Radschleuder oder Selbstwender?

  • Hallo, Sabine,

    die freie Auswahl habe ich schon, aber leider beim Geld nicht in dem Maß, wie es optimal wäre... Und irgendwie sieht das doch schick aus, diese Sternform. Und der Herr Weber schreibt so engagiert und begeistert darüber!

    :oops:

  • Hi, Johannes,
    fahr zur Erntezeit nach MS ins Institut und guck es dir live an!
    Die haben eine Radschleuder, oder frag hier mal rum, wo du das mal massiv in Aktion sehen kannst.
    Oder besuch mal Henry bei seinem Profikollegen, dann weißt du, warum....
    Auch wenn dich der Preis schreckt, die Dinger sind einfach genial, mußt du wirklich live gesehen haben, in Streß....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Mitstreiter,


    meine Sturmsche Radschleuder ist bestellt und soll lt. Auskunft des netten Herrn in der 1. Woche im Mai kommen. :daumen:
    Ich bin nach wie vor überzeugt, mir was Gutes zu tun.
    Ob es so kommt, die Rapsschleuderung wird es zeigen. Wenn die Zunahmen so weitergehen wie heute, dann brauche ich Hobboks noch und nöcher...
    Okay, preislich gibt es billigeres, aber habe ich nicht vor, vor dem Rentenalter nochmal eine Schleuder zu kaufen.
    Vielleicht ein blöder Vergleich, aber ich fahre auch nen Mercedes, weil da der Spaßfaktor länger anhält.
    Auch wenns mehr kostet.

  • Moin Johannes,

    Oder besuch mal Henry bei seinem Profikollegen, dann weißt du, warum....


    Wann kommste denne?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja, ich.
    So stehts in einem Prospekt.
    Die anderen dürften ähnlich sein.


    Zitat

    Gesamthöhe geschlossen: 130cm geöffnet: 178cm
    Breite: 98,5cm Tiefe: 57cm

  • Hallo, Mitdenker,

    rechtzeitig vor der Frühtracht traf dann die neue 10-W-Radialschleuder von Roland Weber ein. Ausschlaggebend war für mich:

    - fast 1000 Euro billiger als die Radschleuder
    - paßt vom Format besser in den Keller (dachte ich jedenfalls bis zum Eintreffen des Gerätes)
    - dieses Bruchschutzgitter lachte mich wegen meiner immer häufigeren Naturbauwaben im Honigraum so verheißungsvoll an...

    Erster Eindruck nach der Frühtrachternte:

    1. Ich habe noch nie so schnell so viele Waben leergehabt.

    2. Und noch nie so wenig gebrochene Waben (nämlich gar keine:( Selbst zarte, unfertige, unten noch kaum angebaute Naturbauwaben kamen aus dem rasenden Roland honigleer und glücklich raus. Die wollten gleich noch mal!!

    3. Henrys Überzeugtheit von der Schleuderhexe (der Name ist Programm) kann ich nun teilen. Der Motor ist was für solide Landwirte. Das Ding wirkt auf mich wie eine Kreuzung aus VW Käfer und Landrover-Urmodell. Keine vollelektronische Steuerung, kein Viele-Watt-Geprotze. Stattdessen rustikale 80 W, dafür aber für die Ewigkeit vorgesehen. Die äußere Form offenbar seit Jahrzehnten nicht verändert, mit schwarzbekugeltem Drehzahl-Schalthebel und rot lackiertem gußeisernen Frontfeld (eingeprägt rechts "R", links "L"); Warnhinweisen, wie sie nur rein mechanisch gesteuerte Geräte noch tragen dürfen ("Nicht mit Gegenstrom arbeiten!"); und einem unwiderstehlichen Sound. Letzterer hat es vor allem meinem Sohn (um nicht zu sagen: mir) heftig angetan. Nach sattem "Klack" des manufactoiden, schwarzen Bakelithauptschalters setzt sich der Korb mit rasselndem Knarren sanft in Bewegung, das Knarren schraubt sich in die Höhe, um dann bei Erreichen der Wohlfühldrehzahl in ein eifriges Summen überzugehen. Offenbar ist das nichts für elektronikverweichlichte Ohren, denn Roland Weber schreibt in seiner Bedienungsanleitung vorbeugend: "das knarrende Geräusch bei niedrigen Drehzahlen ist normal und schadet nichts!" Auch, daß ein Motor durch Arbeit warm wird, scheint Zeitgenossen zu Beschwerdeanrufen getrieben zu haben ("eine Erwärmung bis 45° - man empfindet das als heiß - ist normal und schadet nichts!")

