Jetzt hats auch die Switz erwischt!

  • Morgen zusammen,


    jemand heut früh um 0.20 Uhr Nachrichten auf 3sat gesehen?


    Bericht über rätselhaftes Bienensterben auch in der Schweiz.
    Imker mit 46 Völkern hatte nur noch 16 oder so.
    Einer mit 19 nur noch 2.


    Spurlos verschwunden!


    Der schweizer Wissenschaftler meint dazu lapidar:
    Irgendetwas wird nicht stimmen.
    Sie wissen nichts, aber rein gar nichts, außer Vermutungen.


    Wir werden sehr bald ein Durchschnittsalter von über 100 Jahren anstreben,
    aber wenn sich ganze Völker in Luft auflösen, können wir nicht mal die Ursache erforschen.


    Wenn es nicht so furchtbar traurig wäre, wäre es fast schon zum Lachen.


    So long
    Simmerl

  • Hallo allerseits,


    hier ein aktueller Artikel:
    http://www.baz.ch/news/index.c…422-0CEF-703D94A92F4DD281


    und hier das ganze vom letzten Jahr:
    http://www.db-alp.admin.ch/de/…/medien_detail.php?id=160


    Irgendwie bin ich bei der ganzen Sache noch mißtrauisch, ob das Bienensterben als solches auch in den USA wirklich in der Größe existiert oder nur von den Medien so aufgeblasen wird, frei nach dem Motto: Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht.


    Wenn die Verluste so außergewöhnlich groß sind, müßte doch der Weltmarkt Preis für Honig in die Höhe gehen wie nichts.


    Hat jemand dazu Informationen?


    Wäre doch dumm, wenn wir hier den Honig unter Preis anbieten.


    Gruß Hubert

  • Hallo
    Ja, ja auch bei uns auf der Insel hats zugeschlagen. Mich hats auch erwischt. Wollte zu schnell aufbauen und habe einige Regeln verletzt. Selber schuld.
    Aber wie bekannt, ist immer der Imker zu 90% schuld.
    und für mich ist die Sache klar.
    Im Winter 05 wurde die Winterbehandlung nicht gemacht weil es ja so kalt war. Dann ohne irgendwelche Varoabekämpfung durch den Sommer 06 mit teilweise schlechter Tracht und die Völker sah man mit Brutschäden an den Bienen am mitte Juli 06. Nun die Herbstbehandlung ein bisschen spät angesetzt, wenig Futter weil es ja so teuer ist, noch Ableger machen weil im Winter 05 ja Völker verloren wurden und damit ist der Coktail perfekt.
    Varoadruck führt nun dazu, dass im November die Bienen ausfliegen weil sie die Varoa loswerden wollen, der Imker macht im Dezember die OS verdampfung zum Flugloch rein und will die Bienen nicht unnötig stören.
    und nun, im Frühjahr 07 sind keine Bienen mehr in der Beute, Futter noch genug und niemand weis wiso.
    Die Presse bekommt wind davon und welcher Imker steht nun hin und sagt "ich habe mist gebaut".
    Ich habe es nun gemacht und muss nun schauen, dass ich wieder zu Bienen komme.
    Freundliche Grüsse
    Hugo

  • Hallo, Hugo,
    das tut mir ehrlich von Herzen leid für dich, ich kann's dir nachfühlen, aber das kann nicht bei allen so gewesen sein, zumal nicht in Amiland.
    (ich meine jetzt dich NICHT!) Es ist so schön bequem, alles auf die Milben und Viren zu schieben, da braucht man sich weiter nicht den Kopf zu zerbrechen, über komplexere Verkettungen, wie Wirkstoffwirkungen auf in Entwicklung befindliche Nervensysteme, oder Störungen des Stoffwechsels beim Aufbau des Chitinskeletts, oder fettlöslicher Substanzen auf Bienengehirne......
    Klar gibt es immer und überall Imker, die Fehler machen, aber solche Ausfallraten wie drüben KÖNNEN nicht alles Imkerfehler sein, da sind Leute tw. seit 40 Jahren sehr erfolgreich im Geschäft, und jetzt auf einmal sollen sie keine Ahnung haben?
    (und ich find es sehr interessant, kaum spricht die Öffentlichkeit von 30% Bienenverluste in D, wird von Institutsseite schon abgewiegelt, und von "unter 10%" geredet.....
    Für wen arbeiten die Institute eigentlich?
    Für die Imker irgendwie nicht, hab ich den Eindruck.
    Meine Bienenproben hab ich an ein kommerzielles Labor geschickt, das ist mir sicherer)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Mal ein Bericht von uns aus dem Jahre 2005.
    180 Völker im Raps bei einem Saatgutvermehrer und drei größeren Bauern.
    Uns wurde der Zeitpunkt des spritzens einmal mittgeteilt und da war kein Bienenflug an diesem Tag, die Bienen konnte vorher schon über eine Woche wegen Regen nicht fliegen. 4 Tage später besuchte ich die Völker um daran zu arbeiten.
    Oh Schreck!!!
    Da hat jemand Kunstschwärme aus den Völkern gezogen mein erster Gedanke. Keine, gar keine ältere Bienen in den Völkern!! Nur ganz junge gerade geschlüpfte, die Rapstracht war futsch. Zwei Traktorspuren weiter, wo blanker Acker war, krabbelten Bienen im Dreck. Nur dort konnte ich welche finden. Die Darmprobe erbrachte einen schneeweisen milchigen Darm.
    Ich rief in einem Institut an und ich bekam die Antwort das sie Proben bräuchten von allem, was wirklich zeitaufwendig zubewerkstelligen ist!!!
    Dazu noch Schwarmzeit und nun die Arbeit mit den Völkern!!!!!
     
    Die Völker erholten sich erst nach dem Wald wieder! Vorher sah das immer so aus wie wenn sie gleich explodieren aber es entstand keine wirkliche Volkszunahme.
     
    Keiner der Verbände, ausnahmslos, beschäftigt sich in der Öffentlichkeit mit dem Problem der "Mixturen". Die Angst keinen Rapshonig mehr zuvermarkten können, Markteinbrüche, etc. wird von einigen Lobbyisten stark geschürt.
    Leute wenn das so weitergeht wird es kaum noch Honig geben!
    Die Leut gehören wachgerüttelt.
    Warum sprechen wir nicht mit unseren Kunden. Schreiben Artikel in Zeitungen??
    Aufklärung ist angesagt.
     
    Danke Sabine für den Atikel aus dem Amiland. Der sollte in der Adiz mal veröffentlich werden.
     
    fordert
    der
    Drohn