Der BIEN - der BIEN

  • Ich möchte gerne das Thema hier weiterführen, weil ich denke, von der Biologie her haben wir eine Möglichkeit uns dem BIEN zu nähern - aber weniger von den technischen Fragen zum Forum her (wie kam das Thema da bloß hin?)!


    Insofern - Fortsetzung und Einleitung hier


    Ich hoffe, Ihr seit einverstanden


    und bitte, bleibt bei der Sache und bei einem dem BIEN angemessenen Ton.


    Dies wünscht sich


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Die Frage kann immer sein,
    was ist den das "Wesentliche"


    Ihr habt bei der ganzen Geschichte das "Wesentliche" einfach übersehen - aber Ihr seid damit in guter Gesellschaft, denn über dieses Wesentliche gibt es wirklich nur wenige wirklich weiterführende Arbeiten.


    Folgt nur den Phänomenen und an deren Anfang ist das Wesen:


    Das Erste ist der BIEN
    und dann:
    Das Erste ist die Wärme


    in der Wärme entsteht dann das Wachs


    daraus bilden sich dann die Waben


    erst jetzt ist der Schwarm nicht mehr nackt


    er hat seinen Ort und nun folgen alle Lebensäußerungen.


    (beachtet bitte: Das war jetzt die umgekehrte Reihenfolge).


    Und es geht hier auch nur als Phänomen um den Schwarm, denn auch dieser ist ein Ausdruck der Wärme.


    Die Wärme wird (fast) immer völlig vergessen -
    dabei ist diese ist eine bei den Insekten in dieser Weise einmalige Erscheinung bei den Honigbienen.


    Soweit bis hier


    Nochmals des Herzens warme Grüße


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Ich muß ehrlich gestehen, daß ich nicht ganz verstehe warum jetzt das Thema auch noch ausdiskutiert werden muß.


    Es gibt doch sicherlich eine feste Definition, was Bien ist.


    Es ist doch nur eine reine Definitionssache.


    Möglicherweise gibt es mehrere Definitionen mit verschiedenen Kriterien, dann muß man sich halt einigen, wenn davon die Rede ist, welche man meint.
    Damit es nicht zu Mißverständnissen kommt.


    Oder wollt Ihr eine neue Definition abstecken? Dann frage ich mich aber auch wieso?


    Eine Stadt ist eine Stadt, wo fängt sie an was gehört dazu? Es gibt verschiedene Kriterien, je nach dem in welchem Zusammenhang von Stadt die Rede ist. Das einfachste ist die nach Anzahl der Einwohner, um so benannt zu werden.
    Komplexer schon die nach Infrastrktur.
    Ich kam nie auf die Idee darüber zu diskutieren, was man sinnvollerweise mit Stadt bezeichnet und was nicht.
    Je nach Gespräch weiß mein Gegebüber was gemeint ist und fragt nicht nach dem Wesentlichen einer Stadt.


    Natürlich kann man darüber philosophieren, aber das endet nur in einem Konsens, der in einer neuen Definition mündet. Die Stadt oder der Bien wird deshalb nicht verändert und was für einen Gewinn haben wir durch eine neue Definition?


    Ich glaube ich würde gerne im nächsten Leben mal als Bien oder als Stadt geboren werden, wäre interessant. Dazu muß ich die klaren Grenzen aber auch nicht wissen. Ich weiß nicht mal wo mein jetziges Bewusstsein anfängt und aufhört, trotzdem würde ich mich als bewussten Menschen bezeichnen.

