Milder Winter viele Varroen?

  • Hallo,
    ich hab seit vorgestern die Windeln unter die Böden geschoben. Ergebnis: 4 Völker mit (hohem) Varroenbefall. In 2 Tagen 7-10 Stück.
    Welche sind besonders bedenklich? Die ganz dunklen oder die hellen?
    Wie gehe ich vor? Bis zur Frühtracht ordentlich aufbauen und dann nach der Ernte relativ zeitig behandeln? Oder besser gleich Kunstschwarm und Brutscheune und dann behandeln und auf nackte MW setzen?
    Was würdet ihr tun, bzw. wie ist bei euch der Varroadruck?


    Übrigens behandelt hatte ich im Herbst mit AS Schwammtuch und Silvester OS geträufelt. Wobei eines der 4 nicht richtig in der Traube saß.


    Gruß
    Ralph

  • Die dunklen sind die bösen.
    Aber Ralph, ich möchte dir zu bedenken geben, daß die Durchlenzung noch lange nicht durch ist, KS würde ich zu *diesem* Zeitpunkt niemals riskieren, ich hätte Angst, daß dann zur Frühtracht nur noch Reste da wären.
    *Jetzt* ist der kritischste Punkt des ganzen Jahres, da sollte ich so weit wie es geht, von solchen doch extrem massiven Eingriffen absehen. Aber nur meine Meinung.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nö Sabine,
    ich auch nicht:


    Die dunklen sind die bösen.
    Aber Ralph, ich möchte dir zu bedenken geben, daß die Durchlenzung noch lange nicht durch ist, KS würde ich zu *diesem* Zeitpunkt niemals riskieren, ich hätte Angst, daß dann zur Frühtracht nur noch Reste da wären.


    Gruß
    Ralph

  • Hallo,
    bei mir sieht es mit der varrop eigentlich ganz gut aus, ich hatte den schieber vor ca. 3 wochen für eine woche drin, da sind bei den völkern 1-2 milben in 5 tagen gefallen.
    ich würd nicht behandeln, alles so lassen wie es ist und dann drohnenschneiden.
    mfg jeffrey

  • Hallo Ralph,


    Hallo,
    ich hab seit vorgestern die Windeln unter die Böden geschoben. Ergebnis: 4 Völker mit (hohem) Varroenbefall. In 2 Tagen 7-10 Stück.
    Wie gehe ich vor? Bis zur Frühtracht ordentlich aufbauen und dann nach der Ernte relativ zeitig behandeln? Oder besser gleich Kunstschwarm und Brutscheune und dann behandeln und auf nackte MW setzen?
    Was würdet ihr tun, bzw. wie ist bei euch der Varroadruck?
    Gruß
    Ralph


    ich empfehle so schnell wie möglich Drohnen schneiden ab der
    1. Droh.-Wabe.

  • Milben über Milben :mad:
     
    Ja, diese Jahr scheint es besonders viele Milben zu geben, jedenfalls in meinen Völkern.
    Habe soeben bei 2 Völkern mehrere schlüpfende Bienen gesehen, die mit völlig verkrüppelten Flügeln "auf die Welt kamen" und das trotz AS-Behandlung von 07.-15.07.
     
    Werde jetzt schnellstens zur "chemischen Keule" greifen und nicht darauf bauen, dass es vielleicht zu einer Toleranz zwischen Milben und Bienen in meinen Völkern auf diesem Stand kommen könnte.
    Da die Ameisensäure nicht so gewirkt hat, wie sie sollte (alles verdampft, streng nach Vorschrift gemacht!), werde ich auf Bienenwohl, Blockbehandlung wie auf Dannys homepage beschrieben, zurückgreifen.
    Die beiden Völker, die so viele Milben hatten, habe ich erstmal brutfrei gemacht (Brut in neue Zargen und abseits gestellt und mit Nassenheider).
    Mal sehen, ob ich sie retten kann.
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Werde jetzt schnellstens zur "chemischen Keule" greifen und nicht darauf bauen, dass es vielleicht zu einer Toleranz zwischen Milben und Bienen in meinen Völkern auf diesem Stand kommen könnte.


