Bedeutung des Propolis für den Bien

  • Hallo miteinander!


    Im Zusammenhang mit dem Wesen des Bien, war die Bemerkung gefallen, daß Propolis zum Bien gehört. Nun ist es in der Tat so, daß die Beuten von innen wie mit einer Haut von Propolis ausgekleidet ist. Nicht nur zum Stopfen von zugigen Löchern - die ganze Beute ist ausgekleidet.


    Nun habe ich da eine Frage: Wer von euch hat schon Bienen in einer Baumhöhle gesehen? Oder hat diese Höhle untersucht? Oder kennt Untersuchungen dazu? Mir stellt sich nämlich die Frage, ob diese Propolishaut auch in Baumhöhlen existiert?


    Das wäre ja ein Ding, wenn das nicht der Fall wäre. Da müßte man sich fragen, weshalb das so ist.


    Bernhard

  • BernhardHeuvel schrieb:


    Im Zusammenhang mit dem Wesen des Bien, war die Bemerkung gefallen, daß Propolis zum Bien gehört. Nun ist es in der Tat so, daß die Beuten von innen wie mit einer Haut von Propolis ausgekleidet ist. Nicht nur zum Stopfen von zugigen Löchern - die ganze Beute ist ausgekleidet.


    Nun habe ich da eine Frage: Wer von euch hat schon Bienen in einer Baumhöhle gesehen? Oder hat diese Höhle untersucht? ... Mir stellt sich nämlich die Frage, ob diese Propolishaut auch in Baumhöhlen existiert?



    ja.
    Soll heißen: Der hohle Baumstamm samt Bien, den ich kenne, war mit Kitthartz genauso ausgekleidet, wie eine "Imkerbeute".
    Kittharz ist nunmal ein Gift für Bakterien und Viren und Pilze (von den Pflanzen "ersonnen" um die Blattprimordien in den Niederblättern vor eben jenen Feinden zu schützen).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Bereicherung,


    BernhardHeuvel schrieb:

    Nun habe ich da eine Frage:

    Das kann ich kaum glauben. :o Das werden bestimmt wieder mehr. :wink:

    Zitat

    Wer von euch hat schon Bienen in einer Baumhöhle gesehen?

    Iche.

    Zitat

    Oder hat diese Höhle untersucht?

    Nicht oder - eher beides.

    Zitat

    Oder kennt Untersuchungen dazu?

    Na ich war sozusagen dabei, als ich grad dabei war, das anzusehen. Gilt das?

    Zitat

    Mir stellt sich nämlich die Frage, ob diese Propolishaut auch in Baumhöhlen existiert?

    Mir nicht, denn ich weiß wie's ist.

    Zitat

    Das wäre ja ein Ding, wenn das nicht der Fall wäre.

    Ja, das würde mich auch verblüffen und mir schlaflose Tage bereiten.

    Zitat

    Da müßte man sich fragen, weshalb das so ist.

    Ich hab' doch geahnt, dassas nicht bei einer Frage bleibt. Nicht bei Dir. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo BernhardHeuvel


    Im Zusammenhang mit dem Wesen des Bien, war die Bemerkung gefallen, daß Propolis zum Bien gehört


    Das würde ich so nicht stehen lassen denn es ist bekannt das es auch Melifera-Arten gibt die mit Propolis nix machen b.z.w. sammlen oder gebrauchen
    Kann das nu in der Schnelle leider nicht schriftlich untermauern aber habs mal gelesen und nicht vergessen.es gibt Regionen das is nix mit Propolis im Bienenvolk
    Und zur Auskleidung von Propolis in Baumhöhlen, also die ich bisher gesehen habe (2 Stck.) hatten wahrscheinlich wegen der Oberfläche keine sichtbaren Propolisüberzüge denn das Holz war sehr spröde und von der Oberfläche rauh und morsch da ist sowas schwer zumachen mitunter spielt auch die Überlebensdauer der Besetzung bestimmt nee wichtige Rolle bei.naja jedenfalls hab ich zwei gesehen die wahren in morschen Bäumen ,die Bäume waren aus einander gebrochen wodurch erst die Nutzung durch Bienenvolk zum vorschein kam.Ausserdem herrschen da ganz andere Flächenverhältnisse von freien Holzflächen als in ner Beute mit Rähmchen


    imkerliche Grüße

  • Hallo Simmerl,


    die Ägypterinnen sinds, apis mellifera lamarckii (ehem.: fasciata). Praktisch keine Propolis im Bau! Genau das Gegenstück zu den Kaukasiern, da "läuft das Propolis beim Flugloch raus".

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  • Dank da schee Reiner!
    (Drum sag I immer: So wie der Reiner, kanns Keiner!)


    Gottseidank is ja Kreta net so weit weg von Ägypten.


    Aber jetzt hob J a saublöde Frage:


    Warum sammeln die kein Prop.?
    Weil sie keine Bäume haben?
    Sträucher müßten doch auch Harz absondern?
    z. B. Weihrauch ist ja auch Harz.
    Brauchen die nichts zum desinfizieren?


    Aber die stechende Frage ist doch: Woher bekamen die Leichenbestatter
    ihr Prop.? Importierten sie das?
    Wo sind die Archäologen unter uns?


    Gruß Simmerl

  • Danke für die Blumen Simmerl, stell aber bloss nicht dein Licht unter den Scheffel!!


    Inwieweit es im antiken Niltal Palmen gab, die Propolis absonderten, weiss ich nicht. Von verschiedenen Knospen? Der Weihrauch kam ja bevorzugt von der arabischen Halbinsel (Boswelia-Strauch). Und die Einbalsamierer verwendeten ja zunächst mal Natronsalze um die Feuchtigkeit zu entziehen. Was dann drauf geschmiert wurde, änderte sich aber durch die Zeiten sehr.


    Woher hast du das mit dem Propolis? Ich weiss nur was von Harzen (was oft recht kontraproduktiv war...).


    Die Lamarckii ist ja wirklich die einzige Rasse der Mellifera, die kein Propolis sammelt. Karl Kehrle kreuzte sie einmalig ein um die Propolissammelwut einzudämmen (und es gelang ihm). Ein Propolisieren ist im Volk notwendig, soll aber nicht zum Zuschmieren führen. Ein "balsamieren" der Beutenwände und die Verwendung in der Zeit Einfütterung bis zur Einwinterung ist wünschenswert.

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  • G. Wustmann schrieb:

    Kittharz ist nunmal ein Gift für Bakterien und Viren und Pilze (von den Pflanzen "ersonnen" um die Blattprimordien in den Niederblättern vor eben jenen Feinden zu schützen).


    Kannst du (oder wer anders) mir das noch mal etwas näher erläutern?
      
    Borago

  • Schönen guten Morgen alle zusammen,


    Hilfe, Hilfe, Hilfe,


    beim nachstöbern steht geschrieben beim Za/Bö Haltung und Zucht der Biene über die cecropia, den schönen Griechinnen: Kittharz verwenden sie keines.


    Wogegen im Lexikon für Bienenzucht über die cecropia steht:
    Sie ähnelt sehr der Kaukasier, insbesondere geht sie sehr verschwenderisch mit Propolis um.


    Ein Widerspruch per excellons.
    Liegts vielleicht daran, daß F. Ruttner die cecropia nochmals unterteilt in mazedonische Biene und kekropische Biene?
    Oder rauchen wir Imker wirklich einen besonderen Stoff?
    Bin J jetzt Mandl oda Weibi?


    Sollten wir nicht einfach anfangen zu akzeptieren, daß es einen solchen Bien gibt und auch einen anderen Imp?
    Einer nistet im Baum und der andere eben unterm Kanaldeckel.
    Bei uns Menschen gibt es ja auch einen Stamm, bei dem die Männer kochen und die Kinder hüten und schwätzen und sich wie Tunten geben, wohingegen die Frauen anschaffen und jagen. (anschaffen=das Sagen haben, nicht falsch verstehen@Henry)


    reiner , das mit dem Prop zum Einbalsamieren hab ich schon öfters gelesen, aber frag mich wo?
    Ich kanns Dir beim besten Willen nicht mehr sagen.
    Wenn ich drüber falle, schrei ich Dir!


    Borago , Prop ist antibakteriell und antifungizid, google doch einfach mal, es gibt auch sehr viele und gute Bücher darüber. z.B. Dr. Biene usw.


    Gruß Simon

  • J nummoi!


    reiner , unter www.alp.admin.ch schreibt ein Stefan Bogdanov:


    Propolis war im Altägypten schon bekannt.


    Das ist zwar nicht der Beweis, daß sie das auf die Mumien geschmiert haben aber zumindest kannten sie es und nutzten sie es sicherlich auch medizinisch.


    Könnt es demnach nicht auch dann so sein,
    wie vorher schon angedeutet, daß es verschiedene Ägypterinnen geben muß oder gegeben hat oder sich auch noch andere Rassen am Nil
    angesiedelt haben?


    Gruß Simmerl

  • Hi Simmerl,


    habe grade mal den Kehrel gezückt. Er schreibt bei Cecropia von einer sehr wechselnden Verwendung von Propolis, einige fast nicht, andere sehr verschwenderisch, außerdem zum Wirrbau neigend. Bei Lamarckii definitv kein Propolis.


    Bedenken müssten wir jedoch, dass sich im Nahen Osten die Flora in den letzten 3000 Jahren dramatisch verändert hat (Verwüstung). Das könnte das Verhalten der Bienen schon auch beeinflust haben. Andererseits zeigen auch die Lamarckiis heute noch eine bemerkenswerte Einheitlichkeit in bezug auf Aussehen und Verhalten. Eventuell gab es am Oberlauf des Nils noch andere Melliferas die für die Propolisproduktion genutzt wurden.


    Aber, wenn ich mir überlege, wieviel Propolis benötigt werden würde um nur eine Leiche zu konservieren, wieviele Völker in Tonröhren hätten die denn ausgeräumt? Und wie hätten sie das Propolis raus bekommen (gab' ja noch keine Rähmchen zum Abkratzen...).


    Andererseits waren die Ägypter natürlich begehrter Handelspartner. Die Phönizier kaufte und verkaufte alles was irgendwie irgendwo gebraucht wurde. Warum nicht Propolis aus dem Kaukasus und Kilikien? Oder war das "Propolis" in Wahrheit nur Harz, das ja schon vor Jahrtausenden genutzt und gewonnnen wurde?

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