Bienen -Zwischenstadien Kö- Arb.?

  • Moin, moin,
    ich muß nochmal auf Mr. Smith zurückkommen. 8) 
    Er beschreibt auf Seite 39 des .pdfs , daß es KEINE klare Grenze gibt, und eben nicht nur die perfekte Arbeiterin oder die perfekte Königin, sondern auch alle möglichen Zwischenstadien.
    Er hält die Arbeiterin sogar für die besser ausgebildete weibliche Bienenform als die Königin, weil sie eben etliche Körperteile mehr hat als die Königin, worauf ja auch die längere Entwicklungszeit hindeutet.
    Für die Mischformen macht er wieder die Ernährung in Art und Menge des Futters verantwortlich, was ja nicht unlogisch ist.
    Er beschreibt mehrere Beispiele für diese Zwischenstadien, und sagt, daß man sie selten sieht, weil man nicht danach schaut, weil man von ihrer Existenz nicht einmal etwas ahnt, sie aber in mehr oder weniger ausgeprägter Form in jedem Volk vorkommen... :o
    Jetzt frage ich mich natürlich, warum diese Möglichkeit der "Fehl"-Entwicklung einzelner Individuen (die kommen nicht sehr oft vor, aber 0,1 Promille eines Volkes wären ja schon 4 oder 5 :o ) überhaupt nirgendwo erwähnt werden.
    In der gesamten Literatur gibt es einfach nur Arbeiterinnen, Drohnen und Königinnen, basta.
    "Schlechte" Königinnen, ja, aber keine überentwickelten Arbeiterinnen.
    Ich glaube, wir müßten alle mal viel genauer hingucken....


    Meinungen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne.


    Ich finde die Idee mit dem genaueren Hingucken generell gut. Aber 5 Exemplare bei 50.000 Bienen...das wird kompliziert.


    Wie sollen diese Mischbienen denn aussehen? Und was können sie? Was könnten sie theoretisch für Wirkungen auf den Bien als Ganzes ausüben (Weiselstoff, Drohnenbrütigkeit, o.ä.)? Der Prozentsatz dieser Bienenmischwesen ist bestimmt gering, aber eine einzige Königin hat ja auch ne Menge Wirkung auf ein Volk.


    Hat denn mal jemand versucht, solche Mischwesen durch experimentelle Fütterung zu erzeugen? Würde das gehen? Wenn man sie gezielt erzeugen kann, könnte man sie markieren und im Volk beobachten.


    Bernhard

  • Hallo Sabiene,
    ich glaube es war das Buch von Karl Weiss über Königinnenzucht wo ich das gelesen hatte, das wenn älteren Maden werden umgelarvt, der Ergebniss ist Zwischenstadie zwischen Arbeiterin und Könnigin.
    Mischformen eigentlich sind Drohnenmutter. Es ist unmöglich die in einem drohnenbrütigen Volk mit Augen zu finden.


    mfg


    Ainars

  • Ja Ja des stimmt scho ainars
    das ist vollkommen richtig das gibts fast in jedem Zuchtbuch zu lesen.
    Als ich an einem flugloch mal einen auslaufenden Schwarm zusah, wollte ich die Königin fangen
    Tja ich meinte ich hab sie doch am Schluss hing ein Schwarm am Baum :evil:


    Das war genau so eine Mischforum, sie hatte nicht ganz die größe einer Königin und ihr Hinterleib war nicht so länglich sondern eher wie ein sau großes Bienenhinterteil
    Das Bruststück war auch größer wie bei einer Normalen.

  • Florian Weig schrieb:

    Jein


    Lieber Florian,
    Du kannst die Königin am Flugloch abfangen.
    Bei dem Vorschwarm fliegt dann der Schwarm wieder zurück und es wird ein Singerschwarm dann kommen.


    Wenn der Schwarm trotz abfangen der Königin dann hängt, dann war es ein Nachschwarm.


    Königinen von natürlichen Schwärmen sind immer schlank und rank, die gehen nämlich mit dem Schwarmakt durch einen Jungbrunnen.


    Zur Ausgangsfrage: kann mir schon vorstellen dass es im Volk auch Transis gibt :lol::lol::lol:


    Das sind dann die mit der Boa :roll:

  • Florian Weig schrieb:

    Ne
    Ich hab so eine"Transe" gefangen und nicht die richtige Königin, als ich den Schwarm der am Baum hing durch den Siebkasten drückte fand ich ja die echte Königin


    Ich will ja nicht behaupten dass es eierlegende Arbeiterinen, gerade in der Schwarmzeit nicht gibt. Aber das was Du da beschreibst sieht eher wie ein Nachschwarm aus. Wann fing die Königin mit dem eierlegen an?

  • Hallo,
    Zwischenstadien kommen zu Stande, falls die Made älter als drei Tage ist (zum Zeitpunkt wo entschlossen wird, aus ihr eine Königin zu ziehen)!
    Bei unseren Bienen spielen Zwischenstadien-Königinnen nicht so eine große Rolle, bei der Ägyptischen Honigbiene hingegen schon!
    Arbeiterinnen, welche unbegattete Eier legen, sind auch ständig im Volk enthalten! Die Eier werden jedoch von den anderen Bienen aufgefressen! Erst wenn das Volk aus irgendwelchen Gründen keine Königin mehr hat und das Königinnenpheromon fehlt, werden die Eier nicht mehr aufgefressen...das Volk wird drohnenbrütig!
    Ein schönes Wochenende
    :-) Paul

  • Hallo Zusammen,
    Beim Durchlesen kam mir auch der Gedanke,
    das es vielleicht solche Zwischenstadien gibt.
    Da bekommt eine Larve versehentlich zuviel Futtersaft oder ähnlich.
    Aber ich schätze einmal, das 99 % vorher beseitigt werden.
    Wer sich dann in einem ordnungsgemäßen Volk wie eine Königin aufführt,
    wird wohl auch nicht alt werden.
    Wenn diese Zwischenformen geduldet werden, kann meiner Ansicht nach etwas in den Volk nicht stimmen.
    Paul brachte die Ägyptische Biene ins Spiel.
    Leider weiß ich nicht, ob und wenn ja, wieviele Bienenvölker von dort nach Amerika kamen; und wie groß derengenetischer Einfluss noch ist.
    Das diese Bienen hierzulande gehandelt wurden (zumindest Königinnen), weiß ich allerdings.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin, moin, Lothar,
    warum?
    Wir gehen als Stand des Wissens davon aus, daß es immer nur 1 Königin pro Volk gibt, eventuell mal für kurze Zeit beim Umweiseln 2.
    Wissen wir das denn 100%ig genau?
    Als Überlebenstrategie wäre es jedenfalls durchaus nicht abwegig, "stille Reserven" zu haben...
    Und Jay Smith hatte keinerlei ägyptische oder sonstige auswärtige Königinnen, und trotzdem fand er alle möglichen Zwischenstadien.
    Je mehr ich lese und selber gucke, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, daß eine Menge in den "offiziellen" Büchern einfach nicht stimmt, weil nicht nachgeprüft, sondern schlicht abgeschrieben, denkt an das Märchen vom Eisengehalt im Spinat, was sich fast 80 Jahre lang hielt...
    Man findet doch nur, wenn man weiß, wonach man suchen muß.

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    Bruce Springsteen