    Insofern du dies schelmisch meintest, ist nichts dagegen einzuwenden.


    Gruß
    Manne

  • Hallo Immenheger


    Ja, diese Jahr scheint es besonders viele Milben zu geben, jedenfalls in meinen Völkern.
    Habe soeben bei 2 Völkern mehrere schlüpfende Bienen gesehen, die mit völlig verkrüppelten Flügeln "auf die Welt kamen" und das trotz AS-Behandlung von 07.-15.07.


    Nach meiner bisherigen Feststellung hat nicht unbedingt das ersehen einiger flügelverkrüppelter Bienen nee Aussagekraft über den tatsächlichen Varroenbefall eines Volkes.Manche Imker geraten da in den Varroenstreß und behandeln auf Teufel komm raus.Wenn eine AMS-behandlung wie beschrieben ordnungsgemäß durch geführt wurde ist es vielleicht ratsam erstemal genauer den Varroenbefall fest zustellen als da gnadenlos irgendwas in die Völker rein zupumpen.Oder ist dies keine Überlegung wert???
    imkerliche Grüße

  • Hallo Herby
    Das ist Flügeldevormationvirus. Achtung große Gefahr. Genau kontrollieren, wenn der sich ausbreitet gibt es viele tote Völker. Die Viren werden mit den Milben verschleppt und es kommt schnell zum Totalzusammenbruch. Leider hilft dann auch keine Ameisensäure mehr.
    Gruß Peter

  • hallo peter,


    das der dwvirus von der v-milbe übertragen wird kenn ich.
    allerdings ist er wohl so gut wie immer präsent in der milbenpopulation. also um jottes willen nich gleich die völker alle abschwefeln wejen infektionsjefahr !!!


    bis denne


    so, jetzt noch ´n schnittchen...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Man sollte aber nochmals darauf hinweisen, daß die Viren NICHTS mit der Varroenanzahl gemeinsam haben.
    Ein Volk kann sehr wenige Milben mit hoher Durchseuchung haben und an den Sekundärinfektionen schneller versterben als ein benachbartes Volk mit unendlich vielen Milben ohne Viren.
    Das wird viel zuwenig beachtet, denn in dem Moment richtet eine massive Milbenbehandlung nur noch mehr Schaden an, ohne daß die Viruslast sinken würde.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • SaBiene
    bin voll deiner meinung!
    allerdings ist die schwächung des immunsystems (haarscharf betrachtet) eine folge von irgendetwas und kann demnach nicht die ursache der ccd sein.


    jetzt wird´s aber mal interessant.........

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • :lol: *D'accord!* Immunschwäche ist ein Symptom, keine Ursache, die liegt woanders.
    (ich hab eigene Erfahrungen damit im Humanbereich)
    Aber mal ganz ehrlich, ist Imkerei angesichts der aktuellen Landwirtschaft in der tradierten Form überhaupt noch machbar?
    Wenigstens hierzulande?
    95% der Imker tun doch so, als gäbe es keinen Strukturwandel und damit auch keine veränderte Landschaft inkl. Pollen- und Trachtangebot und neumodernen Pestiziden.
    Wir als Imker machen was verkehrt, wenn unsere Völker krank werden und sterben.
    Der Bauer sagt ja auch nicht, daß es an der Kuh an sich liegt, wenn die dauernd Mastitis und Klauenprobleme hat (okay, einige schon...:roll:).
    Bei nur 0,5% Bioflächen müssen wir aber was ändern, denke ich.
    Bloß was genau, über lokale Reaktionen wie keinen Raps oder Mais mehr anzuwandern?
    Die französischen Bauern werden bei Störungen immer sehr massiv und meist erzwingen sie Änderungen.
    Wir verlassen uns auf XXX und XXXX, aber hatten wir damit je Erfolg?
    Gibt es auch nur ein einziges PSM, was als B4 eingestuft wurde, und im nachhinein wegen massiver Brutschäden auf B1 zurückgestuft wurde?
    DA liegt die Crux....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen