Frühe Frühjahrsnachschau

  • Gestern habe ich meine Völker geöffnet und aufgeräumt. Alle 5 Völker haben sich gut gehalten. Volle zweizargige Kästen, d.h. jeweils 4-5 Gassen oben und unten besetzt. Wie geht das weiter?
    Das Brutnest ist irgendwie klein (3 Waben). Das scheint mir normal. Nur im Verhältnis zu den vielen Bienen nicht. Die Königin habe ich nicht gesucht, ich war mit der kleinen Brut zufrieden. Das waren mir einfach zu viele Bienen.
    Eine Menge Futter ist noch drinnen. Jedes Volk hat noch 8 Waben. Und irgendwie sieht es so aus, als ob frischer Honig in manchen Waben eingefüllt ist. Ist das möglich?
    Nehme ich diese Futterwaben raus, wenn ja, wann?
    Soll ich sie einfach so lagern, bis sie im Spätsommer gebraucht werden?
    Ich habe einige alte Brutwaben und 2-3 verschimmelte Waben entsorgt.
    Der Tagesflug ist rege, allerdings zeigen viele Bienen am Spätnachmittag auch Schwächeanzeichen.
    HO

  • Ich habe gestern mal mit der Federzugwaage gewogen. Zu letzter Woche haben sie um die 2 kg zugenommen - Uuhps denk ich mir, geht das mit rechten Dingen zu? Klar sie tragen fleißig Pollen ein. Aber Nektar?
    Wer weiß auch dazu was zu sagen?
    Gruß
    Jan-David

  • HAllo !


    Manche können es nach dem Winter nicht erwarten an den Bienen zu
    arbeiten. Ich halte die Zeit für eine Frühjahrsnachschau etwas zu früh.
    Jetzt sollten sich die Kontrollen auf Weiselrichtigkeit( das erkennt man
    das die Bienen Pollen eintragen) und ob die Völker genügend Futter haben
    (durch wiegen) beschränken. Jede große Störung bringt jetzt das
    sensible Klima durcheinander und wirft die Völker in der Entwicklung
    zurück.




    Dirk

  • Da hast Du mal sowas von richtig geurteilt, Dirk...


    jedes Gramm Honig aus der Weide ist ein "Turbo" für die weitere Entwicklung und wird sofort verbrütet.
    Die Waagstockzunahmen sind teilweise auch auf größere Brutflächen sowie jede Menge des dazu benötigten Wassers zurückzuführen.
    Störungen im Volk, nur wenn unumgänglich, und dann so kurz wie möglich, sind angesagt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Lieber Dirk.
    Der Winter ist rum, auch wenn es nächste Woche noch mal kühl wird. Ich musste Platz machen, denn die brauchen jetzt nicht mehr 30 KG Futter pro Zweizarger, oder? Die Biene reagieren nicht nach Kalenderstand, sondern auf Wärme, Licht und Sonnenstand. Die explodieren anzahlmäßig bis Ende März.
    Gruß und danke
    HO

  • Wie lange fährst du?
    Nassen Schaumstoff ins Flugloch, [möglichst abends nach Einstellung des Flugbetriebes, (oder ganz früh morgens), sonst verlierst du zu viele Flugbienen] und dann sofort losdüsen.
    Im Moment ist es in den Kisten noch lange nicht so voll wie im Sommer, GsD, aber wenn du weit fahren mußt, würde ich eine Leerzarge zum Aufketten untersetzen, und von oben gut naßmachen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ich werde etwa eine stunde unterwegs sein - hpts autobahn.


    was meinst du mit "oben nass machen"?


    und noch eine zarge unterschieben spar ich mir, weil ich die magazine ja alle händisch aus dem garten raustragen muss und das wird so schon schwerstarbeit :roll: 
    das wären ja dann drei zargen - ne, ich brauch mein kreuz noch ne weile:lol:

  • Servus Marie,


    mach die Löcher zu, lad auf und fahr los.
    In den Völkern ist momentan Platz massenhaft, eine Gefahr des Verbrausens gibt es nicht!
    Es wird auch nachts so kühl, dass ein nass machen vollkommen überflüssig, m.E. eher kontraproduktiv ist.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • [möglichst abends nach Einstellung des Flugbetriebes, (oder ganz früh morgens), sonst verlierst du zu viele Flugbienen] ...


    Ich habe irgendwo mal gehört, dass es für die Bienen besser sei sie abends zu verstellen. Würde man sie morgens verstellen, würden die Flugbienen ausfliegen (wie an ihrem alten Stand auch), aber da es eine neue Umgebung ist, nicht wieder zurückfinden.
    Fand ich irgendwo logisch, habe aber der gleichen noch nie was gelesen.
    - Wäre der Verlust morgens wirklich so hoch, dass er "auffallen" würde ?
    - Warum passiert es abends nicht ? Weil sie bei Dunkelheit nicht weit ausfliegen, zum Stand zurückfinden können und morgens dann erst Orientierungsflüge machen ?

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • :-D Bei manchen Sachen bin ich halt für Hosenträger UND Gürtel....:wink:


    edit: @ Christian: durch das Geruckel sind sie schon irgendwie drauf eingestellt, daß der Baum umgefallen ist.
    Seitdem ich Michael Bushs Vorgehensweise zu schätzen gelernt habe, tu ich auch bei weiteren Entfernungen was vor das Flugloch, damit sie merken, daß was anders ist.
    Und ja, du glaubst nicht, was sich an der alten Stelle bis zur Erschöpfung abfliegt, wenn das Zuhause plötzlich weg ist. Auch morgens früh....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sorry,
    das sagt mir jetzt nichts.
    Ich wandere jedes Jahr über Hunderte Kilometer und habe diese Feststellung noch nicht gemacht.(Was nicht heißt, dass es sie nicht gibt, Sabine!)
    Was mir auffällt, ist, daß die Bienen sich sofort neu einfliegen.
    Wenn wir nach dem Abladen Brotzeit machen, sehen wir immer mit Erstaunen, daß auch nach der tollsten Schaukelei auf Land-und Fernstraßen die ersten Pollenträgerinnen schon nach spätestens 10 Minuten wieder beladen heimkommen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,
    auch meine Erfahrung aus Wanderungen mit den Bienen sagt mir es ist besser in den Morgen zu Fahren als in der Nacht anzukommen. Man sollte immer einplanen, dass etwas dazwischen kommt, z.B. mit dem Fahrzeug, und dann ist es besser ich habe Tageslicht. Außerdem ist die Temperatursituation zur Zeit unproblematisch, im Sommer sieht es anders aus.
    Also zumachen, Gurt drum und ab die Post.
    Viel Erfol.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk