Drohnen schneiden

  • Hallo,
    ich schneide seit mehreren Jahren max. 2 Baurahmen Drohenbrut nach der Verdeckelung pro Volk.
    Nach meiner Erfahrung nimmt dies den Vermehrungsdruck aus dem Volk bis zur ersten Spähtsommerbehandlung. Trotzdem gibt es einen größere Anzahl Drohnen im Volk (Drohnenecken in Brutwaben, Wildbau im hohe Unterboden).
    Das einzig unangenehme daran ist die Vernichtung der Drohnenbrut (Ich habe keine Hühner !) und das saubere, rückstandfreie Wachs darf nicht verloren gehen. Ich schmelze sie daher im Dampfwachsschmelzer aus und entsorge die gekochten Maden durch vergraben im Kompost.
    Hat einer eine andere Idee? Drohnen nicht schneiden ist für mich keine Lösung.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Danke Uwe,
    "WIR" essen keine Schnecken, Froschschenkel oder Austern).
    Garnelen schon.
    Meine Entsorgungsfrage war ernst gemeint.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo


    Eisvogel war nicht böse gemeint


    ich werde diese Jahr testen, wie hier schon beschrieben, Drohnenwaben zu frosten und anschließend wieder reinhängen.


    Dadurch habe ich keinen Jungfernbau in der Fangwabe und müsste dann beim zweiten Durchgang auch mehr Varoen abfangen können.


    Aber wie gesagt das ist für mich das erste Mal so.


    Gruß Uwe

  • Ich bekanntermaßen auch nicht.


    Uwe : meinst du, daß den Bienis diese gewaltige Menge tierisches Eiweiß auf einmal bekommt? Zumal das bei den Stocktemperaturen ja wohl auch schnell zu gammeln beginnen wird..... :-?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    sabi(e)ne


    ich bin mir sicher das das überschüssige Eiweiß entsorgt wird bevor es fault.
    Und im Jungfernbau habe ich bisher kaum Varoas gefunden.
    Um bebrütete zu bekommen müsste ich auf althergebrachte Weise
    alles mit dem Messer köpfen und leer klopfen aber darauf habe ich keine
    Lust.
    Auch ich tendiere zum nicht schneiden nur manchmal geht das halt nicht.


    Gruß Uwe

  • Hallo Zusammen,
    ja, ich schneide Drohnenwaben (bis zu 4 pro Saison). Ich kenne keine andere Methode, den Varroabefall in der Aufwärtsentwicklung zu reduzieren. Gestern Abend bei unserer monatlichen Imkerversammlung sprach ein erfahrener Kollege davon, dass eine entnommene Drohnenwabe den Befall um ca. 10 % senkt (wobei bei der Entnahme von 10 Drohnenwaben der Befall wohl leider nicht auf Null sinkt. :cry: ). Die Drohnenlarven verspeise ich nicht selbst :wink: , sondern gebe diese meinen Hühnern bzw. den Küken im Frühjahr als Turbofutter. Ich merke einen deutlichen Unterschied im Wachstum im Vergleich zu Küken, die diese Kraftnahrung nicht bekommen haben.
    Was spricht gegen das Drohnenschreiben aus Eurer Sicht? Arbeitsaufwand, Schwächung des Volkes, Drohnenverlust oder andere Gründe? Da ich die Drohnenwaben als Hühnerfutter verwende, habe ich damit bisher kein Problem. Eine Entsorgung über die Müllabfuhr käme für mich allerdings nicht in Frage.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Energie- und Eiweißverschwendung des Volkes.
    Heftige Störung der Volksharmonie, gerade die ersten wichtigen Drohnen nicht schlüpfen zu lassen.
    Heftige Beeinflussung der Standbegattungsergebnisse der Gegend bei den ersten Königinnenserien, daraus resultierend ungenügende Begattungen.
    Und die merkt man erst später.... :evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen