*Ausschleckraum*

  • Hallo Tüftler und Spezialisten!


    Ich hätte viele Waben mit teilweisem Futter. Auch so richtig *fette* ausgeschleuderte (honigfeuchte) Waben, welche ich anschliessend schmelzen will. Bis jetzt habe ich diese Waben immer in den Boden eingeschoben. Nur gefällt mir diese Vorgangsweise nicht so, weill ich immer die durchhängenden Bärte belästige, wobei die Mädels dann in Rage kommen.
    Wie würde es aussehen, wenn ich einen 4 cm Kranz als Zwischenstück - Brutraum zu Deckel einschieben würde, wo ich diese Waben als Reizfutter direkt auf die Waben auflegen könnte.
    Hat von euch bitte schon jemand eine ähnliche Aktion durchgeführt?
    Wer hat vielleicht einen besseren Rat?
    Ich bitte um Antwort.
    Noch schönen Abend
    Tschiwi

  • Hallo Sabi(e)ne....
    Das mache ich auch bei Entdeckelungswachs und teilweise bei Waben.
    Nur....ich habe in den letzten Jahren beim Einlöten den Edelstahldraht verwendet. Die Waben werden mittels Damfwachsschmelzer behandelt.
    Die alten Rähmchen kommen dann in einen umgebauten Geschirr-
    spüler (heizt durch - 100 Grad) und werden mittels Laugensteinlauge gewaschen. Habe damit gute Erfahrungen gemacht.
    So will ich halt trachten, dass die Rähmchen mit Draht *ganz* bleiben.
    Noch eine Frage:
    Wann beginnst du (welches Entwicklungsstadium) Reizfutter vorzugeben?


    Danke
    Fritz

  • Gar nicht, Reizfütterung bringt nix, meiner Meinung nach, außer sie sind kurz vor dem Verhungern.
    Ich fütter so meine Ableger mit dem Zeug, wo ich keine andere Verwendung für habe.
    Und ich kann ungeniert schneiden, weil ich nur noch Steckdrähte zum Drahten nehme. Da macht es 4 oder 5mal *zupf* mit der Zange, und sie sind raus, und ich kann glatt am Rähmchen schneiden. HR-Rähmchen sind eh ungedrahtet bei mir.
    Neue wieder rein geht genauso schnell, alles kein Problem :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Fritz,


    das ist das schöne bei meinen Bremer Lagerbeuten, da gibt es extra
    Sechswabenablegerkisten mit Griff wie ein Eimer, kann man schön in
    jeder Hand einen tragen, wegen Gewichtsverteilung, kann man auch schön
    für Wabentransportkisten benutzen und daran und an den Lagerbeuten sind
    so Führungsschienen dran, da kann man die Ablegerkiste an die
    Lagerbeute anhängen, macht an der Lagerbeute den Schieber auf und
    kann dann immer schön sechs Waben auslecken lassen.

  • Hallo Zusammen, hallo Fritz,
    in der zweiten Hälfte dieses Beitrages habe ich seinerzeit beschrieben, wie ich Honig umtragen lasse:
    http://www.imkerforum.de/viewtopic.php?p=19053#19053


    1. Hinweis: So früh im Jahr könnte es unter Umständen auch reichen, nur eine Futterzarge zwischenzusetzten.
    2. Hinweis: Ein Imkerkollege hat mal versucht, auf diese Weise Waben mit Brutresten leertragen zu lassen.
    Das haut nicht hin: Brutwaben sind Bannwaben, überall!
    3. Hinweis: Wer mit Großwaben und Schied arbeitet, kann die leerzutragenden Waben zu dieser Jahreszeit auch einfach hinter das Schied hängen.
    Solange keine Tracht ist, werden die Waben dort langsam aber sicher leergeräumt.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Wir bauen im Sommer oben geschlossene Türme die auf hohen Böden stehen mit vier ganz kleinen Fluglöchern, dadurch wird das abschroten der Waben vermieden.
    Nach Ende der Tracht werden die dann von Bienen und Wespen geputzt. Wespen sind auch wichtig da die auch Wachsmotten fressen.


    Jetzt hänge ich Waben die rausfliegen hinter den Schied, die nächste Hälfte geht für Ableger zum Verkauf drauf.


    so machts
    der
    Drohn

  • Hi, Jeffrey,
    ich nehm Blumensteckdrähte in passender Länge, durch die Löcher im Ober- und Unterträger, umbiegen, und dann entweder MWs einlöten oder Naturbau mit Anfangsstreifen.
    Einlöten geht bei den Drähten übrigens auch noch viel schneller als bei dem dünnen Draht am Stück, mein Ladegerät hat 30A und jeder Draht dauert unter einer halben Sekunde...


    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wir bauen im Sommer oben geschlossene Türme die auf hohen Böden stehen mit vier ganz kleinen Fluglöchern, dadurch wird das abschroten der Waben vermieden.


    Verstehe ich das richtig, daß Du zwar die Waben nicht in den Baum hängst zum Ausschlecken/-picken, aber dennoch allen Bienen frei zugänglich machst? Gibt das nicht - trotz (oder gerade wegen?) der kleinen Fluglöcher - eine wilde Räuberei?
    Und wenn Du es während der Tracht machst (da ist ja meist weniger Räuberei, weil alle Bienen fleißig was zu tun haben), dann sind doch in den alten Futterwaben Zuckerreste drin. Nimmst Du das billigend in Kauf, daß Zuckerlösung mit in Deinen Honig kommt?
    Ich bin gelinde gesagt ein wenig ratlos ob dieser Lösung.


    Da ich aber mit dem gleichen Problem zu kämpfen habe - eine geerbte 4Waben Handschleuder ist eben nicht der Bringer -, überlege ich, die honigfeuchten Waben über die Völker über eine Leerzarge zu hängen. Ist das sinnvoll? Muß ich irgendetwas beachten, daß mir in die Leerzarge kein Wildbau kommt, der dann voll Honig ist?


    Herzlichst
    Jan-David.

  • Hallo, Fritz,
     
    ich bekomme honigfeuchte Waben blitzsauber, indem ich die Zarge mit den Waben dem Volk untersetze. Vorher weiche ich die Waben kurz in Wasser ein. In der Räubereizeit mache ich das abends nach Einstellung des Flugbetriebs; am nächsten Abend sind die Waben trocken und repariert.
     
    Viele Grüße, Johannes