• Guten Morgen,


    nachdem unsere Mädel schon unterschiedlich kleine und größere Brutflächen haben und in den letzten Tagen Pollen aber auch Nektar eingetragen und brutnestnah eingelagert haben sind einige Brutnester schon stark eingeschnürrt. Dadurch hat die Kö wenig Platz um weiter Zellen zu bestiften.
    Wie geht Ihr damit um ? Lasst Ihr die Mädels das alleine "Richten"? Welche Eingriffe werden von Euch vorgenommen ( Jetzt oder auch erst später )? Mittelwände mitten ins Brutnest ? Leerwaben an den Rand des Brutnest und die Pollenwaben nach Außen verschieben ?
    Für die Antworten im Voraus herzlichsten Dank.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Moin, Dr. Haper.
    Also ich würd' da im Moment überhaupt nix machen. Die Damens benötigen Futter für die Aufzucht und werden dieses aufnehmen so wie sie es brauchen bzw. den Platz für Brut benötigen (umtragen). Mittelwände, jetzt in einer Zeit, die Bodenfröste avisiert, in's Brutnest zu hängen, macht gar keinen Sinn, da die Brut nur verkühlt. Warte damit bis die Stachelbeeren blühen bzw. die Kirschen. Dann kannst Du, damit sie besser ausgebaut werden, MWs einhängen.
    Ich habe in der 10.KW auf den einen Brutraum, in dem die Madeln überwintert hatten, einen 2. BR gepackt mit 7 Mittelwänden und 3 ausgebauten Brutwaben. Wie ich hier im Forum lese, gehen hier die Meinungen stark auseinander und ich bin mir noch nicht schlüssig ob es wirklich das Gelbe vom Ei war. Allerdings gehe ich davon aus, daß die Bienen nur das bebrüten, was sie wirklich schützen können, mehr nicht, sonst würde die Königin ja das ganze Jahr über täglich 2.000 Eier legen... Und durch die Winterkugel, zu der sie sich zusammenziehen, geht ja auch relativ wenig Wärme verloren - wäre sonst nicht die ganze Zarge (auch die unbesetzte) mollig warm?
    Herzlichst,
    Jan-David.

  • Ich schließe mich meinem Vorschreiber an: Die Bienen wissen was sie tun. Jeder Eingriff stört ihr Verhalten und bedeutet für die Bienen nur Stress. Also Finger weg von den Bienen.
    Vielleicht wissen die Bienen mehr über das Wetter der nächsten Tage als unsere Metreologen mit ihren Rechenzentren:lol:.
    Ich erinnere mich an die Zeit, als man die Kühe noch auf die Weide ließ. Wenn die Kühe am Abend freudig am Eingang der Weide standen, konnte man davon ausgehen, dass am nächsten Tag wieder schönen Wetter wird. Musste man die Viecher mühsam auf der Weide zusammentreiben, wusste ich, dass am nächsten Tag Mistwetter war. Die Kühe wusste es auch und hatte gelernt, dass sie bei Mistwetter nicht auf die Weide durften, also nutzten sie jede Minute aus.
    Was ich sagen will, die Tiere haben wesentlich mehr Sinne, als der Mensch in seiner Allwissenheit zugeben will. Die Bienen wissen was sie tun, lass sie tun.
    Gruß
    Werner

  • Hi,


    Bodenbretter wechseln, dabei sieht man gleich, wie schwer sie sind.


    Bei den Überstarken geb ich einen Anfangsstreifen, bei den Überschweren, nehm ich eine oder zwei Futterwaben raus und gebe sie den Überleichten ans Brutnest und gut ist.


    Warte auf Kirschblüte zum Aufsetzen.


    So jedenfalls schauts hier aus.
    Sie melden Schnee bis ins Flachland.


    40 Völker hab ich schon, die anderen 40 mach ich jetzt.
    2 Völker verloren, 1xSturm, 1xweisellos.


    Noch ne Anmerkung zum Gitterboden:
    Sie laufen doch gleich vom Flugloch aufwärts und nicht lang über den Gitterboden, deshalb wird durch den Gitterboden kein Pollen abgestreift,
    wie es Henry schon beschrieben hat. Wer läuft schon gerne über einen
    Spaltenboden?


    So, jetzt bin ich auch schon weg, und schönes Wochenende.


    Gruß Simmerl

  • .
    ...deshalb wird durch den Gitterboden kein Pollen abgestreift...


    Hi Simon,


    hab gerade unter die Gitterböden geschaut. Da liegt einiges an Pollen recht fein verteilt. Sie tragen momentan richtig Massen ein. Aber eine gewisse Menge scheint mir doch vom Gitter abgestreift zu werden.

  • Hallo!


    Auch bei meinen Völkern habe ich heute in das Bodenbrett geschaut und konnte dort eine Menge Pollen finden. Aber ich habe ein Bodengitter bei nur 2 Völkern und konnte keinen Unterschied in der Pollenmenge, die abgefallen ist, feststellen (im Verlgeich zu 6 anderen). Ich vermute eher, dass den Sammlerinnen immer wieder Pollen beim Abstreifen in die Zellen hinunterfällt oder im Gedränge des Bienenstockes abgestreift wird.


    Außerdem habe ich ihnen heute von hinten durch die Putzöffnung im hohen Boden beim "Nach Hause Kommen" zugesehen. Die Bienen die Zurückkommen klettern sofort auf einer Seite hoch und kommen gar nicht bis zu Bodengitter. Wie auch Simon schon angemerkt hat. Nur Bienen die Ausfliegen landen manchmal auf dem Gitter - sind dann aber sorfort beim Flugloch draußen.


    Ich hoffe ich konnte mit meinen Beobachtungen etwas zum Klären des Themas beitragen.


    lg
    Andreas