteil deiner Betriebsweise fest.


    Bei uns im Verein machen wir es so, dass wir Bienenvölker zum Leasen anbieten. Der Anfänger muss sich also nichts kaufen. Er hat auch die Gelegenheit verschiedene Beuten (Zander, Normalmaß, Zander Flachzarge und 1,5 Zander) kennenzulernen und zu bearbeiten. Somit hat er ein Jahr lang mit einem System geimkert, die anderen Systeme kennengelernt und muss nicht auf den Hopnigertrag verzichten.
    Klappt vielleicht auch bei einem Nachbarimker?


    Meine Empfehlung ist deshalb, sich erst einmal verschiedene Betriebsweisen anzuschauen und mitzuimkern, bevor du dich für eine Beute entscheidest.


    Vom System her ist auf alle Fälle eine falzlose Beute nach der Uni Hohenheim oder den Magazinimkern zu bevorzugen. Ich selbst stelle meine Imkerei gerade von Zander auf 1,5 Zander um. Ausschlaggebend waren dafür zwei Gründe. Der Honigraum (Flachzarge) ist leichter, denn mein Vater geht auch schon auf die 70 zu und nur 10 Rahmen im Brutraum -> einfachere Schwarmkontrolle.



    Gruß


    Frank

  • Hallo "BienenWilli",


    ich stand auch vor kurzem vor dieser Entscheidung. Meine Wahl ist die Einfachbeute mit Zander-Rähmchen. (www.magazinimker.de) Mir scheint das Zander Wabenmaß das vebreitetste, auch wenn hier mancher anderes behauptet. In meiner Imkerzeitung "Adiz" werden jedenfalls Völker oder Ableger am meisten auf Zandermaß angeboten. Und das heißt schon mal, daß ich die neuen nicht "umziehen" muß.


    Und in "meinem" Verein arbeiten auch die meisten mit Zandermaß.


    Gruß, Emil

  • Danke erstmal,
    Ich habe jetzt mit einem erfahrenen Imker gesprochen, der meinte das in unserer Region Aufgrund des Klimas u der Trachtlage Dandant u Langstroth ev zu groß wären.
    Da die Beute aber ja auch auf den Arbteitsablauf/aufwand Einfluß nimmt was würde sich sonst noch anbieten?
    frank :
    Versteh ich das richtig? du stockst den Brutraum um1,5 auf-> weniger Rahmen u somit weniger Aufwand beim durchschauen u weniger Schwarmneigung; den Honigraum halbierst du mit der Flachzarge -> somit wirds leichter, du brauchts dafür aber doppelt so viel Zargen oder?
    __
    Ich wär auf der Suche nach einem Mittelding,
    genug Platz für die Bienen -> somit Schwarmträger und einfachere Kontrolle,
    allerdings sollten sie auch nicht allzu schwer werden.
    Und für die Zukunft welche die man einfach nachbauen kann.


    Bei den Magazinimkern hab ich eh schon gelesen;
    hab ich das richtig verstanden, das Außenmaß der Beuten ist immer gleich nur die Rähmchen sind dann unterschiedlich - gilt das für alle Systeme?
    So bräuchte man beim Umstieg ja nur neue Rahmen bauen, das wär ja nicht so viel Arbeit oder?
    danke


  • Hallo,


    also ich kenne von Niederösterreich bis in die Steriermark einige Imker mit Dadant. Und die Kiste ist nicht zu groß! Das ist Blödsinn! (sorry) Zwei Breitwabenkisten, oder auch Normalmass sind deutlich größer als eine 12er Dadant. Einfach mal abmessen und rechnen!


    Das kompatible System ist, wie du sagst aussen gleich und innen jeweils angepasst. IDEAL!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Willi,


    da hast Du aber in ein Wespennest gestochen. Bei den vielen gut gemeinten Vorschlägen wird Dir wohl der Kopf rauchen, und Du bist vermutlich noch genau so schlau wie vorher.
    Ich würde erstmal andere Kriterien abklären:
    z.B. wie sind bei Dir die Trachtverhältnisse? Musst Du später regelmäßig wandern? Hast Du jemanden zur Hilfe zum Transport der Bienenvölker?
    Wenn bei Dir immer Tracht am Stand ist, kannst Du eine Lagerbeute nehmen.
    Wenn Du Rückenprobleme hast, ist sie nicht so vorteilhaft. Gleiches kann aber auch für ein Magazin gelten. Auf jeden Fall solltest Du aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen nur ein Rähmchenmass benutzen.
    Bei euch im Süden kennt man fast nur Holzbeuten. Hier bei mir in Schleswig-Holstein (auch rauhes Klima!) benutzen wir fast ausschließlich Styropor-Beuten.


  • ...[*]Griffleisten statt Griffmulden...


    Und genau hier halte ich das Hohenheimer Konzept für schwierig. Toyotafan hat das bei seinem Vortrag über rückenschonendes Imkern sehr deutlich gesagt und ich fand es sehr einleuchtend, auch wenn ich es nicht umgesetzt habe:


    Die Hohenheimer Beute hat die Griffleisten vorne und hinter der Beute, die Rähmchen sind im Kaltbau angeordnet. Wenn ich nun die Kiste hochheben muß - was ja mal vorkommen soll ;-) -
    rappeln die Waben aneinander bis zum Verkanten und Rausfallen (jedenfalls, wenn ich die Kiste vor den Bauch nehme). Wären die Griffleisten an den Längsseiten der Beuten, wäre das überhaupt kein Problem; ist allerdings nicht mit o.g. Beuten zu verwirklichen. Ein Weiteres ist das Heben, wenn man hinter den Beuten steht. Man muß sich ziemlich umständlich verdrehen, was dem Rücken äußerst gut tut...


    Ich glaube, auf diesem Hintergrund ist eine Griffmulde - mit all ihren anderen Problematiken - sinnvoller.


    Gruß
    Jan-David.

  • gaukler
    Das versteh´ich jetzt nicht.
    Ob Griffmulde oder Leiste-die Kisten wiegen gleichviel, man nimmt sie am selben Punkt, und wenn man denkt das es an den Längsseiten sinnvoller ist schraubt man sich eben dort ein paar Leisten an.
    War aber auch nicht beim Forumstreffen und hab vielleicht die Argumente für die Mulden verpasst.

  • gaukler
    Das versteh´ich jetzt nicht.
    Ob Griffmulde oder Leiste-die Kisten wiegen gleichviel, man nimmt sie am selben Punkt,


    Das mit dem Gewicht stimmt schon. Aber die Hohenheimer Griffleisten sind an den Vorder- und Hinterfronten der Beuten. Entweder bearbeitet man die Beuten von der Seite, dann kann man sie aufnehmen, ohne sichden Rücken zu verdrehen.
    Ein ganz gutes Beispiel kannst Du bei den Bildern 5 - 8 beim Vortrag von Toyotafan sehen
    http://www.imkerforum.de/forum…_2007/schmerzfrei_imkern/
    ABER durch den Kaltbau der Waben wackeln die hin und her und können leichter rausfliegen, da man ja beim Tragen der Zargen die Beute vor den Bauch hebt

    und wenn man denkt das es an den Längsseiten sinnvoller ist schraubt man sich eben dort ein paar Leisten an.


    Das allerdings kann ich nicht beurteilen (handwerklich unbegabtester Büromensch). Ob die dann auch halten; in den Bauplänen sind sie so jedenfalls nicht vorgesehen. Aber bei Christoph sehe ich gerade, sind auch Griffleisten und -mulden an den Kisten angebracht.
    Klarer geworden?
    Gruß
    Jan-David.