Bilder zur Anatomie der Biene

  • Danke für den Link! Der ist ja hochinteressant!


    Besonders, daß die Augen der Biene (genauer die "Cornealinsen") aussehen wie Zellen der Waben! Sechseckig!



    Ist doch irgendwie merkwürdig...Zufall? *warumglaubeichnichtanzufälle....*


    Bernhard

  • Hallo Bernhard ,
    es ist kein Zufall.
    Aber Stubenfliegen, Schwebfliegen etc. bauen auch keine Waben .... zufällig.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • BernhardHeuvel schrieb:


    Besonders, daß die Augen der Biene (genauer die "Cornealinsen") aussehen wie Zellen der Waben! Sechseckig!
    Ist doch irgendwie merkwürdig...Zufall? *warumglaubeichnichtanzufälle....*


    ...och, der liebe Gott hat immer wieder einmal bewährte Strukturen/Funktionen einfach mehrmals benutzt/neu kombiniert.


    Über Augenaufbau bei Insekten kann man sich hier informieren:
    http://www.sdbonline.org/fly/aimorph/eye2.htm


    diese Bilder/Film illustriert das ganz gut:
    http://www.sdbonline.org/fly/vdevlhom/movie.htm

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Vorsichtig darf ich eure Logik kritisieren...nur weil alle Insekten diese Facettenaugen haben, die genauso sechseckig aussehen - wieso müssen die alle dann Waben in Sechsecken bauen?


    Die Frage ist doch: Würden sie sechseckig bauen, wenn sie denn Waben aus Wachs bauen würden? Ich jedenfalls finde es erstaunlich, daß ein Wahrnehmungsorgan der Biene das Wabenwerk in der Erscheinungsform wiederspiegelt. Leider bekomme ich kein Geld dafür Bienenforschung zu betreiben. Wenn ich das hauptberuflich machen würde, dann würde ich solche Parallelen untersuchen. Ich würde untersuchen, inwiefern die visuelle Wahrnehmung der Biene mit dem Wabenwerk zusammenhängt.


    Wabenwerk auf der einen und Bienen mit Wabenaugen auf der anderen Seite, auffällig ist das schon, oder? Wo begegnen einem solch eine Form denn sonst noch in der Natur?


    Bernhard

  • :D Ach Bernhard,


    hast Du schonmal Flann O’Brien - "Der Dritte Polizist" gelesen? Da geht's unter anderem um den Wissenschaftler de Selby, der unter anderem folgende Theorie aufstellte: Fahrräder und Radfahrer werden sich mit der Zeit immer ähnlicher, weil er beobachtet hatte, dass beide nicht mehr ohne fremde Hilfe stehen konnten wenn sie zu lange im Gasthaus gestanden hatten. Wieso muß ich bei manchen Deiner Beiträge daran denken?


    bist Du Ire?
    Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Hi Simon!


    Für das Bunte-Ostereier-aus-Hasen-Phänomen gibt es ein Erklärungsmodell, das ich hier mal nicht weiter ausführe. Schließlich muß ein bisschen Geheimnistuerei sein, um defizite Aussagen zu vermeiden...nicht wahr?


    Tacheles, Simon! Was für ein Modell meinst Du?


    Ich weiß nicht genau, weshalb die Fragestellung, welche Gründe hinter der Parallelität zwischen Bienensinnesorganform und Wabenwerkform stehen, so ins Lächerliche gezogen wird? Habt ihr da vollendetere Erkenntnisse?


    Zugegeben, mein Herleitungsversuch ist etwas gewagt. Was aber bleibt, ist die Gleichheit der Form. Warum ist das so?


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    BernhardHeuvel schrieb:

    Wabenwerk auf der einen ...

    dazu:
    http://idw-online.de/pages/de/news82528


    Zitat

    ... und Bienen mit Wabenaugen auf der anderen Seite

    Die gewölbte Augen- Oberfläche läßt sich besser mit 6-eckigen Teilflächen lückenlos abdecken,
    als z.B. mit 8-eckigen oder gar runden Teilflächen.


    Zitat

    Ist doch irgendwie merkwürdig...Zufall? *warumglaubeichnichtanzufälle....*
    ...
    Gründe hinter der Parallelität zwischen Bienensinnesorganform und Wabenwerkform

    ja, kein Zufall,
    der Zusammenhang hat aber eher räumliche (bzw. geometrische) und keine biologische Gründe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hi Bernhard,


    das hab ich mal mit einem Seifenblasenmodell erklärt gesehen. Blase solo ist rund, um Volumen zu Oberfläche zu maximieren. Ein Raum voller Blasen nimmt automatisch sechseckige Zellenformen an. Das findest Du bei fast allen Pflanzenzellen.


    reicht das?
    Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • simon : Ich verstehe die Schärfe deiner Tonart nicht?


    @all: Danke für die interessanten Links. Die schon geführte Diskussion über runde und sechseckige Zellen hat die Schwachpunkte der "Schmelz-theorie" aufgedeckt.


    In meiner Kaffeetasse sah ich heute dieses Blasenmodell live und in Farbe. Am Rand ohne Berührung zu anderen Blasen waren die augenscheinlich rund. Schwierige Frage, ehrlich.
    Warum bedruckt man üblicherweise die Mittelwände sechseckig, wenn die Form auch aus runden Abdrücken entstehen könnte? Kann sie?
    Aber das wollte ich ja ursprünglich garnicht diskutieren.


    Meine Frage dreht sich ja um um Sechseckigkeit als Erscheinung. Also wir haben Wabenwerk, Bienenaugen und Pflanzenzellen in dieser Form. Scheint ja eine beliebte Form zu sein, ist mir bisher garnicht so aufgefallen. Gibt es die auch bei Menschenzellenverbänden? Oder Warmblütern?
    Wenn nicht, arbeite ich ab sofort an der Pflanze-Biene-Wabenwerk-Superorganismus-Theorie! *lach*


    Nichts für ungut, ich hoffe die Formdiskussion geht noch weiter. Finde ich spannend.


    Bernhard