  • :lol: Hi, Radiolaria,
    klar gibt es eine Definition des Biens.
    Aber hier geht es um was tieferes, nämlich um das Wesen des Biens, was nun mal nicht gleich einer Definition ist.
    (Vergleich es mit Sex, der technische Vorgang ist definiert, aber bringt die Definition die Gefühle dabei rüber? :wink: )
    Wir möchten gerne philosophieren, laß uns doch.... :wink:


    @Michale W.: dann müßte ich mit dem kleineren Wabenabstand und dadurch mehr Wärme im Brutnest ja eigentlich den Bienen wieder ein Stück entgegengekommen sein?
    Daß sie damit dann freiwillig im Naturbau sehr bereitwillig kleinere Zellen bauen, als vorher, auch wenn es hier "nur noch" um ein oder zwei Zehntelmillimeter geht, sehe ich als sehr bedeutsam an, denn in Bienenmaßen liegen da Welten zwischen dem 5.1 und 4.9 oder gar kleiner, wie ich merken mußte.
    Ich bin gespannt auf die neue Saison :D

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabiene,


    klar können wir darüber philosophieren, was das Wesen des Biens ist.


    Aber leichter fände ich es zunächst mal das Wesen des Menschen zu besprechen. Das wird schon seit Jahrhunderten debattiert, dabei sollte es einfacher sein, da wir das Bewusstsein einens Menschen haben.


    Wieviel schwieriger ist es sich über das Wesen eines Esels zu unterhalten, obschon er als Säuger uns immernoch recht nahe steht.


    Um das Wesen eines Bien zu verstehen muß man schon in der Lage sein, sich in diesen hineinzuversetzen.


    Mal eine ehrliche Frage, wer hat da soviel Übung? Ich schaff es oft nicht einmal meinen Lebenspartner zu verstehen.


    Ich meine es gibt da Möglichkeiten, daß man bewußtseinserweiterne Drogen zur Hilfe nimmt. Mit eingenommen Psilopilzen kann man sich stundenlang neben einem Bien aufhalten und sich mit diesem unterhalten, und eventuell mit auf Schwarmreise gehen. Auf diese Weise bekommen wir aber nur eine annähernde Erkenntnis wie ein Bien lebt, eventuell fühlt, aber das Wesen bleibt dann immernoch verschlossen.


    Abgesehen davon bleibt immernoch die Unsicherheit, das alles nur Illusion ist.


    Aber ich freue mich auf die Vielseitigkeit dessen was hier fallen wird.

  • Johannes Haller schrieb:

    Radiolaria!!


    Wo iſt Dein langes ſ !!??? :o

    :( 
    Tja, ich werde schon nicht mehr ernst genommen, da habe ich es abgelegt.


    Es ist schon ein Phänomen, daß die meisten Menschen alte Bücher in Fraktur problemlos lesen, aber sobald ich das Lange benutze fangen die Menschen an im Geiste zu lispeln.


    Ja es gibt sogar welche, die können den Text schon gar nicht mehr lesen.
    Ich frage mich, wie man sich mit solchen Schwächen Gedanken über das Wesen des Biens machen kann. "fg"

  • :o Öhm, Radiolaria,
    wenn du den Rest deines Textes dann passend in Fraktur setzt, lispelt auch keiner.
    Nur paßt das lange s nicht in die moderne Druckschrift.
    Mein von Omma geerbtes Märchenbuch und den Gerstung lese ich ganz problemlos, weil das Schriftbild harmonisch ist, aber in die neumodernen Schriften paßt das einfach nicht.


    Und jetzt wieder bäk to topic, ja?*hoffnungsvoll-guggs*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    :o Öhm, Radiolaria,
    wenn du den Rest deines Textes dann passend in Fraktur setzt, lispelt auch keiner.
    Nur paßt das lange s nicht in die moderne Druckschrift.
    Mein von Omma geerbtes Märchenbuch und den Gerstung lese ich ganz problemlos, weil das Schriftbild harmonisch ist, aber in die neumodernen Schriften paßt das einfach nicht.


    Und jetzt wieder bäk to topic, ja?*hoffnungsvoll-guggs*

    Um bei dem beispiel zu bleiben.


    Es ist nicht eine Sache ob's paßt, sondern der Anpassung, Übung und dann reine Gewohnheit.


    Diese kleine Übung kann uns lehren, nicht alles was in unser
    gewohntes Bild paßt, auch so zu deuten.
    [In Deinem Fall empfindest Du subjektiv das lange S im modernen Schriftbild als unharmonisch, weil Du es nicht anders gewohnt warst. Tatsächlich war das lange S aber auch in modernen Schriften noch lange vorhanden und für die Leserschfaft auch vollig harmonisch weil gewohnt.]
    Dementsprechend müssen wir uns auch von unserem gewohnten Bild eines Organismus' frei machen um ihn verstehen zu wollen.


    Solange wir diese Fähigkeit, sich etwas Fremden zu nähern, nicht einüben, bleibt unsere Vorstellung über das Wesen des Biens grundsätzlich nur subjektiv.


    Das war jetzt aber nur noch mal zur Erinnerung. Ich gehe davon aus, daß Imker dies schon sehr gut beherrschen. Wie sonst würde wir uns so ruhig stechenden Insekten nähern können?[/size]

  • :lol: Moin,
    kauf dir eine Brille! ;-)
    Da steht :"Technische Fragen zum FORUM", zur Software, zu Änderungen hier.
    Ich finde das Thema hier aber auch besser aufgehoben, weil Biologie doch ein bißchen mehr ist als nur Anatomie etc. .... :wink:

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    Bruce Springsteen

  • radiolaria schrieb:

    daß man bewußtseinserweiterne Drogen zur Hilfe nimmt. Mit eingenommen Psilopilzen kann man sich stundenlang neben einem Bien aufhalten und sich mit diesem unterhalten, und eventuell mit auf Schwarmreise gehen.


    Du unterstellst dem Bernhard da ja Sachen. :D 
    Das macht einiges verständlicher.


    Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Zitat

    Du unterstellst dem Bernhard da ja Sachen. :D 
    Das macht einiges verständlicher.


    Jörg


    Wie kommt man bitteschön darauf, daß ich jemandem damit was unterstelle?
    Und dann noch jemandem bestimmtes?
    Und was wird Dir verständlicher?
    Um nochmal in Kurzform klarzumachen worum es mir in den letzten Beiträgen hier zum Thema ging ist:
    Daß man sein Bewusstsein in irgendeiner Weise erweitern muß, um überhaupt ein uns so fremdes Wesen wie dem Bien verständnisvoll zu nähern.


    Wie jeder das bewerkstelligt, ist jedem frei überlassen, ob kontemplatorische Übungen, Drogen, Meditation oder sonstwie.


    Dies ist auch wieder ein Beispiel dafür, daß Du die Dinge so interpretierst, wie Du gestrickt bist und sogar ein klein wenig Wertung in das legst, was andere geschrieben haben.
    Genau ein solches Vorgehen müssen wir ablegen, wenn wir uns dem Bien nähern wollen, denn das führt oft zu falschen Vorstellungen. Beispiel:
    Die langjährige Auffassung, daß die Königin das Bienenvolk regiert.
    Steiners Auffassung, daß die Königin ein Sonnenwesen ist und die Bienen geblendet von ihrem Licht den Stock mit der alten verlassen.


    Tatsache ist, daß ich an Bernhard überhaupt nicht gedacht hatte.
    Tatsache ist, daß ich nie jemandem was damit unterstellen muß, weil für mich der Gebrauch von bewusstseinserweiternden Drogen so legitim ist, wie der Gebrauch eines Flugzeugs um ferne Länder kennenzulernen.


    Nur wenn wir völlig sachlich und unvoreingenommen die Dinge, (den Bien) so sehen wie sie sind, sind wir in der Lage Erkenntnis zu gewinnen.


    Das richtigere Vorgehen wäre gewesen, du hättest nachgefragt, weil Du eine Vermutung hattest.


    Genauso erwarte ich auch die Rangehensweise an das Wesen Bien.
    Wenn uns ein Phänomen oder eine Eigenart des Biens ins Auge fällt, können wir Vermutungen äußern, Fragen stellen, die Sache genauer untersuchen. Aber unsere Vermutungen, die aus unserer subjektiven Wahrheit entspringen, dürfen nicht zu Vorurteilen werden.
    Sonst sehen wir im Bien immer nur uns selbst. Und das wahre Wesen bleibt uns verschlossen.