    Man kann Roland Weber nur gratulieren, gute neue Ideen (Bruchschutzgitter in einer Radialschleuder) mit jahrzehntelang bewährter Technik zu einer solchen Erntemaschine kombiniert zu haben. Ich bin begeistert. Mit der Schleuder werde ich alt.

    Viele Grüße, Johannes

  • Hey Johannes!
    Vernunft siegt. :cool:
    Ich hoffe, dass du viele Jahre Spass an dem Gerät haben wirst. :daumen:


    Der Radschleuderfraktion sei gesagt: Auch diese Schilderung schmälert nicht die Nachvollziehbarkeit eurer Lobeshymnen. Nur sind tausend EUR für manchen wirklich ein echtes Argument. :D


    Gruß
    Ralph

  • Hallo,

    machen nicht, aber einfügen:

    [Blockierte Grafik: http://www.bienenweber.sagehost.de/ct_i09180.JPG]
    ...allerdings sind die Edelstahlfüße unten schrägstehend statt gerade 'runter.

    [Blockierte Grafik: http://www.bienenweber.sagehost.de/ct_i_1_09180.JPG]
    Hier sieht man die Bruchschutzgitter gut. Bei "normalen" Radialschleudern stehen die Rähmchen nur mit dem Oberträger in einer Aussparung drin, das Rähmchen und damit die Wabe hängen Richtung Zentralachse quasi freischwebend im Raum. Nach den mir vorliegenden mündlichen Mitteilungen von Radialschleudernutzern :wink: ist dies der neuralgische Punkt, der instabile, insbesondere nicht fest verbaute Waben während der Beschleunigungsphase zersemmeln kann. Die Beschleunigungskräfte wirken teilweise senkrecht zur Wabenebene und lassen sie bei ausreichend beherztem Hochfahren der Geschwindigkeit aus dem Rahmen reißen und an die Schleuderwand klatschen. (So wird es jedenfalls berichtet).

    Hinzu kommt, daß die Schleuderhexe :p_flower01: mit ihren 80 W beim Beschleunigen zwar ordentlich knarrt, aber ebenso ordentlich sanft und verzögernd schneller wird. Ich vermute, dies in Kombination mit dem Bruchschutzgitter hat meine eben dem Herzchenstadium entwachsenen Naturbau-Wabenbabys so glücklich gemacht.

  • Hallo, Ruben,

    das hängt vom Wassergehalt und von der Honigtemperatur ab. Meine nasseste Schleuderladung hatte knapp unter 18%, meine trockenste 16%. Der Unterschied in der Schleuderzeit ist dabei merklich. Die trockene Charge brauchte so 10-12 Minuten, die nassere etwa 4-5 Minuten.

    Entdeckeln tu ich mit Heißluft, dadurch hat der Honig direkt aus der Wabe so eine laueTemperatur, ich schätze, um 25-28°C. Das beschleunigt die Sache auch.

    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,
    Glückwunsch zu Deiner Entscheidung und zu Deiner Begeisterung! :)
    So wie Du es beschreibst, kenne ich es auch: Es ist kein Problem, die flachen Naturbauwaben mit der Radialschleuder zu ernten.

    Zitat von Johannes

    Hinzu kommt, daß die Schleuderhexe mit ihren 80 W beim Beschleunigen zwar ordentlich knarrt, aber ebenso ordentlich sanft und verzögernd schneller wird. Ich vermute, dies in Kombination mit dem Bruchschutzgitter hat meine eben dem Herzchenstadium entwachsenen Naturbau-Wabenbabys so glücklich gemacht.


    Bruchschutzgitter habe ich gar nicht, aber meine 20 Jahre alte Babymatic von Thomas hat in der einen Drehrichtung ebenfalls eine mechanische Drehzahlregulierung.
    Das sanfte, lastabhängige hochfahren der Geschwindigkeit wird möglicherweise der entscheidende Faktor sein.
    Viele Grüße,
    Rudi