• :o Nä!! Bleib mir wech damit! Dat is bestimmt verzinktes Blech. Uäh!


    Am Schleuderwesen wird der Imker genesen
    Tropfhonig jedoch ist ein Graus mir gewesen!
    (J. W. v. Goethe, "Faust. Der Tragödie zweiter Teil", 4. Akt, 3. Szene)


    Manche Wahrheiten halten sich eben :D

  • Johannes Haller schrieb:

    Manche Wahrheiten halten sich eben :D


    Dem geht Mephistos Prämisse aus dem ersten Teil voraus:
    „Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht, denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht..."


    Manne

  • ist der Goethe gemeint der am 22. März 1832 in Weimar gestorben ist ?


    Honigschleuder: Erfunden wurde das Gerät vom italienischen Major Francesco de Hruschka (1813-1888) (deutsch: Franz Edler von Hruschka) in Venedig, wo er nach seiner Militärzeit in österreich-ungarischen Diensten lebte. 1865 stellte er das Gerät bei einer Wanderversammlung der Imker in Brünn unter seinem Firmennamen Angelo Lessane vor.


    Oder hat Goethe die Honigschleuder erfunden?

  • Moin...


    Johannes (Haller nicht Goethe): Du schreibst Tropfhonig, meinst aber Quetschhonig, oder? ;)


    Ich bin ebenfalls der Auffassung, daß so eine Blechquetsche für Kartoffeln ungeeignet für die Lebensmittel-Erzeugung ist.


    Wer keine Quetsche/Presse hat, der kann immer noch tropfen. Dazu die Waben in einem Gefäß zerdrücken. Vorsichtig, um möglichst wenig Luft rankommen zu lassen. Dann durch einen Sieb abtropfen lassen, ohne Druck.


    Es bleibt sehr viel Honig im Wachs zurück und die Methode eignet sich nur dann, wenn das Wachs anschließend ausgekocht wird und die Honigsuppe für Met und Essig verwendet wird. Als angehender Selbstversorger reicht mir dies und meine alte Blech-Schleuder, die ich damals von meinem Paten mit im Paket bekam, habe ich noch nicht angerührt.


    Die Tropfmethode erzeugt einen feinsteifen Honig ohne Rühren - ich fülle den Honig sofort in Gläser ab. Warm aus der Wabe ins Glas.


    In diesem Jahr baue ich mir eine Art Wanne aus Holz. Innen mit Wachs ausgestrichen - wegen der Dichtigkeit und weil ich meine, Honig sollte nur mit Wachs in Berührung kommen. In der Mitte der Wanne aufrechte Holzstäbe (mit Wachsmantel) als Sieb. Die Waben werden dann in einem Abteil zermatscht und das Holzrost dient als Sieb, durch das der Honig abfliessen kann. Sowas ähnliches gibt es ja auch als Edelstahlversion im Imkerfachhandel - Klärstraße oder so ähnlich?


    Interessant fände ich die Aufbewahrung ganzer Waben für den direkten Verbrauch. Aber dazu mache ich gleich ein neues Thema auf.


    Bernhard

  • Faust, zweiter Teil, 3. Akt:


    "Und mütterlich im stillen Schattenkreise
    Quillt laue Milch bereit für Kind und Lamm;
    Obst ist nicht weit, der Ebnen reife Speise,
    Und Honig trieft vom ausgehöhlten Stamm."